In der 1. Klasse Mitte-West hat sich der SK Blau Weiss Stadl-Paura gegen die Union MAO Bodenbeschichtung Taiskirchen mit einem 1:1-Unentschieden begnügen müssen. Nach starkem Beginn und der frühen Führung von Mirza Mahmuljin war für den Aufsteiger deutlich mehr drin. Sportchef Albert Hofbauer sah eine klare erste Hälfte seiner Elf, am Ende aber auch einen gerechten Ausgang, weil Taiskirchen nach der Pause immer mehr Druck machte.
Stadl-Paura ging schon mit schwierigen Voraussetzungen in diese Partie. Hofbauer sprach von einer ersatzgeschwächten Mannschaft, weil zwei Spieler gesperrt fehlten und ein weiterer verletzt ausfiel. Trotzdem erwischten die Gastgeber den klar besseren Start und waren sofort im Spiel. „Wir sind gut reingekommen in die Partie und haben super nach vorn gespielt“, sagte Hofbauer. Nach zehn Minuten wurde diese Anfangsphase auch belohnt. Kapitän Mirza Mahmuljin brachte die Heimelf mit 1:0 in Führung. Hofbauer schilderte die Entstehung so, dass ein Verteidiger klären wollte, dabei aber einen Stadl-Paura-Spieler anschoss und der Angriff dadurch weiterlief. Für ihn war das Tor nur die logische Folge eines seit Wochen stark aufspielenden Mahmuljin und einer starken ersten Hälfte der gesamten Mannschaft „Wir haben die erste Halbzeit klar dominiert“, sagte er. Gerade deshalb blieb nach den ersten 45 Minuten das Gefühl, dass seine Mannschaft zu wenig aus dieser Überlegenheit gemacht hatte. Weitere gute Möglichkeiten auf das 2:0 blieben ungenutzt, und genau darin sah Hofbauer rückblickend den größten Punkt. „Da hätten wir den Sack zumachen müssen“, meinte er nach dem Spiel.
Was vor der Pause noch klar nach Stadl-Paura aussah, entwickelte sich im zweiten Durchgang in eine ganz andere Richtung. Hofbauer sprach von „zwei wirklich ganz verschiedenen Halbzeiten“ und begründete das auch mit den personellen Problemen, die während des Spiels noch größer wurden. Schon in der Pause musste leider unser junger außenverteidiger ugur güven verletzungsbedingt gewechselt werden, später fiel rund um die Stunde auch Florian Kreuzer aus. Damit verlor die Heimelf zunehmend den Zugriff. Taiskirchen wurde stärker, kam besser in die Zweikämpfe und legte vor allem über die Seiten zu. „In der zweiten Halbzeit war klar, dass Taiskirchen am Drücker war und einen Angriff nach dem anderen gefahren hat“, sagte Hofbauer. Stadl-Paura fand laut seiner Einschätzung nicht mehr wirklich ins Spiel zurück und musste sich auf das Verteidigen konzentrieren. Dass die Führung lange hielt, schrieb er vor allem der eigenen Hintermannschaft zu. „Ein riesen Lob an unsere Verteidigungsreihe, die hat an dem Tag wirklich volle Kanne dagegengehalten“, sagte er. In der 83. Minute fiel dann doch der Ausgleich. Nach einer scharfen Hereingabe, die laut Hofbauer an mehreren Spielern vorbeiging, wurde Oliver Herzig, einer der besten Akteure an diesem Tag bei den heimischen unglücklich angeschossen, von dort sprang der Ball zum 1:1 ins eigene Tor.
Auch wenn das Gegentor aus Sicht der Gastgeber unglücklich zustande kam, suchte Hofbauer nach dem Schlusspfiff keine Ausreden. Für ihn passte das 1:1 zum gesamten Verlauf, weil seine Mannschaft die erste Halbzeit hatte und Taiskirchen die zweite. „Darum finde ich, dass das 1:1 gerecht war“, sagte der Sportliche Leiter. Gleichzeitig stellte er heraus, wie viel Einsatz seine Mannschaft unter diesen Umständen gebracht hatte. „Jeder hat gekämpft und alles reingehaut“, sagte Hofbauer, der vor allem die Einstellung seiner Elf hervorhob. Über den Gegner verlor er ebenfalls kein schlechtes Wort. Die Union Taiskirchen sei „wirklich eine sehr gute Mannschaft“ gewesen und habe nach der Pause deutlich mehr Freiraum genutzt als noch vor dem Seitenwechsel. Deshalb könne man mit dem Punkt gegen so einen Gegner auch zufrieden sein. Positiv bewertete Hofbauer zudem die Leistung von Schiedsrichter Nemeth, der die Partie aus seiner Sicht „sehr gut im Griff gehabt“ habe. Für den SK Blau-Weiß Stadl-Paura bleibt damit ein Heimspiel zurück, in dem mehr möglich gewesen wäre, in dem der Punktgewinn nach dem Spielverlauf der zweiten Hälfte aber dennoch einiges wert war. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben hoffen die Stadlinger nun darauf, dass zumindest ein Teil der personellen Sorgen kleiner wird, auch wenn zu den Rückkehrern nach Sperren gleich wieder neue Verletzungsausfälle dazukommen.