Zwischen Union Unterweißenbach und SPG Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau entwickelte sich in der 2. Klasse Nord-Mitte ein intensiver Abend, der im 2:2 mündete: Sektionsleiter Hubert Nötstaller zieht eine differenzierte Bilanz – starke erste Hälfte der Hausherren, wachsende Dominanz der Gäste nach der Pause, auffällige Torhüterleistungen und ein spätes Elfer-Drama. In seinen Aussagen schwingen Zufriedenheit über den Punkt und spürbarer Respekt vor dem Gegner gleichermaßen mit.

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Unterweißenbach setzte früh die Akzente und nutzte die Überlegenheit vor der Pause: Lukas Berger brachte die Hausherren in Minute 21 mit 1:0 in Front, ehe Fabian Hackl in Minute 44 noch vor dem Halbzeitpfiff ausglich. Nach dem Seitenwechsel kippte die Statik: Armin Herzog drehte die Partie in Minute 77 aus Sicht der Union auf 1:2, doch in der Schlussphase sicherte Marcel Lindner in Minute 89 das 2:2. Nötstaller ordnete ein: „In der ersten Halbzeit waren wir klarer am Drücker und öfter am Ball. Nach der Pause war die Spielgemeinschaft über weite Strecken die bestimmende Mannschaft und hatte mehr Ballbesitz.“ Taktisch fühlte sich Unterweißenbach zunächst im Plan, ehe der Ausgleich vor der Pause Wirkung zeigte: „Wir haben vor der Pause vieles von den Vorgaben unseres Headcoaches umgesetzt. Das Tor kurz vor der Pause hat uns durchgerüttelt, danach konnten wir nicht mehr nachlegen – da war die Spielgemeinschaft deutlich überlegen.“
Die Torhüter drückten dem Spiel spürbar ihren Stempel auf. Nötstaller hob beide Keeper hervor: „Man hat gesehen, dass beide Tormänner top drauf waren. In der ersten Halbzeit hatten wir die besseren Chancen, die Michael Schöfer bravourös entschärfte. Nach der Pause waren die Gäste spielbestimmender – und unser Florian Moser hielt mit starken Paraden das 2:2 fest.“ Schöfer glänzte vor der Pause mehrfach, während Moser in der heißen Schlussphase entscheidend zupackte. Die dramatischste Szene blieb ein Strafstoß in Minute 95, den die Gäste vergaben – ein Moment, der den Punktgewinn der Heimischen endgültig absicherte.
Auch in der Gesamtbewertung blieb Nötstaller bei einer klaren Linie und würdigte die Entschlossenheit der Gäste: „Die gegnerische Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft und wollte aufgrund der zweiten Halbzeit den Sieg vielleicht mehr – sie waren ihm auch näher.“ Personalfragen bereiten der Union derzeit keine Sorgen: „Gott sei Dank sind wir momentan relativ verletzungsfrei. Wir wollen unseren kommenden, durchaus schweren Gegnern Paroli bieten.“ Ein besonderes Lob ging an die Unparteiischen: „Wir waren glücklich über die Dreierbesetzung. Das Schiedsrichterteam war sehr fair, es gab keine großen Diskussionen – die Leistung war wirklich sehr gut.“ Nach einem intensiven Schlagabtausch bleibt so das Gefühl, einen verdienten Zähler mitgenommen zu haben – und die Aussicht, mit Stabilität und Disziplin den nächsten Aufgaben entschlossen entgegenzutreten.