Spielberichte

„Das 0:2 gleich nach der Pause hat uns geknickt“ – Sulejmanovic erklärt Bewegung Steyrs 0:4

USV St. Ulrich Juniors
ASV Bewegung Steyr

In der 26. Runde der 2. Klasse Ost setzte es für die ASV Mayr Bau Bewegung Steyr bei den USV St. Ulrich Juniors ein klares 0:4. Der Gast hielt anfangs gut dagegen, ließ aber Konterchancen liegen und geriet früh in Rückstand. Nach dem schnellen 0:2 nach Wiederbeginn war die Luft draußen, sagt Trainer Mirsad Sulejmanovic. „Das 0:2 gleich nach der Pause hat uns geknickt“, ordnete er ein – und sprach offen über individuelle Fehler, verlorene Zweikämpfe und fehlende Konsequenz im letzten Drittel gegen den aus seiner Sicht stärksten Gegner der Liga.

Fußball hängt im grünen Tornetz

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Guter Start, früher Rückstand – Bewegung Steyr bleibt bis zur Pause dran

Bewegung Steyr erwischte keinen schlechten Beginn, doch St. Ulrich nutzte gleich die erste klare Möglichkeit: In Minute 8 traf Paul Vorderderfler zum 1:0. Sulejmanovic hatte die Partie als „sehr schwierig“ erwartet und lobte den Tabellenführer: „St. Ulrich ist für mich die beste Mannschaft in der Liga. Wir haben in der Anfangsphase gut mitgehalten, defensiv gut gearbeitet. Aber wenn du individuelle Fehler machst, wirst du bestraft.“ Trotz des Rückstands blieb sein Team im Spiel und fand Konterräume. „Wir hatten gute Kontermomente, aber im letzten Drittel haben wir sie nicht ausgenutzt. Solche Chancen hast du gegen so eine Mannschaft nicht oft“, ärgerte er sich. So ging es mit dem 1:0 in die Halbzeit – noch war für Bewegung Steyr alles möglich, zumal der Coach den Anschlusstreffer als Schlüssel sah.

Eigentor zum 0:2 nimmt die Hoffnung – St. Ulrich legt eiskalt nach

Die Vorentscheidung fiel kurz nach dem Wiederanpfiff: In Minute 51 lenkte Mirsad Fazlic den Ball unglücklich ins eigene Tor – 2:0 für St. Ulrich. Sulejmanovic schilderte die Szene klar: „Nach einem unnötigen Foul gibt’s den Freistoß, und wir schießen uns das 0:2 selbst rein. Da sind wir eingeknickt und haben die Hoffnung verloren.“ Die Hausherren blieben am Drücker und legten nach: Felix Baumgartner erhöhte in der 65. Minute auf 3:0, Tobias Fichtinger stellte in Minute 86 auf 4:0. „St. Ulrich hat dann mehr Druck gemacht und das 3:0 und 4:0 gemacht, das war entschieden“, so der Trainer, der den Gegner ausdrücklich würdigte: „Jung, eingespielt, technisch und taktisch stark – für mich hochverdient den Meistertitel erobert.“ Er hatte vorab „damit gerechnet, dass zwei, drei Spieler von oben helfen“, und sah sein Team an diesem Tag ohne die nötige Effizienz.

Sulejmanovic über Lehren, Kaderfragen und den Sommerplan

Warum es für sein Team nicht reichte, benannte Sulejmanovic ohne Umschweife: „Uns haben heute Konsequenz in den Zweikämpfen und Kommunikation gefehlt. Wir waren oft Zweiter am Ball. Gegen so eine Mannschaft musst du mehr dagegenhalten und die individuellen Fehler abstellen.“ Positives nahm er trotzdem mit: „Wir haben über 90 Minuten versucht zu kämpfen und nach dem 1:0 bis zur Pause gut dagegengehalten.“ Für die neue Saison kündigt er klare Arbeitsschwerpunkte an – und lässt auch die Kaderfrage offen: „Wir müssen schauen, ob die Mannschaft so zusammenbleibt. Taktisch wollen wir offensiv wie defensiv viel arbeiten, jeder soll seine Aufgaben kennen. Dann vermeiden wir die Fehler, die uns heute das Spiel gekostet haben.“ Ein Wort noch zum Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hat ein gutes Spiel gemacht, es gab für mich keine strittigen Szenen.“

2. Klasse Ost: St. Ulrich Juniors : Bewegung Steyr - 4:0 (1:0)

  • 86
    Tobias Fichtinger 4:0
  • 65
    Felix Baumgartner 3:0
  • 51
    Eigentor durch Mirsad Fazlic 2:0
  • 8
    Paul Vorderderfler 1:0