Spielberichte

„Das 1:0 war der Dosenöffner“ – SV Hellmonsödt spielt sich zum ersten Dreier

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SV Hellmonsödt
SPG Walding/Rottenegg

In der 1. Klasse Nord hat sich der SV Hellmonsödt gegen die SPG Walding/Rottenegg mit 3:0 durchgesetzt und damit endlich den ersten Dreier der Saison eingefahren. Für Sportchef Patrick Stummer war vor allem das 1:0 der entscheidende Moment. Danach bekam Hellmonsödt die Partie immer besser in den Griff, spielte befreiter auf und legte den verdienten Sieg mit zwei weiteren Treffern nach.

Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

Image by Sepp from Pixabay

Intensive Anfangsphase, dann der Dosenöffner

Die Partie begann aus Sicht der Gastgeber genau so, wie es Patrick Stummer erwartet hatte: mit viel Intensität und einer Phase, in der Hellmonsödt zunächst einmal ins Spiel finden musste. „Wir mussten ins Spiel finden, die Zweikämpfe gewinnen und defensiv nichts zulassen. Das haben wir sehr gut erledigt“, sagte der sportliche Leiter nach dem Schlusspfiff. Walding/Rottenegg war in dieser Anfangsphase laut Stummer ebenbürtig und kam auch zu ein oder zwei Möglichkeiten, ohne daraus Kapital zu schlagen. In der 20. Minute fiel dann jener Treffer, der für Hellmonsödt so wichtig werden sollte: Jürgen Enzenhofer brachte den SVH mit 1:0 in Führung. Stummer sprach von einem „unglaublich gut herausgespielten“ Tor und ordnete dessen Bedeutung klar ein: „Dieser Dosenöffner hat uns einfach befreit.“ Gerade nach der torlosen Durststrecke war diese Szene für Hellmonsödt mehr als nur eine Führung, sie brachte Sicherheit und merklich mehr Klarheit ins eigene Spiel.


Enzenhofer legt nach, Reisenberger setzt Schlusspunkt

Mit dem 1:0 im Rücken übernahm Hellmonsödt die Kontrolle immer deutlicher. Stummer hatte das Gefühl, dass seine Mannschaft den Gästen von diesem Moment an kaum noch Luft ließ. „Ab diesem Moment haben wir super Fußball gespielt. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt, Walding dominiert und nicht viele Chancen zugelassen“, sagte er. Zur Pause stand es 1:0, doch die Gastgeber blieben auch nach dem Seitenwechsel am Drücker. In der 55. Minute war es erneut Jürgen Enzenhofer, der auf 2:0 stellte und damit den Vorsprung ausbaute. Für Stummer war damit viel entschieden: „Mit dem 2:0 war der Deckel drauf.“ Ganz beendet war die Geschichte aber erst in der Nachspielzeit, als Felix Reisenberger mit dem 3:0 den Schlusspunkt setzte. Hellmonsödt hätte nach Einschätzung des sportlichen Leiters sogar noch ein weiteres Tor machen können, auch wenn er den Gästen ein ordentliches Spiel nicht absprach: „Walding hat das nicht schlecht gemacht, aber wir haben sie nach dem 1:0 nicht mehr ins Spiel kommen lassen und ihnen nichts mehr gegeben.“

Woche der Aussprache zahlt sich aus

Stummer machte nach dem Spiel keinen einzelnen Spieler zum Hauptthema, sondern stellte die mannschaftliche Geschlossenheit in den Vordergrund. Für ihn lag der Unterschied diesmal vor allem in der Haltung. „Unglaublich gut waren diesmal die Laufbereitschaft und der Einsatzwille. Elf Spieler auf dem Platz wollten diesen ersten Dreier unbedingt holen“, sagte er. Hellmonsödt habe endlich wieder genau das gezeigt, was in den vergangenen Wochen zu oft gefehlt habe: Entschlossenheit in den Zweikämpfen, Konzentration gegen den Ball und den klaren Willen, das Spiel unbedingt auf die eigene Seite zu ziehen. Besonders wichtig war für Stummer dabei auch die Arbeit unter der Woche. Nach nur drei Punkten und einer langen Durststrecke habe man sich intern zusammengesetzt. „Wir haben die Köpfe zusammengesteckt, uns in alle Richtungen hinterfragt, gemeinsam analysiert und uns die ganze Woche darauf fokussiert, alles reinzulegen“, erklärte er. Dass sich diese Reaktion nun unmittelbar in einem 3:0 niederschlug, wertete er als verdiente Belohnung für die Mannschaft und das Trainerteam.

Sieg, der Ruhe bringt und Selbstvertrauen geben soll

Dass am Freitagabend nicht über große Nebenschauplätze gesprochen werden musste, passte zum klaren Heimsieg. Auch die Leistung von Schiedsrichter Omar bewertete Stummer insgesamt ordentlich. „Vom Grundprinzip hat er das gut gemacht“, sagte er, merkte aber an, dass in der zweiten Halbzeit manche Situation aus seiner Sicht früher hätte abgepfiffen werden können, weil das Spiel dadurch noch intensiver wurde. Am Gesamteindruck änderte das für ihn jedoch nichts. Entscheidend blieb aus seiner Sicht die Art, wie der SV Hellmonsödt nach dem 1:0 auftrat und wie konsequent die Mannschaft danach weiterspielte. Für den Klub ist dieser Abend deshalb mehr als nur ein 3:0-Erfolg. Er beendet die Torflaute, bringt die ersten drei Punkte seit langer Zeit und bestätigt laut Stummer zugleich die Arbeit im Hintergrund. „Die Trainer leisten viel gute Arbeit und endlich sind wir mit dem ersten Dreier belohnt worden“, sagte er. Genau darum ging es bei diesem Heimsieg: nicht nur um das Ergebnis, sondern um das Gefühl, dass der SVH wieder seinen Fußball gezeigt hat.

1. Klasse Nord: Hellmonsödt : Walding/Rottenegg - 3:0 (1:0)

  • 93
    Felix Reisenberger 3:0
  • 55
    Jürgen Enzenhofer 2:0
  • 20
    Jürgen Enzenhofer 1:0