1. Klasse Mitte-West

„Die Rückrunde war sehr zufriedenstellend“: Schlüßlberg geht mit Rückenwind in die neue Saison

SV Schlüßlberg

Beim 1. Klasse Mitte-West-Sechsten SV Schlüßlberg ist der Blick zurück deutlich positiver, als es der Endrang allein vermuten lässt. Co-Trainer Manuel Muckenhumer verweist auf eine starke Rückrunde mit acht Siegen aus 13 Spielen, Platz drei im Frühjahrsvergleich und ein Torverhältnis von 32:19. Genau dieser Lauf sorgt dafür, dass Schlüßlberg mit einem guten Gefühl in die Sommerpause und mit klaren Aufgaben in die Vorbereitung geht.

Spieler hilft einem Mitspieler beim Lösen eines Krampfs

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Starker Schlussspurt nach schwierigeren Wochen

Vor allem aus der zweiten Saisonhälfte zieht Schlüßlberg viel Zuversicht. Muckenhumer sagt klar: „Die Rückrunde war natürlich schon sehr zufriedenstellend.“ Die Zahlen geben ihm recht. Acht Siege, drei Unentschieden und nur zwei Niederlagen in 13 Spielen bedeuteten in der Rückrunde den dritten Platz. Dazu kam ein offensiv starkes Torverhältnis von 32:19. Dass der Klub am Ende mit 41 Punkten Gesamtsechster wurde, passt deshalb gut zu einer Saison, in der sich die Mannschaft nach einem Durchhänger wieder nach vorne gearbeitet hat. Ein Blick auf den Tabellenverlauf zeigt das ebenfalls: Nach sehr guten ersten Runden ging es zwischenzeitlich bis auf Rang neun zurück, ehe sich Schlüßlberg im Frühjahr Schritt für Schritt wieder nach oben schob. Ganz ohne Einschränkung fällt die Analyse aber nicht aus. Muckenhumer spricht offen an, wo noch Luft nach oben ist: „Verbesserungsbedarf haben wir natürlich dabei, dass wir vielleicht noch weniger Tore kriegen.“ Gerade dieser Punkt soll nun mitgenommen werden, obwohl der Gesamteindruck für ihn eindeutig bleibt: „Grundsätzlich war der Rückblick auf unsere Rückrunde sehr positiv, und so gehen wir auch gut gestimmt in die neue Saison.“

Abgänge, ein Neuzugang und einige Verletzungssorgen

Im Kader wird es im Sommer Veränderungen geben. Fix ist der Abgang von Stefan Pauzenberger, der im Mittelfeld und auch in der Innenverteidigung eingesetzt wurde. Neben Pauzenberger wechselt auch Simon Lindenbauer nach Taufkirchen. Dazu wird Sabahudin Emric den Verein verlassen. Auf der Zugangsseite ist bisher ein neuer Mann da. „Verpflichtet haben wir bis jetzt Stürmer Sebastian Rathmayr von Blaue Elf Wels“, sagt Muckenhumer über den bisherigen Neuzugang. Gleichzeitig wird die Vorbereitung aber auch stark davon geprägt sein, wie schnell mehrere angeschlagene oder länger verletzte Spieler wieder zur Verfügung stehen. Bei Xhevat Ademi war die Sorge nach der Verletzung gegen Kallham zunächst groß. „Die ersten Befürchtungen wären ein Knöchelbruch gewesen. Das hat sich Gott sei Dank nicht bestätigt“, erklärt Muckenhumer. Was genau im Knöchel betroffen ist, soll eine MRT-Untersuchung zeigen, die Vorbereitung wird Ademi aber jedenfalls noch fehlen. Dazu kommen mehrere Langzeitverletzte. Marko Kopuz arbeitet nach seinem Kreuzbandriss weiter an der Rückkehr, bei Johannes Brunbauer mit seinen Leistenproblemen soll sich erst im Laufe der Vorbereitung zeigen, wie weit er ist, und Klaus Hinterberger fehlt nach einem Achillessehnenriss ebenfalls noch länger.

Kontinuität im Trainerteam und viel Vertrauen in die Gruppe

Nicht nur die starke Rückrunde macht in Schlüßlberg Mut, sondern auch die Kontinuität rund um die Mannschaft. Das bisherige Trainerteam bleibt zusammen, auf der Funktionärsebene sind laut Muckenhumer keine Veränderungen bekannt. Für ihn ist das ein wichtiger Punkt, weil damit auf einem Frühjahr aufgebaut werden kann, das sportlich und intern überzeugt hat. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir als Trainerteam in die neue Saison reingehen“, sagt er. Gleichzeitig ordnet er auch die Liga nüchtern ein. Frankenburg und Neukirchen/V.-Puchkirchen standen für ihn nicht zufällig ganz vorne. „Die haben einfach den breitesten Kader gehabt und sehr gut Spieler kompensieren können. Für mich waren das die zwei Besten, darum stehen sie auch verdient vorne.“ Den größten Trumpf sieht er aber im eigenen Innenleben. „Wir sind als Mannschaft sehr homogen. Es will jeder, es kämpft jeder für den anderen. Es sind richtig gute Freunde, wie so eine kleine Familie“, sagt Muckenhumer. Genau dieses Gefühl soll auch durch den Sommer tragen. Vor dem Start in die Vorbereitung stehen mit der Sonnenwendfeier und dem Entenrennen am 4. Juli noch Vereinstermine an, bei denen laut Muckenhumer noch einmal „alle geschlossen arbeiten müssen“, ehe der Fokus wieder ganz auf die neue Saison geht.