In der 1. Klasse Süd hat sich Union Gampern im Derby gegen SPG ATSV Zipf/UVB mit einem 1:1 in die Winterpause verabschiedet. Nach dem 0:1 durch Christian Brandl fand Gampern noch vor der Pause die passende Antwort, David Samuel Durchner glich aus. Trainer Günther Pfarl sprach danach von einem engagierten Auftritt und meinte sogar: „Wir hätten heute den ersten Sieg vor den Füßen gehabt.“

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Pfarl sah zunächst ein Derby, das sich erst einmal auf Augenhöhe entwickelte. „Am Anfang war es schon sehr ausgeglichen“, sagte der Trainer, der vor allem mit dem Einstieg seiner Mannschaft zufrieden war. Nach den letzten Wochen sei es wichtig gewesen, diesmal nicht gleich früh in Rückstand zu geraten. „Gott sei Dank haben wir es nicht in den ersten vier Minuten bekommen“, sagte er. Ganz ohne Gegentor blieb Gampern aber auch diesmal nicht. In der 23. Minute brachte Christian Brandl die Gäste mit 1:0 in Führung. Pfarl machte bei der Entstehung einen klaren Punkt aus: „Wieder ein hoher Ball, wo wir einfach nicht aggressiv genug draufgegangen sind.“ Entscheidend war aus Gamperner Sicht dann aber, dass die Antwort noch vor der Pause kam. In der 35. Minute stellte David Samuel Durchner auf 1:1. Pfarl sprach von „einem super Spielzug“ und davon, dass seine Mannschaft diese Aktion „wirklich stark gemacht“ habe.
Was dem Coach besonders gefiel, war weniger ein einzelner Moment als die ganze Art, wie seine Mannschaft die Partie annahm. „Wir waren diszipliniert, wir waren kompakt, wir haben das Feld wirklich zusammengeschoben“, sagte Pfarl. Gerade in einem Derby sei das die Basis, um im Spiel zu bleiben, und genau diesen Eindruck habe Gampern über weite Strecken vermittelt. Der Trainer sprach sogar davon, dass sich seine Mannschaft im Lauf der Partie ein Chancenplus erarbeitet habe. Dazu passte auch seine Einschätzung, dass durchaus mehr drin gewesen wäre. „Normalerweise müssten wir heute drei Punkte mitnehmen“, sagte Pfarl. Nach Wiederbeginn gab es in Minute 46 zwar auch ein Ausschluss aufseiten von Zipf/UVB gegen Matthias Baumann - Rott, Pfarl wollte das Remis aber nicht allein daran festmachen. Viel wichtiger war ihm, dass seine Mannschaft stabil blieb und die Partie nicht mehr aus der Hand gab.
Dass es am Ende nur bei einem Punkt blieb, erklärte Pfarl vor allem mit fehlender letzter Durchschlagskraft und dem nötigen Quäntchen Glück. „Die Durchschlagkraft war nicht ganz zu hundert Prozent da“, sagte er, ohne seine Mannschaft deshalb hart zu kritisieren. Im Gegenteil: Der Gampern-Coach verwies auf zwei weitere Treffer, die wegen Abseits nicht zählten. „Da hätten wir 2:1, 3:1 machen müssen, aber da war halt leider abseits“, sagte er. Dazu kam laut Pfarl um die 60. Minute ein Flutlichtausfall, nach dem seine Mannschaft erst wieder in den Rhythmus finden musste. „Da haben wir fünf Minuten gebraucht, bis wir wieder reingekommen sind“, erklärte er. Trotzdem blieb bei ihm der Eindruck hängen, dass seine Elf am Drücker war. „Wir haben nachher dann das Chancenplus auf unsere Seite geholt“, sagte Pfarl. Gerade deshalb fühlte sich das 1:1 aus seiner Sicht eher nach zwei verlorenen als nach einem gewonnenen Punkt an.
Trotzdem war nach dem Schlusspfiff klar, dass dieser Auftritt in Gampern mehr Hoffnung als Frust hinterließ. Pfarl hob das Engagement seiner Mannschaft mehrfach hervor und sprach seiner Elf ein deutliches Lob aus. „Die Burschen kämpfen, sie geben Gas, sie wollen“, sagte er, und an anderer Stelle legte er nach: „Meine Burschen waren wirklich sehr engagiert und haben Vollgas gegeben und alles rausgehaut, was gegangen ist.“ Für den Trainer war das einer der wichtigsten Punkte an diesem Abend, weil er darin auch etwas für die kommenden Wochen sieht. „Die Mannschaft ist intakt“, betonte er, und genau das stimme ihn „sehr positiv“ für die Rückrunde. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters war Pfarl einverstanden: „Der Schiedsrichter war für mich sehr, sehr gut.“ So bleibt für Gampern vor der Winterpause ein Remis, das zwar nicht den ersehnten ersten Sieg brachte, dem Tabellenletzten aber das Gefühl gibt, wieder näher dran zu sein.