In der 1. Klasse Ost hat die Union Neuhofen/Krems das Derby gegen die Sportunion Wartberg/Krems mit 3:0 gewonnen und sich nach einer torlosen ersten Hälfte mit einer starken zweiten Halbzeit belohnt. Für Sektionsleiter Thomas Berhuber lag der Unterschied nicht in einem einzelnen Zufall, sondern in der Haltung seiner Mannschaft: „Kollektive Geschlossenheit und der unbedingte Wille, die drei Punkte in Neuhofen zu lassen.“

Image by Roshan Rajopadhyaya from Pixabay
Dass es zur Halbzeit noch 0:0 stand, änderte an der Sicht von Thomas Berhuber wenig. Für ihn war schon von Beginn an zu sehen, in welche Richtung diese Partie gehen sollte. „Ich glaube, dass wir über neunzig Minuten die bessere Mannschaft waren und in der zweiten Halbzeit die Chancen nutzen konnten, die wir in der ersten Halbzeit nicht verwertet haben“, sagte der Sektionsleiter nach dem Schlusspfiff. Genau darin lag der rote Faden dieses Nachmittags. Neuhofen hatte früh den Fokus auf die drei Punkte gelegt, spielte konzentriert und blieb in der Partie, auch wenn sich das auf der Anzeigetafel zunächst noch nicht niederschlug. Berhuber formulierte es deutlich: „Von Anfang an war klar erkennbar, dass die ganze Mannschaft den Fokus auf die drei Punkte gelegt hat. Einsatz, Leidenschaft und auch das Spielerische waren von der ersten Minute an da, und das hat sich über die gesamten neunzig Minuten durchgezogen.“
Was vor der Pause noch gefehlt hatte, holte Neuhofen unmittelbar nach dem Seitenwechsel nach. In der 46. Minute brachte Markus Pruckner die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und damit bekam die Partie sehr schnell jene Richtung, die sich bereits zuvor angedeutet hatte. Berhuber verwies in seiner Einordnung nicht nur auf den Abschluss selbst, sondern auf das Zusammenspiel davor: „Die Tore sind kurz nach der Halbzeit spielerisch gut herausgespielt worden und dann gut vollstreckt. Dabei muss man auch die Kollektivleistung der gesamten Mannschaft hervorheben.“ Das 2:0 durch Moritz Halva in der 58. Minute gab Neuhofen dann weiteres Gewicht. Die Mannschaft blieb am Drücker, ohne von ihrer Linie abzuweichen. Den Schlusspunkt setzte in der 89. Minute erneut Markus Pruckner, der mit seinem zweiten Treffer den 3:0-Endstand herstellte und einen Auftritt abrundete, der laut Berhuber über die gesamte Spielzeit stimmig war.
Zum Gegner fand Berhuber einen respektvollen, aber ebenso klaren Zugang. Er sah eine intensive Begegnung, in der Wartberg durchaus über das Spielerische Lösungen suchen wollte. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Neuhofen genau darauf vorbereitet war. „Wartberg wollte auch über das Spielerische ins Spiel kommen. Wir haben aber von Anfang an gute Mittel gehabt, um das zu verhindern und haben Wartberg eigentlich nicht in das Spiel kommen lassen“, erklärte er. Für ihn war das ein wesentlicher Punkt in dieser Partie, weil Neuhofen nicht nur selbst aktiv war, sondern dem Gegner auch wenig Raum für den eigenen Rhythmus ließ. Dazu passte, dass Berhuber auch die Rahmenbedingungen als sauber empfand. „Es war eine intensive, faire Partie und die Schiedsrichterleistung war sehr gut“, sagte er. Viele Diskussionen blieben damit aus, der Schwerpunkt lag klar auf dem Fußball und auf einer Heimmannschaft, die das Spiel über weite Strecken kontrollierte.
Für die Union Neuhofen war dieser 3:0-Erfolg deshalb mehr als nur ein Ergebnis. Berhuber stellte nach dem Spiel vor allem die mannschaftliche Haltung in den Vordergrund und sprach von einem Auftritt, der gerade mit Blick auf die vergangenen Wochen Gewicht hat. „Jeder wollte den Ball erobern, jeder wollte spielerische Akzente setzen“, sagte er und beschrieb damit den Ton, den die Gastgeber von Beginn an setzten. Gleichzeitig machte er klar, dass intern trotz des klaren Sieges niemand glaubt, schon am Ende der Entwicklung zu sein. „Es gibt natürlich noch sehr viele Möglichkeiten, wo wir uns verbessern können, aber gerade auch in Anbetracht der letzten Wochen war das eine wirklich sehr, sehr gute Leistung, auf die wir aufbauen wollen und auch in den kommenden beiden Spielen an diese Leistungen und an diese Ergebnisse anknüpfen wollen.“ Nach einem torlosen ersten Abschnitt blieb Neuhofen ruhig, legte nach der Pause zu und belohnte sich am Ende mit einem klaren Derby-Heimsieg.