Ein kampfbetonter Nachmittag prägte das Duell zwischen Union St. Veit im Mühlkreis und Sportunion Kollerschlag in der 2. Klasse Nord-West. Trainer Manuel Fröhlich sprach von einer zähen Anfangsphase mit zu wenig Energie seiner Elf, lobte die Reaktion und Kontrolle nach der Pause und betonte den wenig ansehnlichen Charakter der Partie: „Wir hatten wohl mehr Ballbesitz, aber es war kein schönes Fußballspiel – geprägt von vielen hohen Bällen.“ Standards prägten das Geschehen, beim späten Treffer zum 3:1 reklamiert der Coach zudem eine falsche Zuordnung des Torschützen.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
„Es war eher ein kampfbetontes Spiel. Vor allem in der ersten Halbzeit war ich mit der Energie meiner Mannschaft nicht zufrieden“, ordnete Fröhlich die Anfangsphase ein. Kollerschlag nutzte früh eine ruhende Aktion und ging per Kopf in Führung: In der 20. Minute traf Michael Stöger zum 0:1. St. Veit erspielte sich zwar Gelegenheiten, ließ vor der Pause aber die nötige Konsequenz vermissen. „Wir hatten zwei, drei wirklich sehr gute Chancen in der ersten Halbzeit, die wir nicht genutzt haben“, so der Coach.
Aus der Kabine kam St. Veit mit deutlich mehr Energie. Kurz nach Wiederbeginn fiel der Ausgleich: In der 48. Minute erzielte Martin Bouchal aus einem Gestocher heraus das 1:1. Danach übernahm die Heimelf die Kontrolle und drehte das Spiel: In der 60. Minute traf Jakub Rosulek zum 2:1. Kollerschlag versuchte in der Folge, noch einmal Druck zu machen, doch St. Veit hielt dagegen und brachte den Vorsprung über die Zeit. Fröhlich sah sein Team insgesamt mit mehr Ballbesitz, hob jedoch das zerfahrene Bild mit vielen hohen Bällen hervor – Aufwand und Wucht nach der Pause gaben letztlich den Ausschlag.
Ruhende Bälle zogen sich wie ein roter Faden durch das Spiel: Das 0:1 fiel nach einer stark getretenen Standardsituation, der Schlusspunkt entsprang einem Eckball in der Schlussminute. In der 90. Minute wurde das 3:1 offiziell als Eigentor von Tobias Hutsteiner gewertet – Fröhlich widerspricht entschieden: „Das Tor hat Jaroslav Bosnyak erzielt. Ich weiß nicht, wie man da ein Eigentor sehen kann.“ Mit der Spielleitung zeigte er sich ansonsten einverstanden: „Der Schiedsrichter hat für beide Seiten gleich gepfiffen. Somit war es in Ordnung.“
„Es war im Kollektiv eine Leistung des Willens. Wir wollten den Sieg unbedingt, darauf bin ich stolz", so er Coach. Besonders wertvoll sei der Erfolg, weil sich die Mannschaft nach dem 0:1-Rückstand selbst herausgezogen habe. Als Anerkennung strich der Coach in der kommenden Woche eine Trainingseinheit – „Das haben sie sich verdient.“ – und richtet den Blick bereits nach vorne: Am Montag will er sich den nächsten Gegner genau ansehen, um am Freitag erneut eine geschlossene Leistung auf den Platz zu bringen.