In der 1. Klasse Mitte-West hat sich der SV Schlüßlberg gegen den SV Europlan Pram mit 4:0 durchgesetzt und laut Trainer Manuel Muckenhumer nicht nur klar, sondern auch folgerichtig verdient gewonnen. Nach einem offenen Beginn kippte das Momentum immer mehr auf die Seite der Gastgeber. Entscheidend war für den Coach, wie seine Mannschaft nach einem verschossenen Elfmeter reagierte und sich mit dem 2:0 kurz vor der Pause zusätzlich Luft verschaffte.

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Die Partie brauchte laut Muckenhumer keinen langen Anlauf, weil beide Mannschaften zunächst offen in das Spiel gingen. Schlüßlberg bekam die Begegnung aber mit Fortdauer immer besser in den Griff. Der Trainer brachte diese Entwicklung knapp auf den Punkt: „Es war ein sehr offener Beginn von beiden Seiten, wo das Momentum immer mehr auf unsere Seite gekippt ist.“ Auf der Anzeigetafel zeigte sich das zunächst in der 35. Minute, als Sebastian Rathmayr das 1:0 erzielte. Noch wichtiger wurde dann, was unmittelbar vor der Pause passierte. Rathmayr legte in der 45. Minute das 2:0 nach, und genau dieses zweite Tor gab dem Nachmittag aus Schlüßlberger Sicht eine klare Richtung. Aus einem Spiel, das am Anfang noch offen war, wurde damit bis zur Halbzeit ein Auftritt, in dem die Gastgeber immer mehr das Kommando übernahmen.
Besonders hängen blieb für den Coach dabei nicht nur das Ergebnis, sondern die Reaktion seiner Mannschaft in einer heiklen Phase. Nach einem verschossenen Elfmeter sei seine Elf nicht aus dem Tritt gekommen. „Wie wir nach dem verschossenen Elfmeter reagiert haben, das war wichtig“, sagte Muckenhumer. Für ihn war das ein Zeichen, das seine Mannschaft bei sich blieb und nicht hektisch wurde. Das 2:0 vor dem Seitenwechsel hatte für ihn dann zusätzlich großes Gewicht: „Das hat uns sehr gut in die Karten gespielt.“ Auch bei der Entstehung dieses Treffers sah der Trainer genau das, was er sehen wollte. Schlüßlberg kam laut seiner Schilderung stark über die Seite, brachte eine gute Flanke zur Mitte und war dort präsent, „wo ein Stürmer stehen muss“. Dass Rathmayr genau in dieser Szene zum zweiten Mal traf, passte deshalb gut ins Bild dieses Nachmittags.
Dass Schlüßlberg die Partie am Ende so klar gewann, erklärte Muckenhumer vor allem über die Art, wie seine Mannschaft Fußball spielte. „Wir waren sehr gut mit dem Ball. Wir haben ein super Passspiel von hinten raus gehabt, wir waren sehr geduldig und sehr ballsicher“, sagte der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht das Spiel gegen den Ball, das ihm fast noch besser gefiel. „Wir waren eigentlich sehr aggressiv im Spiel gegen den Ball.“ Weil die Gastgeber diese Mischung über weite Strecken auf den Platz brachten, blieb Pram nach der Pause weiter unter Druck. In der 69. Minute erhöhte Moritz Huspek auf 3:0, in der 86. Minute setzte Julian Stranzinger mit dem 4:0 den Schlusspunkt unter einen Auftritt, der nach offenem Beginn immer eindeutiger wurde. Schlüßlberg hatte mehr vom Spiel und ließ die Partie mit jedem weiteren Treffer klarer auf die eigene Seite kippen.
Muckenhumer sprach dem Gegner trotz der klaren Niederlage die Qualität nicht ab. „Man hat gesehen, dass das keine schlechten Fußballer sind“, sagte er über den SV Pram. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, wie klar er den eigenen Auftritt einschätzte: „Am Samstagnachmittag hat Pram eigentlich keine Chance gehabt.“ Der Trainer führte das im Kern auf zwei Punkte zurück, die diesen Nachmittag treffend zusammenfassen. „Der entscheidende Unterschied war, dass wir die Tore geschossen und hinten nichts zugelassen haben. Vorne Tore, hinten zu null.“ Diskussionsstoff gab es für ihn rund um die Partie nicht. Strittige Szenen habe es nicht gegeben, die Leistung von Schiedsrichter Wohlschlager sei „sehr gut“ gewesen. Für den SV Schlüßlberg bleibt damit ein Heimspiel, in dem die eigene Linie vom offenen Beginn bis zum klaren Ende immer besser sichtbar wurde und an das die Mannschaft zum Herbstausklang in Pichl anknüpfen will.