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„Uns fehlt über 90 Minuten die Konstanz“ – TUS Kremsmünster verliert gegen Ried/Traunkreis

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TUS Kremsmünster
Union Ried/Traunkreis

In der 1. Klasse Ost hat der TUS Kremsmünster gegen die Union Ried/Traunkreis nach einem 0:0 zur Pause mit 2:3 verloren. Aus Sicht von Neo-Trainer Markus Messing war das Ergebnis zu knapp, weil seine Mannschaft über weite Strecken mehr vom Spiel hatte, sich für den Aufwand aber wieder nicht belohnte. Entscheidend waren für ihn individuelle Fehler, auf die Ried konsequent wartete.

Ball auf Rasen

Foto von Michael Wright auf Unsplash

Nach der Pause kippt Partie

Bis zur Halbzeit war noch nichts gefallen. Das 0:0 nach 45 Minuten passte zu einer Partie, in der Kremsmünster nach Einschätzung von Messing über neunzig Minuten die bessere Mannschaft war, während die Gäste sehr gut verteidigten und auf Konter warteten. Genau daraus kippte das Spiel nach der Pause. In der 58. Minute brachte Andreas Österreicher Ried 1:0 in Führung, fünf Minuten später legte derselbe Spieler das 2:0 nach, ehe Leon Covic in der 66. Minute auf 3:0 stellte. Messing sprach beim ersten Gegentor von „einer Kettenreaktion von individuellen Fehlern“, beim zweiten habe man „nicht kompakt gestanden“ und den Gegner „frei schießen lassen“, beim Dritten sei seine Mannschaft „in einen Konter gelaufen“. Ganz beendet war die Partie damit aber nicht. Noah Thaler verkürzte in der 81. Minute auf 1:3 und traf zwei Minuten später noch einmal zum 2:3. Für Messing war das Resultat deshalb „vielleicht schmeichelhaft für Ried“, weil er meinte: „Ein 3:3 hätten wir uns verdient.“


Vieles passt, aber Konstanz fehlt

Der Trainer machte nach dem Spiel deutlich, dass er die Niederlage nicht als kompletten Rückschritt einordnet. „Es hat sehr vieles nach Wunsch funktioniert“, sagte Messing, und genau das macht die Partie aus seiner Sicht so ärgerlich. Kremsmünster habe in den vergangenen Wochen immer wieder gezeigt, dass es mithalten kann. Er verwies dabei auf Auftritte gegen Neuhofen, Vorwärts und Sierning, in denen sein Team kämpferisch, läuferisch und bei den taktischen Vorgaben gut gearbeitet habe. Was aktuell fehle, sei nicht die Qualität, sondern die Stabilität über die ganze Distanz. „Uns fehlt über neunzig Minuten die Konstanz“, sagte der TUS-Coach. Für ihn hängt das eng mit dem Selbstvertrauen zusammen. „Ich glaube, es liegt am Selbstvertrauen. Wir legen uns oft den Druck auf, die Angst vor dem Verlieren“, erklärte Messing. Schon kleine Abstimmungsprobleme würden reichen, um den Faden zu verlieren, und genau das sei auch diesmal wieder passiert.

Ried bestraft Fehler, Kremsmünster hält am Weg fest

Über den Gegner sprach Messing trotz der Enttäuschung respektvoll. Er gratulierte der Union Ried zum Sieg und verwies darauf, dass die Gäste nach seinem Wissen auch auf den einen oder anderen angeschlagenen Spieler verzichten mussten. Den großen Unterschied sah er trotzdem nicht in einer klar besseren fußballerischen Leistung. „Sie haben nicht sehr viel besser gemacht“, sagte er, „sie waren vielleicht überzeugter, das Spiel gewinnen zu können oder zumindest einen Punkt mitzunehmen.“ Aus seiner Sicht war genau das einer der entscheidenden Punkte: Ried nutzte die Situationen, die sich boten, während der TUS Kremsmünster vorne das nötige Glück fehlte, obwohl laut Messing vor allem in der ersten Halbzeit mehr Chancen da waren als beim Gegner. Den Schiedsrichter wollte der Trainer ausdrücklich nicht zum Thema machen. „Referee Schlesinger war kein Thema. Wir haben nicht durch ihn verloren“, stellte er klar. Stattdessen richtete er den Blick schon wieder nach vorne. Der Kader sei gut, die Mannschaft intakt, und gerade wegen der starken Trainingsbeteiligung und des sichtbaren Willens sei er überzeugt, „dass die Mannschaft im Frühjahr mehr Punkte macht“.

1. Klasse Ost: Kremsmünster : Union Ried/Traunkreis - 2:3 (0:0)

  • 83
    Noah Thaler 2:3
  • 81
    Noah Thaler 1:3
  • 66
    Leon Covic 0:3
  • 63
    Andreas Österreicher 0:2
  • 58
    Andreas Österreicher 0:1