In der 2. Klasse Mitte-West feierten die ASKÖ Ohlsdorf Juniors gegen den ATSV Stadl-Paura einen klaren 6:0-Heimsieg. Die Partie war früh entschieden, ein Doppelschlag in den ersten Minuten nahm die Spannung raus. Kevin Saidov erzielte einen Hattrick, David Tokic traf doppelt, Michael Haderer legte nach. Trainer Alexander Magiera freute sich über den deutlichen Erfolg, blieb aber kritisch: „Wir haben uns zu sehr der Spielweise des Gegners angepasst.“ Unterm Strich stand ein souveräner Auftritt ohne große Aufreger.

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Ohlsdorf legte los wie die Feuerwehr und hatte den Ball früh im Netz: Nach fünf Minuten stellte Kevin Saidov auf 1:0, nur vier Zeigerumdrehungen später erhöhte David Tokic auf 2:0. „Die ersten zwei Tore gleich am Anfang waren wichtig“, meinte Alexander Magiera. Die Juniors blieben dran und trafen in Minute 18 erneut durch Saidov – 3:0, das war auch der Pausenstand. Stadl-Paura fand kaum Mittel, um das Ohlsdorfer Tempo zu bremsen, echte Entlastung blieb selten. Nach der Pause änderte sich am Bild wenig: Tokic machte in Minute 59 das 4:0, Michael Haderer legte in der 81. Minute das 5:0 nach. Den Schlusspunkt setzte wieder Saidov in der Nachspielzeit (90+1) zum 6:0.
Der Ohlsdorfer Trainer wirkte nach dem Schlusspfiff zufrieden, aber nicht euphorisch. „Es war ein klarer, deutlicher Sieg für uns. Nimmt man mit“, sagte Alexander Magiera. Gleichzeitig störte ihn, dass seine Elf sich dem Gegner zu sehr anpasste: „Wir haben uns zu sehr der Spielweise des Gegners angepasst, das habe ich nicht gut gefunden.“ Einen einzelnen Knackpunkt wollte er nicht herausheben: „Einen wichtigsten Moment gab es nicht.“ Inhaltlich blieb er bei einer nüchternen Analyse: „Der Gegner hat sich mit unserem Tempo schwergetan und unsere Lochpässe nicht verteidigt. Er hat uns viel Platz auf den Seiten gelassen.“ Und weil vorne viel gelang, durfte es aus seiner Sicht sogar noch höher ausfallen: „Sechs sind viel, es wäre auch noch mehr gegangen.“ Gefährlich wurde Stadl-Paura „ein-, zweimal“, insgesamt sei es „summa summarum: kein spannendes Spiel“ gewesen.
Ein Detail hob Magiera dann doch ausdrücklich hervor – und das hatte mit Einsatz und Teamgeist zu tun: „Super Leistung von unserem Tormann Holzinger Markus, der normalerweise Stürmer ist in der Kampfmannschaft.“ Auch der Rahmen passte: „Der Schiedsrichter war gut, es war sehr unspektakulär“, so Magiera über einen insgesamt fairen Nachmittag ohne große Diskussionen. Der Blick auf die Tabelle unterstreicht den Auftritt: Ohlsdorf hält nach der 23. Runde bei 34 Punkten und behauptet Rang acht. Stadl-Paura bleibt mit einem Zähler am Tabellenende. Für die Juniors bedeutet das 6:0 Rückenwind, auch wenn der Trainer trotz Schützenfest klare Hausaufgaben sieht: mehr das eigene Spiel durchziehen, sich weniger dem Gegner anpassen – die Tore dürfen dann gern wieder so zuverlässig fallen wie an diesem Tag.