In der 1. Klasse Nord-West kam der FC Stern Bau Münzkirchen gegen den SV Waizenauer Taufkirchen an der Pram nicht über ein 0:0 hinaus. Vor allem die Hausherren ließen einige gute Möglichkeiten liegen, während der Gegner defensiv sauber stand. Co-Trainer Klaus Grüneis brachte es nach Schlusspfiff auf den Punkt: „Wir sind seit drei Wochen Meister, und seitdem fehlt uns ein bisschen die letzte Konsequenz.“ Weil die letzte Schärfe im Abschluss fehlte, blieb es trotz ordentlicher Leistung beim torlosen Remis.

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Die Partie startete bissig und eng. „Es war ein intensives Spiel in der ersten Hälfte auf Augenhöhe“, schilderte Klaus Grüneis den Einstieg. Münzkirchen arbeitete sich mit Geduld nach vorne und setzte Taufkirchen/Pram mit schnellem Umschalten und klaren Laufwegen immer wieder unter Druck. Mehrfach roch es nach der Führung, doch entweder fehlte beim letzten Pass die Genauigkeit oder der Abschluss kam nicht sauber genug aufs Tor. „An und für sich waren wir die spielbestimmende Mannschaft“, sagte der Co-Trainer – ein Satz, der zum Verlauf passte. Weil die Gäste konzentriert verteidigten und die Heimelf ihre Möglichkeiten nicht in Zählbares ummünzte, stand zur Pause weiterhin ein 0:0, das den Verlauf der ersten 45 Minuten treffend abbildete.
Nach Wiederbeginn blieb Münzkirchen am Drücker. „Wir hatten drei, vier Chancen – auch nach der Pause –, die wir machen hätten müssen oder können“, ärgerte sich Grüneis. Er erinnerte an eine Szene, in der ein Querpass in die Mitte im letzten Moment geklärt wurde, und an einen Moment, der die Gefühlslage des Abends gut traf: „Einmal hat Marco Hochholzer den nachsetzenden Tormann überlupft, der Ball hat sich aber nach außen gedreht.“ Genau diese Nuance zog sich durch den zweiten Durchgang: „Wir waren nicht glücklich im Abschluss, der letzte Touch hat gefehlt.“ Taufkirchen/Pram blieb seiner Linie treu und verteidigte diszipliniert. „Der Gegner war defensiv gut organisiert und setzte nach vorne immer wieder Nadelstiche“, lobte der Co-Trainer die kompakte Arbeit des Kontrahenten, der mit zunehmender Spielzeit auf Stabilität statt Risiko setzte.
Bei allem Ärger über die ausgelassenen Möglichkeiten blieb der Ton in Münzkirchen sachlich. „Der Teamgeist funktioniert wie jede Woche und die Stimmung im Team ist gut“, betonte Grüneis, der die Mannschaft seit Langem stabil sieht. Den fehlenden Punch erklärte er nüchtern: „Die große Anspannung ist draußen. Wir sind seit fast vier Wochen Meister, und seitdem fehlt uns ein bisschen die letzte Konsequenz. Das ist irgendwo verständlich, aber natürlich könnte es besser sein.“ Auch abseits der Chancen blieb der Abend ruhig. „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung, das Spiel war insgesamt fair“, so Grüneis.
Der Blick geht nun nach vorne: „Wir sind mit der Entwicklung der letzten zwei Jahre sehr zufrieden. Wir nutzen die Sommerpause zum Verschnaufen und bereiten uns gut auf die Bezirksliga vor. Wir starten wieder topmotiviert und voll konzentriert in das neue Spieljahr.“