In der 1. Klasse Süd-West hat UFC Lasco Lochen das letzte Spiel vor der Winterpause gegen TSU Mitterbauer Handenberg mit 4:0 gewonnen. Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase stellte Lochen die Weichen schon vor der Pause auf Sieg. Trainer Peter Richter nannte die Rote Karte gegen die Gäste als Schlüsselmoment: „Danach hatte der Gegner nicht mehr viele Ideen“, sagte er nach einem Erfolg, der aus seiner Sicht auch höher hätte ausfallen können.

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Richter sah einen Beginn, in dem seine Mannschaft zunächst noch keinen richtigen Zugriff bekam. „Die ersten zwanzig Minuten waren recht ausgeglichen“, sagte der Trainer, der seine Elf in dieser Phase „wieder nicht gut im Spiel“ sah. Mit dem 1:0 in der 28. Minute bekam die Partie dann aber eine andere Richtung. Franz Pär brachte Lochen in Führung, und nur wenige Minuten später folgte der Ausschluss bei den Gästen. Genau diesen Moment hob Richter nach der Partie als entscheidend hervor. „Entscheidend war die rote Karte. Danach hatte der Gegner nicht mehr viele Ideen und auch keine großen Möglichkeiten mehr, das Spiel zu drehen“, erklärte er. Dass Julian Maislinger in der 39. Minute noch vor der Pause auf 2:0 stellte, machte die Sache aus Sicht des Lochener Trainers schon früh sehr klar. „Dadurch war das eigentlich relativ frühzeitig entschieden, das Spiel“, sagte Richter.
Bei den Toren konnte Richter ziemlich genau benennen, was seiner Mannschaft gelungen ist. Vor dem 1:0 wurde die rechte Seite gut eingebunden. Andreas Kirchsteiger legte danach zur Mitte, wo Franz Pär vollstreckte und Lochen damit erstmals in Führung brachte. Auch das 2:0 fiel aus Sicht des Trainers nicht zufällig, sondern aus einer wachen Aktion heraus. Julian Maislinger nahm einem Gegenspieler den Ball ab, ging Richtung Tor und schloss erfolgreich ab. Nach der Pause blieb Lochen das aktivere Team und legte in der 64. Minute nach. Thomas Geier traf zum 3:0, nachdem der Angriff laut Richter „von hinten durchs ganze Mittelfeld“ lief, Geier einen Doppelpass mit Andreas Kirchsteiger spielte und anschließend vollendete. Mit dem Schlusspfiff fiel schließlich noch das 4:0. Daniel Berner brachte eine Flanke von links zur Mitte, Geier köpfte ins lange Eck und schnürte damit seinen Doppelpack.
So klar das Ergebnis am Ende auch ausfiel, ganz ohne Kritik wollte Richter die eigene Leistung nicht stehen lassen. Ihm gefiel, dass seine Mannschaft nach dem verhaltenen Start immer besser in die Partie kam und insgesamt wenig zuließ. „Wir haben relativ wenig zugelassen“, sagte er, und genau das war für ihn eine wichtige Grundlage für diesen deutlichen Heimsieg. Gleichzeitig sah er im Offensivspiel trotz vier Treffern noch Reserven. „Wir haben uns richtig reingebissen, haben teilweise gut kombiniert, haben aber hinten raus auch die Bälle nicht gut zu Ende gespielt“, erklärte der Trainer. Gerade dort, wo Lochen schon in gute Situationen gekommen war, hätte seine Mannschaft noch sauberer und klarer abschließen können. „Wir hätten einige Sachen viel besser noch vollenden können“, sagte Richter. Dass es trotzdem zu einem verdienten 4:0 reichte, passte für ihn zum Gesamtbild. „Im Endeffekt war das auch in der Höhe ein verdienter Sieg.“ Dazu kam für den Coach noch ein anderer Punkt, der ihm wichtig war: „Die Mannschaft wollte unbedingt noch einen Sieg rausholen und mit einem guten Gefühl ins neue Jahr gehen.“
Auch den Gegner ordnete Richter nach dem Schlusspfiff ausführlich ein, und dabei wurde deutlich, dass ihn die Vorstellung von Handenberg in dieser Form durchaus überrascht hat. „Individuell ist Handenberg sicher eine der besseren Mannschaften der Liga“, sagte der Lochener Trainer. Gerade deshalb habe er mehr Gegenwehr erwartet. Sein Eindruck war aber, dass die Gäste ihre Qualität diesmal nicht gemeinsam auf den Platz brachten. „Sie haben es halt nicht als Mannschaft, im Kollektiv, dargestellt“, meinte Richter. Wenn man sie spielen lasse, könnten sie ordentlich kombinieren, aber genau dieses geschlossene Auftreten habe er diesmal vermisst. „So hätte ich sie nicht erwartet“, sagte er deutlich. Auch bei der Roten Karte wollte Richter keine große Zusatzgeschichte aufmachen. Er sprach von einer Tatsachenentscheidung und sagte: „Der Schiedsrichter trifft die Entscheidung, der hat nur einen Blickmoment.“ Für Lochen zählt damit vor allem das Ergebnis. Nach 13 Runden stehen die Lochener mit 26 Punkten auf Rang zwei und verabschieden sich mit einem klaren Heimsieg aus dem Herbst.