1. Klasse Süd

„Im Frühjahr haben wir gezeigt, was in unserer Mannschaft steckt“ – SV Ebensee zieht eine positive Saisonbilanz

SV Ebensee 1922

In der 1. Klasse Süd hat SV DAXNER Immobilien Ebensee 1922 eine starke zweite Saisonhälfte hingelegt und die Saison auf Platz drei beendet. Sportlicher Leiter Rudolf Hackl blickt deshalb mit klaren Worten zurück: „Im Frühjahr haben wir sehr gut gespielt und gezeigt, was in unserer Mannschaft steckt.“ Genau dieses deutlich bessere Auftreten sieht er als Hauptgrund dafür, dass Ebensee nach einem durchwachsenen Herbst noch weit nach vorne gekommen ist.

Bällesack

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Vom Mittelfeld bis auf Rang drei

Der Blick auf den Saisonverlauf passt genau zu dem, was Hackl im Rückblick anspricht. Nach 16 Runden lag Ebensee noch auf Rang acht, in der zweiten Saisonhälfte ging es dann aber Schritt für Schritt nach oben. Ab Runde 17 stand die Mannschaft bereits auf Platz fünf, ab Runde 20 hielt sie Rang drei bis zum Schluss. Hackl formuliert den Grund dafür sehr klar: „Grundsätzlich war das gesamte Auftreten der Mannschaft um ein Vielfaches besser als im Herbst.“ Für ihn war also nicht ein einzelner Ausschlag entscheidend, sondern das Gesamtbild. Dazu passt auch seine zweite zentrale Aussage: „Mit dem besseren Zusammenspiel waren dann auch die Ergebnisse dementsprechend positiv.“ Gerade die letzten Wochen geben dieser Einschätzung zusätzlich Gewicht. Auf ein 2:2 gegen den UFC Attergau folgten ein 8:3 gegen den ATSV Lenzing und ein 4:2 gegen SV Roitham, ehe es gegen SV Scharnstein eine 0:3-Niederlage setzte. Zum Abschluss gelang dann noch ein 4:1 gegen Meister SV St. Wolfgang. Diese Serie zeigt ziemlich deutlich, warum Ebensee am Ende ganz vorne dabei war.

Kaderplanung: mehrere Änderungen, aber der Fokus bleibt auf der Mannschaft

Hackl hebt in seiner Analyse bewusst nicht einzelne Akteure hervor, sondern den geschlossenen Auftritt der ganzen Gruppe. „Grundsätzlich will ich keinen besonderen Spieler herausheben“, sagt der sportliche Leiter, und genau diese Linie zieht sich auch durch seine Einordnung der vergangenen Monate. Der Aufschwung soll also nicht an einem Namen festgemacht werden, sondern an einer besseren gemeinsamen Leistung. Gleichzeitig wird am Kader gearbeitet. Auf der Abgangsseite gibt es laut Hackl Veränderungen in der Defensive, im Tor und im zentralen Mittelfeld. Auch Trainer Stefan Neuböck beendet seine Trainerlaufbahn beim SV Ebensee. Er möchte sich nach aufregenden Jahren beim SV Ebensee jetzt aber voll und ganz der Familie widmen. Bei den Neuzugängen nannte er mehrere neue Optionen für unterschiedliche Bereiche: „Willi Ringer ist Tormann und kommt von Aurach“, sagt Hackl. Dazu kommt Musa Dieng vom ASKÖ Ebensee, den er im Mittelfeld auf der Seite oder zentral einordnet. Außerdem stößt ein Spieler aus der Wiener Liga dazu, der laut Hackl als Sechser, Achter oder Zehner eingesetzt werden kann. Auch im Trainerteam gibt es eine klare Aufstellung: Ivica Sirocic übernimmt gemeinsam mit Co-Trainer Gökhan Sengül die Arbeit bei der Kampfmannschaft.

Ein Ausfall tut weh, der Meister bleibt der Maßstab

Ganz ohne Sorgen geht Ebensee allerdings nicht in die nächste Phase. Mit Nico Diesenberger fehlt ein verletzter Spieler längerfristig. Hackl berichtet: „Er hat sich die Schulter gebrochen und ist auf dem Weg der Besserung, fällt aber auf alle Fälle einmal eine halbe Saison aus.“ Das ist gerade deshalb ein Punkt, den man in Ebensee mitdenken muss, weil nach einer starken zweiten Saisonhälfte nun auch die nächste Entwicklung abgesichert werden soll. Auffällig ist außerdem, welchen Maßstab Hackl in der Liga nennt. Besonders beeindruckt hat ihn Meister St. Wolfgang. „Am meisten beeindruckt hat mich St. Wolfgang aufgrund seiner Spielweise und der Konstanz, die der Aufsteiger an den Tag gelegt hat. Sie haben den Meistertitel verdient geholt“, sagt er. Auch das ist eine recht klare Einordnung. Ebensee hat sich mit dem dritten Platz stark verbessert, der Titelträger war für Hackl aber das konstanteste Team der Liga. Für den eigenen Verein lässt sich daraus trotzdem eine deutliche Linie ableiten: Wenn das Frühjahr mit diesem mannschaftlichen Auftreten der Maßstab bleibt, hat Ebensee eine stabile Basis für die kommende Saison gelegt.