In der 2. Klasse Ost feierten die ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors einen hart erarbeiteten 1:0-Heimsieg über den SV Reichraming. Nach einem torlosen ersten Abschnitt fiel die Entscheidung knapp eine Stunde nach dem Anpfiff durch Maximilian Krumphuber. Trainer David Zehetner sprach von viel Kontrolle und Ballbesitz seiner Elf, sah aber auch eine stärkere Gästephase in der Schlusssequenz. Unterm Strich blieben drei Punkte daheim, weil Sattledt lange geduldig blieb und zur rechten Zeit zuschlug.

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Vom Anpfiff weg hatten die Juniors mehr vom Spiel. Zehetner ordnete die Startphase klar ein: "Wir waren von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft. Eigentlich hätten wir das 1:0 früher erzielen müssen." Seine Elf ließ vor dem Wechsel wenig zu, einzig eine Szene blieb haften. "Ein Flügelspieler wurde überspielt, der Gegner zog nach innen und schlenzte aus rund 20 Metern Richtung Kreuzeck. Unser Tormann hat übergegriffen und den Ball rausgefischt." Mit 0:0 zur Pause ging es in die Kabinen – Sattledt blieb geduldig und suchte weiter nach der Lücke.
Nach Wiederbeginn blieben die Hausherren aktiv und suchten die Führung. Der Knackpunkt kam in Minute 59: Maximilian Krumphuber drückte den Ball zum 1:0 über die Linie. Für Zehetner war das der Moment des Abends: "Natürlich das 1:0. Wir waren die bessere Mannschaft, aber wenn du wieder das 0:1 kassierst, läuft es wahrscheinlich anders." Den Treffer schilderte er so: "Es war ein weiter Ball, unser Flügelspieler hat sich durchgesetzt und quergelegt. Der Abschluss war nicht einmal richtig scharf, der Goalie war noch dran, konnte ihn aber nicht halten." Danach kamen die Gäste besser auf, wie der Coach betonte: "In den letzten 20 Minuten war Reichraming nicht mehr die schwächere Mannschaft und kam zu Möglichkeiten."
Die Analyse des Trainers fiel differenziert aus. "Wir hatten viel mehr Ballbesitz, genau das hatten wir uns vorgenommen. Bei der Hitze wollten wir den Gegner laufen lassen, in der Viererkette auch mal zigmal hin und her spielen", erklärte Zehetner. Lob gab es für den Antreiber im Zentrum: "Unser Führungsspieler Mario Djordjevic hatte einen sehr guten Tag und gewann viele wichtige Zweikämpfe." Ganz zufrieden war er mit dem Zentrum dennoch nicht: "Wir wurden dazwischen zu leicht ausgespielt. Sobald du das Zentrum ausspielst, laufen sie auf die Viererkette zu – das ist gefährlich." Nach vorne sah der Coach viele Ansätze: "Wir haben es gut gemacht, hätten früher Situationen kreieren oder das Tor machen können." Auch zum Unparteiischen fand er klare Worte: "Es gab eigentlich nichts zu diskutieren, der Schiedsrichter hatte wenig Einfluss. Wir hatten eine hundertprozentige Elfmeter-Situation, aber unser Flügelspieler ist weitergelaufen – daher war es richtig, keinen zu geben."
Mit dem knappen Heimsieg festigen die Sattledt Juniors ihre Position im vorderen Mittelfeld. Laut aktueller Tabelle stehen sie nach 23 Runden bei 35 Punkten auf Rang sechs, der SV Reichraming hält bei 26 Zählern auf Platz elf. Das passt zur Einordnung des Trainers, der die Leistung nüchtern bewertete: "Ich bin normalerweise sehr kritisch, aber heute waren wir dominant." Gleichzeitig nahm er die Mannschaft in die Pflicht, die Konzentration bis zum Schluss hochzuhalten, denn: "Hinten raus war der Gegner besser im Spiel." Den Schwung dieses Abends will Sattledt nun in die verbleibenden Partien mitnehmen.