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„Wir wollten das Spiel einfach mehr“: Union Schardenberg belohnt sich in Wesenufer mit klarem 3:0-Erfolg

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Union Wesenufer
Union Schardenberg

In der 1. Klasse Nord-West hat die Union Steinbrunn Schardenberg am Freitagabend bei der Union eFiT Wesenufer mit 3:0 gewonnen. Nach dem 1:0 durch Laurenz Bruneder zog Schardenberg die Partie immer mehr auf seine Seite und legte nach der Pause durch einen Doppelpack von Xaver Schreiner nach. Co-Trainer Dominik Machtlinger führte den Auswärtssieg vor allem auf den Willen, die Basics und einen geschlossen starken Auftritt zurück.

Fußball auf Stadionrasen

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

1:0 öffnet Partie

Schardenberg ging die Partie genau so an, wie es sich das Trainerteam vorgestellt hatte. „Wir haben von Beginn an versucht, den Gegner mit Pressing unter Druck zu setzen“, sagte Dominik Machtlinger nach dem Spiel. Ganz rund lief es in dieser Phase aus seiner Sicht aber noch nicht, weil seine Mannschaft den vorhandenen Platz im Aufbau zwar bekam, daraus im letzten Drittel zunächst aber zu wenig machte. „Wir haben Probleme gehabt, unseren Spielaufbau nicht konsequent genug fertigzuspielen“, ordnete er die Anfangsphase ein. Umso wichtiger war die Führung in der 33. Minute. Das 1:0 durch Laurenz Bruneder war für Machtlinger „ein wenig der Dosenöffner“. Besonders hob er die Aktion von Felix Hell hervor, der sich über die Seite durchsetzte und den Treffer vorbereitete. Mit dieser Führung im Rücken bekam Schardenberg dann genau jene Sicherheit, die in der Anfangsphase noch ein Stück weit gefehlt hatte.


Gelb-Rot vor der Pause und danach klar am Drücker

Richtig eindeutig wurde das Spiel aus Sicht der Gäste dann rund um die Halbzeit. Machtlinger sprach offen davon, dass die Gelb-Rote Karte gegen Dugaxhin Zeka eine Minute vor der Pause ein Knackpunkt gewesen sei. „Die Gelb-Rote Karte war natürlich der Knackpunkt im Spiel“, sagte er, stellte aber auch klar, dass es an der Entscheidung des Unparteiischen für ihn nichts zu rütteln gab: „Aus meiner Sicht war das absolut gerechtfertigt, der Schiedsrichter hat das richtig bewertet.“ In Überzahl habe die Mannschaft die zweite Halbzeit dann „eigentlich komplett dominiert“. Wesenufer sei nach seiner Einschätzung relativ passiv gewesen, habe Schardenberg das Spiel machen lassen und vor allem auf Konter gelauert. Viel kam dabei laut Machtlinger nicht heraus. Er meinte sogar, dass der Gegner erst in der 90. Minute zu einer richtig zwingenden Chance gekommen sei. Davor hatte Schardenberg die Partie längst im Griff. In der 73. Minute erhöhte Xaver Schreiner auf 2:0, nur eine Minute später legte derselbe Spieler das 3:0 nach. Das zweite Tor beschrieb Machtlinger als schön herausgespielt, das dritte sei danach fast schon nur noch Formsache gewesen.

Viele Chancen, aber noch Luft nach oben

So zufrieden der Co-Trainer mit dem Ergebnis und mit weiten Teilen des Auftritts war, einen Punkt sprach er trotzdem klar an. „Nicht so gut war die Chancenauswertung. Da gibt es deutlich Luft nach oben“, sagte Machtlinger. Genau das passte für ihn auch zum gesamten Spielbild, weil Schardenberg nach seiner Einschätzung noch deutlich höher hätte gewinnen können. „Wir hätten das Spiel deutlich höher gewinnen müssen“, meinte er, obwohl er den 3:0-Erfolg gleichzeitig als „absolut gerechtfertigt und verdient“ einstufte. Für ihn war entscheidend, dass seine Mannschaft die einfachen Dinge wieder konsequent auf den Platz brachte. „Der Wille, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen und zu gewinnen, die Basics wieder auf den Platz zu bringen, Kampfgeist, voll dagegenhalten und hinten die Null zu halten, das war der entscheidende Punkt“, sagte Machtlinger. Gerade dieses Gesamtpaket, Disziplin und Konsequenz, machte für ihn den Unterschied aus.

Als Einheit zurück in positiven Flow

Besonders wichtig war dem Co-Trainer nach dem Schlusspfiff die Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist. „Besonders lobenswert ist, dass wir wieder geschlossen als Einheit auftreten“, sagte Machtlinger. Dieses geschlossene Bild sei schon in der Vorwoche zu sehen gewesen und habe sich nun bestätigt. „Wir wollen diese Spiele ziehen, wir wollen diese Spiele gewinnen. Das merkt man uns am Platz an“, meinte er. Dazu passte auch seine Einschätzung, dass die Union Schardenberg „mit richtig breiter Brust“ aufgetreten sei und das Spiel schlicht mehr habe gewinnen wollen. Mit dem Auswärtssieg steht die Mannschaft nach elf Spielen bei 18 Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe der Liga. Für Machtlinger ist das aber kein Grund, sich zurückzulehnen. „Der positive Flow ist jetzt wieder da. Den wollen wir ausnutzen“, sagte er. Der Plan für die letzten beiden Spiele ist damit klar umrissen: diesen Schwung mitnehmen und „das Maximale rausholen“.

1. Klasse Nord-West: Wesenufer : Schardenberg - 0:3 (0:1)

  • 74
    Xaver Schreiner 0:3
  • 73
    Xaver Schreiner 0:2
  • 33
    Laurenz Bruneder 0:1