In der 2. Klasse Mitte-West traf der ATSV Kohlgrube/Wolfsegg auf Union Meggenhofen – am Ende stand ein klares 2:5. Ein früher Doppelschlag nach Fehlern der Heimelf legte den Grundstein, danach entschieden die Gäste die Partie mit eiskalten Kontern und großer Effizienz. Valentin Oberndorfer schnürte einen Dreierpack, für Kohlgrube traf Marcel Ebner doppelt. Meggenhofens Sportlicher Leiter Markus Rader sprach von einem starken Auftritt seiner Mannschaft – und von einem Auswärtssieg, der auch ein wenig Glück beinhaltete.

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Meggenhofen erwischte den Traumstart. Bereits in Minute 6 brachte Noah Josef Oberndorfer die Gäste 1:0 mit einem direkten Eckball in Front, nur zwei Minuten später legte Valentin Oberndorfer zum 0:2 nach. Markus Rader ordnete den Beginn klar ein: „Wir haben die Fehler am Anfang eiskalt ausgenutzt und waren schnell 2:0 vorne.“ Kohlgrube schüttelte sich, blieb mutig und kam durch Marcel Ebner in der 13. Minute zum 1:2-Anschluss. „Kohlgrube hat nicht aufgegeben, ist gefährlich geblieben und hat sich verdient auf 2:1 herangekämpft“, sagte Rader. Doch Meggenhofen fand postwendend die richtige Antwort: Daniel Sarossy stellte in der 24. Minute nach einem missglückten Abwehrversuch das 1:3 her, mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. „Wir konnten vor der Halbzeit noch mal nachlegen – das war wichtig für die Ruhe im Spiel“, so Rader.
Nach dem Seitenwechsel blieb Kohlgrube bemüht nach vorne, öffnete dabei aber Räume. Genau dort setzte Meggenhofen an. Rader brachte den Matchplan auf den Punkt: „Vor allem das Konterspiel hat heute funktioniert. Im Aufbau waren wir nicht so spielfreudig, aber mit weiten Bällen sind wir immer wieder gefährlich geworden.“ Die entscheidenden Momente beschrieb er detailliert: „Beim 1:0 war’s ein direkter Eckball, beim 2:0 konnte der Tormann den Ball nicht festhalten, unser Stürmer hat ins leere Tor eingeschoben. Das 2:1 war stark über die Seite vorbereitet und per Kopf verwertet. Danach haben wir wieder eiskalt zugeschlagen, die späten Treffer waren Konter, die Valentin sauber fertiggemacht hat.“ Genau so fiel in der 78. Minute das 1:4 und in der 89. das 1:5 – beide Male verwertete Valentin Oberndorfer mit kühlem Kopf. Kohlgrube stemmte sich bis zum Schluss und kam in Minute 90 durch Marcel Ebner noch zum 2:5, am klaren Auswärtssieg änderte das aber nichts. „Entscheidend waren die schnelle 2:0-Führung nach Abwehrfehlern und unsere Kaltschnäuzigkeit, speziell am Schluss“, betonte Rader.
Bei allem Jubel fand Markus Rader auch anerkennende Worte für den Gegner. „Kohlgrube ist eine junge Mannschaft mit Potenzial, die sich heute leider durch Eigenfehler um ein besseres Ergebnis gebracht hat. Wir gehen als glücklicher Sieger vom Platz“, sagte der Sportchef. Gleichzeitig hob er seinen Unterschiedsspieler hervor: „Besonders hervorheben möchte ich Valentin Oberndorfer, der seine starke Form bestätigt und mit seinen Toren wesentlich beigetragen hat.“ Mit dem Dreier hält Meggenhofen nach 24 Runden nun bei 40 Punkten und festigt Rang fünf, Kohlgrube bleibt mit 34 Zählern Siebenter. Rückenwind gibt’s zudem aus der Breite: „In der 1B haben wir heute den Meistertitel fixiert. Das freut mich besonders, weil dort viele junge Burschen zum Zug kommen – ein starkes Signal für die Zukunft“, so Rader. Für Meggenhofen heißt das: Selbstvertrauen tanken, die Konterstärke beibehalten – und die letzten Runden mit dieser Effizienz zu Ende spielen.