Spielberichte

„Wenn du die Tore nicht machst, bekommst du sie“ – Meggenhofen lässt den Auswärtssieg in Hofkirchen liegen

Union Hofkirchen/Trattnach
U. Meggenhofen

In der 2. Klasse Mitte-West trennten sich die Union Linseder Hofkirchen an der Trattnach und die Union Meggenhofen 2:2. Nach einer starken ersten Hälfte der Hausherren und einer deutlichen Steigerung der Gäste nach der Pause wog das Spiel hin und her. Meggenhofen drehte das 0:1 in ein 2:1, kassierte aber kurz nach einer Hofkirchener Roten Karte noch den Ausgleich. Sportlicher Leiter Markus Rader sah „eine sehr schwache erste Halbzeit“ seiner Elf – und am Ende „ein gerechtes Remis“, das sich trotzdem wie eine verpasste Chance anfühlte.

Nahaufnahme Flutlichtmast

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Hofkirchen legt zur Pause vor – Meggenhofen tut sich schwer

Die ersten 45 Minuten gehörten den Hausherren. Markus Rader brachte es gleich zu Beginn auf den Punkt: „Hofkirchen war in der ersten Halbzeit besser. Sie waren aktiver, viel bissiger und wir hatten große Probleme, ins Spiel zu kommen.“ Die Gastgeber suchten immer wieder den Weg hinter die Kette – genau das, was Rader auch ansprach: „Es waren viele gute Aktionen der Hofkirchener, oft besser hinter die Abwehr gespielt.“ Die Führung fiel in Minute 38, als Moritz Peham zum 1:0 traf. „Das war ein wunderschönes Tor“, sagte Rader anerkennend. Mit diesem knappen, aber verdienten Vorsprung ging es in die Kabinen, Meggenhofen musste sich neu sortieren und Antworten finden.

Starke Reaktion nach der Pause – Berghammer und Kaser drehen die Partie

Aus der Pause kam Meggenhofen wie ausgewechselt. „Gut funktioniert hat auf alle Fälle das Teamgefüge. Die Mannschaft ist geschlossen und sehr aktiv aufgetreten. Die Einstellung hat dann gepasst, was in der ersten Halbzeit nicht gepasst hat“, erklärte Rader. Der Lohn folgte prompt: In der 54. Minute traf Jakob Berghammer frei vor dem Torhüter zum 1:1 – „eine Eins-gegen-eins-Situation, die wir erfolgreich gelöst haben“, so Rader. Die Gäste blieben am Drücker und belohnten sich erneut: In Minute 68 stellte Stefan Kaser auf 1:2. „Wir haben verdient den Ausgleich gemacht, auf weitere Tore gedrängt und dann auch das 2:1 erzielt“, beschrieb Rader die stärkste Phase seines Teams. Chancen auf das 3:1, „eine kleine Vorentscheidung“, waren da – „Möglichkeiten davor und danach“, wie Rader betonte –, doch der entscheidende Treffer wollte nicht fallen.

Rote Karte, schneller Ausgleich – und eine ehrliche Einordnung

Die Schlussphase hatte es in sich. In Minute 80 sah Hofkirchens Andreas Moser Rot. Rader blieb bei der Bewertung der gesamten Leitung des Unparteiischen sachlich: „Die Schiedsrichterleistung war grundsätzlich gut. Es gab einige hitzige beziehungsweise überharte Aktionen, die auch entsprechend geahndet wurden. Es gab eine unnötige rote Karte, die man geben kann, aber nicht muss.“ Paradox aus Gästesicht: Nur eine Minute später traf Tobias Greinecker zum 2:2 (81.) – „eigentlich aus dem Nichts“, wie Rader es formulierte. Warum es beim Remis blieb, erklärte er ohne Ausreden: „Wir hatten sehr gute Chancen auf weitere Tore. Die Einschussmöglichkeiten blieben ungenutzt, einmal war die Stange im Weg oder der Gegner konnte klären. Wenn du die Tore nicht machst, bekommst du sie.“ Trotz des späten Dämpfers konnte Rader dem Punkt etwas abgewinnen: „Unterm Strich ist das Ergebnis gerechtfertigt, obwohl wir zum Schluss näher am Sieg waren.“ Für Meggenhofen, das in der Tabelle mit 44 Punkten auf Rang fünf hält, bleibt die Erkenntnis einer starken zweiten Hälfte.

2. Klasse Mitte-West: Union Hofkirchen : Meggenhofen - 2:2 (1:0)

  • 81
    Tobias Greinecker 2:2
  • 68
    Stefan Kaser 1:2
  • 54
    Jakob Berghammer 1:1
  • 38
    Moritz Peham 1:0