In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die Sportunion Greisinger Münzbach das Derby gegen Union Arbing mit 3:1 gewonnen und bleibt damit vor der Winterpause in der Spitzengruppe. Trainer Martin Lindtner sah zunächst eine offene erste Hälfte, in der seine Mannschaft zwar mehr Ballbesitz und mehr Aktionen hatte, den entscheidenden Schritt aber erst nach der Pause setzte. Vor allem das 2:0 war für ihn jener Moment, der den Nachmittag endgültig in Münzbacher Richtung lenkte.

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Schon vor dem Anpfiff war für Münzbach einiges mit diesem Derby verbunden. Lindtner sprach von mehreren Vorgaben, die seine Mannschaft an diesem Spieltag noch erfüllen wollte. „Wir hatten heute einige Ziele, die wir noch erreichen wollten. Dass wir gewinnen, zu Hause ungeschlagen bleiben, vorne in der Tabelle dabei bleiben und natürlich den Derbysieg holen“, sagte der Trainer. Diese Ausgangslage war dem Auftritt seiner Mannschaft auch anzumerken. Lindtner beschrieb die erste Halbzeit zwar als offen, sah seine Elf mit dem Ball aber leicht im Vorteil. In Minute 22 schlug sich das erstmals auch auf der Anzeigetafel nieder: Nach einem gut gespielten Pass auf die rechte Seite brachte Ziad Abdulsalam den Ball zur Mitte, wo Matyas Bita das 1:0 für die Gastgeber erzielte.
Mit der Führung war das Derby aus Sicht des Münzbacher Trainers noch nicht entschieden. Im Gegenteil: Lindtner machte deutlich, dass diese Partie in der ersten Hälfte noch auf Messers Schneide stand. „Das Spiel war relativ offen in der ersten Halbzeit. Wir hatten mit dem Ball mehr Aktionen“, erklärte er. Umso größer war für ihn die Bedeutung jener Szene, in der ein Arbinger Angreifer allein auf den Münzbacher Tormann zulief, der Ausgleich aber ausblieb. Genau an diesem Moment machte Lindtner viel fest: „Dadurch sind wir mit einem 1:0 in die Halbzeit gegangen, und das war dann spielentscheidend für die zweite Halbzeit.“ Dass Arbing immer wieder mit hohen Bällen arbeitete und dagegenhielt, passte für ihn in dieses Bild. Auch der Spielfluss litt aus seiner Sicht darunter, dass „viele Kleinigkeiten“ gepfiffen wurden und es dadurch oft Unterbrechungen gab.
Was vor dem Seitenwechsel noch offen war, entwickelte sich nach der Pause immer klarer in Richtung der Gastgeber. Lindtner sah sein Team nun mit mehr Kontrolle und mehr Zugriff. „Wir haben das Spiel seit der Halbzeit in unserer Hand gehabt“, sagte er, stellte aber zugleich fest, dass Arbing „grundsätzlich gut dagegengehalten“ habe. Entscheidend war für ihn, dass Münzbach trotz dieser Gegenwehr am Drücker blieb und seine Möglichkeiten nützte. In der 74. Minute erhöhte Jürgen Krichbaumer auf 2:0, vier Minuten später machte Matyas Bita mit seinem zweiten Treffer des Tages das 3:0. Genau an diesem Punkt setzte auch die Einordnung des Trainers an: „Es war eine Frage der Zeit, dass wir das 2:0 nachlegen. Dadurch haben wir den Sack zugemacht.“ Der späte Treffer von Dominik Wohlmuth zum 3:1 in der 90. Minute änderte am Ausgang nichts mehr.
Der Heimsieg bedeutet für Münzbach nicht nur drei Punkte, sondern auch einen stimmigen Abschluss vor der Winterpause. Nach 13 Spielen steht die Mannschaft mit 26 Punkten auf Rang drei und hält damit den Anschluss nach vorne. Für Lindtner war nach dem Derby vor allem wichtig, die Leistung seiner Gruppe hervorzuheben. „Ich möchte für die ganze Mannschaft ein großes Lob aussprechen“, sagte er und machte damit deutlich, wie zufrieden er mit dem Auftritt und dem Ergebnis war. Gleichzeitig richtete er den Blick schon auf die kommenden Monate. Die Pause soll nun genutzt werden, um kurz durchzuatmen, ehe es im Frühjahr weitergeht. „Wir sind sehr gut dabei, und unser Ziel ist es natürlich, dass wir dann im Frühjahr wieder voll angreifen.“ Mit einem Derbysieg im Rücken fällt dieser Ausblick entsprechend angenehm aus.