In der 1. Klasse Mitte-West hat sich SV DSV Road Kallham zum Abschluss mit einem 1:1 gegen die SV Grieskirchen Juniors getrennt. Nach einer torlosen ersten Halbzeit gerieten die Gastgeber zwar in Rückstand, kamen nach einer laut Trainer Rene Weidinger starken zweiten Hälfte aber noch zum Ausgleich. "Wir müssen mehr Chancen verwerten", brachte es der Kallham-Coach nach einer Partie auf den Punkt, in der seine Mannschaft nach der Pause mehr vom Spiel hatte.

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Weidinger erlebte die Partie insgesamt als sehr ausgeglichen, und genau mit diesem Eindruck begann auch seine Einordnung. Für den Kallham-Trainer war es kein Spiel, in dem von Beginn an eine Mannschaft alles im Griff hatte, sondern eines, das lange offen blieb und sich erst nach dem Seitenwechsel stärker in eine Richtung entwickelte. Zur Halbzeit stand es 0:0, und gerade diese erste Hälfte blieb für ihn im Nachhinein besonders wichtig. "Dass wir in der ersten Halbzeit nicht das 1:0 gemacht haben, war sicher ein Punkt", sagte Weidinger. Damit sprach er nicht nur die aus seiner Sicht liegen gebliebenen Möglichkeiten an, sondern auch jenen Moment, an dem seine Mannschaft dem Spiel früh eine andere Richtung hätte geben können.
Unmittelbar nach Wiederbeginn wurde die Aufgabe für die Gastgeber dann schwieriger. In der 51. Minute brachte Gabriel Leibetseder die Grieskirchen Juniors mit 1:0 in Führung, und Kallham musste einem Rückstand nachlaufen. Weidinger hob danach aber genau hervor, wie seine Mannschaft auf diesen Moment reagierte. "Es war wichtig, dass wir dann den Ausgleich erzielt haben", sagte er und verwies zugleich auf eine zweite Halbzeit, in der seine Elf für ihn klar die Oberhand hatte. Kallham war laut seinem Trainer nach der Pause die bessere Mannschaft und bekam dafür in der 82. Minute doch noch den Lohn, als Christoph Endre Toth das 1:1 erzielte. Für Weidinger passte dieses Tor zum Verlauf nach der Pause, weil seine Mannschaft in dieser Phase deutlich aktiver auftrat.
Dass Kallham nach dem Rückstand nicht den Faden verlor, führte Weidinger vor allem auf das Innenleben seiner Mannschaft zurück. "Die Gemeinschaft, die Kommunikation und in der zweiten Halbzeit einfach der Zusammenhalt" hätten gut funktioniert, erklärte er. Genau darin sah er auch den Grund, warum seine Elf nach dem 0:1 nicht auseinanderfiel, sondern weiter an die Partie glaubte. Entsprechend fiel sein Gesamtfazit auch zweigeteilt aus. "Mit dem X kann man sich grundsätzlich zufriedengeben, obwohl wir über die ganze Spielzeit gesehen besser waren", sagte Weidinger. Über den Gegner sprach er dabei durchaus anerkennend. Grieskirchen sei eine "sehr junge, gute spielerische Truppe" gewesen, die Kallham gefordert habe, in der zweiten Halbzeit aber "nicht mehr viel entgegengesetzt" habe.
So blieb für Kallham am Ende ein Unentschieden, mit dem man leben konnte, das aber auch den verpassten Sieg offenlegte. "Nicht viel" habe gefehlt, um mehr mitzunehmen, meinte Weidinger, und legte sich bei der wichtigsten Erkenntnis des Nachmittags sofort fest: "Wir müssen mehr Chancen verwerten." Viel größer wollte er die Nebenschauplätze gar nicht machen. Der Schiedsrichter sei "auf beiden Seiten nicht wirklich souverän" gewesen, große Aufreger habe es aus seiner Sicht aber nicht gegeben. Deshalb blieb nach dem 1:1 vor allem der Eindruck einer Mannschaft, die sich nach der Pause steigerte und sich zumindest noch belohnte. Weidinger sprach am Ende von einem "schönen Saisonabschluss" und von einer Leistung, auf der Kallham trotz des verpassten Sieges aufbauen kann.