Spielberichte

„Wir haben uns leider selber geschlagen“ – UFC Haibach lässt bei 0:1-Heimpleite zu viel liegen

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UFC Haibach
SV Lambrechten

In der 1. Klasse Nord-West hat der UFC Haibach/Donau gegen den SV Bäck Baggerungen Lambrechten mit 0:1 verloren. Für Trainer Markus Hinterleitner ist das Ergebnis besonders bitter, weil seine Mannschaft nach einem frühen Rückstand durch einen Elfmeter über weite Strecken mehr vom Spiel hatte, mehrere gute Möglichkeiten ausließ und sich für den großen Aufwand am Ende nicht belohnen konnte.

Spieler holt zum Eckball aus

Image by Birgit from Pixabay

Elfmeter bringt Haibach früh ins Hintertreffen

Die Partie bekam aus Haibacher Sicht sehr früh ihre Richtung. Schon in der 9. Minute brachte Sebastian Ecker die Gäste mit 1:0 in Führung, und zwar per Elfmeter. Hinterleitner machte aus dieser Szene kein Thema. „Wir haben einen schnellen Gegentreffer durch einen Elfmeter kassiert, der gerechtfertigt war“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Viel wichtiger war für ihn, wie seine Mannschaft danach auftrat. Haibach habe sich vom frühen Rückstand nicht aus der Bahn werfen lassen, sondern rasch die Kontrolle übernommen. „Nach dem 1:0 haben wir in der ersten Halbzeit das Spiel richtig übernommen“, meinte Hinterleitner. Aus seiner Sicht fanden sich die Gäste in dieser Phase kaum mehr zurecht, dennoch blieb es bis zur Pause beim 0:1.


Viele gute Möglichkeiten, aber kein Ertrag

Dass die Gastgeber am Ende trotzdem leer ausgingen, erklärte der Coach sehr deutlich mit der fehlenden Konsequenz im Abschluss. „Wir haben uns durch unser eigenes Unvermögen leider um die Punkte gebracht“, sagte Hinterleitner. Vor allem in der ersten Halbzeit sah er „drei, vier wirklich richtig gute Chancen“, dazu kamen nach dem Seitenwechsel weitere Möglichkeiten. Genau deshalb wollte er das Spiel nicht auf einen einzelnen Moment reduzieren. Für ihn lag der Knackpunkt nicht in einer späten Szene, sondern in der Summe der vergebenen Möglichkeiten. „Wir haben es nicht geschafft, die Chancen, die wir uns rausgespielt haben, konsequent fertigzuspielen, konsequent abzuschließen und die Tore zu machen“, so der Haibach-Trainer. Seine Einschätzung fiel entsprechend klar aus: „Wenn es 4:1 oder 5:1 für uns ausgeht, wäre das nicht unverdient gewesen.“

Hoher Druck gegen den Ball als Lichtblick

So groß der Ärger über das Ergebnis war, so deutlich stellte sich Hinterleitner auch vor seine Mannschaft. Positiv sei für ihn gewesen, „dass wir spielerisch wieder sehr aggressiv gegen den Ball und gegen den Gegner agiert haben“. Haibach stand hoch, suchte früh den Zugriff und spielte mit hohem Angriffspressing. Gerade nach den zuletzt ausgebliebenen vollen Erfolgen wertete der Trainer das als wichtiges Signal innerhalb der Mannschaft. „Ein großes Lob an die Mannschaft“, sagte er, weil sich die Spieler trotz der jüngsten Resultate wieder voll hineingearbeitet hätten. Lambrechten ordnete er dabei sachlich ein. Die Gäste seien vor allem defensiv gestanden und hätten auf Umschaltmomente gewartet. Nach seiner Wahrnehmung war Lambrechten in der zweiten Halbzeit wieder etwas besser im Spiel, unterm Strich sah er Haibach aber dennoch als das aktivere Team.

Bitterer Nachmittag und nächster Auftrag

Gerade deshalb blieb beim UFC Haibach am Ende vor allem Frust zurück. Hinterleitner sprach von einem „sehr bitteren Tag“, weil seine Mannschaft vieles richtig gemacht, sich für diesen Aufwand aber nicht belohnt habe. Besonders deutlich wurde seine Sicht mit einem Satz, der über dem ganzen Sonntagnachmittag stand: „Wir haben uns leider selber geschlagen.“ Noch einmal brachte er damit auf den Punkt, was ihm an diesem 0:1 am meisten missfiel. „Bis zum Sechzehner haben wir super gespielt. Wir dürfen die Partie eigentlich nicht verlieren“, sagte er. Nach elf Runden bleibt Haibach damit bei zehn Punkten auf Rang zwölf. Der Ansatz war aus Sicht des Trainers da, nun geht es für die Gastgeber darum, sich diese Leistungen endlich auch wieder mit Zählbarem zu belohnen.

1. Klasse Nord-West: Haibach : Lambrechten - 0:1 (0:1)

  • 9
    Sebastian Ecker 0:1