Spielberichte

Zweimal vorne, am Ende 2:2: Mauerkirchen hadert mit Chancen – Allinger: „Das Remis ist gerecht“

St. Radegund
SV Mauerkirchen

In der 2. Klasse Süd-West lieferte sich Union St. Radegund mit SV LITZ Mauerkirchen ein offenes Duell und trennte sich 2:2. Mauerkirchen ging bei Starkregen zweimal in Führung, doch Philipp Schnaitl glich für die Hausherren jeweils aus. Obmann Sascha Allinger sprach von einem „Spiel auf Augenhöhe“, haderte mit vergebenen Chancen, sah das Unentschieden am Ende aber als verdient an. „Wir nehmen den Punkt gerne mit“, sagte er, auch weil der Heimkeeper – einst im Herbst noch in Mauerkirchen – mit mehreren starken Paraden glänzte.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung, schnelles Echo – und viel Wasser am Platz

Mauerkirchen erwischte den besseren Start: In der 7. Minute stellte Dominik Schrattenecker auf 0:1, nachdem ein Fehler der Gastgeber eiskalt bestraft wurde. St. Radegund antwortete noch vor der Pause – in Minute 25 traf Philipp Schnaitl zum 1:1, zur Halbzeit stand es leistungsgerecht unentschieden. Die Bedingungen waren alles andere als einfach: Starkregen, Wind, ein rutschiger Platz – vieles war Kampf um jeden Meter. Nach Wiederbeginn blieb Mauerkirchen dran, spielte sich Chancen heraus und belohnte sich in der 57. Minute: Nach Zuspiel von Alexander Kettenbach traf Michael Hubauer zum 1:2. Die Freude währte aber nur kurz, denn drei Minuten später schlug erneut Philipp Schnaitl zu und stellte mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 2:2.

„Wir waren am Drücker“ – Allinger ordnet das 2:2 ein

SVM-Obmann Sascha Allinger zeichnete ein stimmiges Bild der 90 Minuten: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Wir waren die glücklichere Mannschaft, sind in Führung gegangen und haben lange gut dagegengehalten.“ Gerade nach der Pause sei sein Team „wieder die bessere Mannschaft am Platz“ gewesen. „Wir hatten einige Aktionen und Torabschlüsse, leider auch viel liegen gelassen.“ Einen großen Anteil am Remis schrieb er dem Heimkeeper zu, der im Herbst noch in Mauerkirchen spielte: „Der Tormann hat sehr viel gehalten, da waren echte Glanzparaden dabei.“ Zugleich blieb Allinger fair in der Bewertung: „Im Großen und Ganzen war es ein verdientes 2:2. Beide Mannschaften hätten mehr Tore machen können.“

Plan gegen Subasic geht auf, faire Partie ohne Karten

Neben den schwierigen Verhältnissen hob Allinger auch taktische Aspekte hervor. „Ihr Spielmacher, die Nummer 19, Subasic – den wollten wir aus dem Spiel nehmen. Das ist uns gelungen.“ Trotzdem kam St. Radegund durch die individuelle Klasse von Philipp Schnaitl zum Erfolg: „Schnaitl hat uns zweimal im Alleingang erwischt.“ Positiv strich Allinger die faire Leitung hervor: „Für mich gab es keine strittigen Szenen. Es hat keine Karten gegeben, der Schiedsrichter hat das ruhig und gut geleitet.“ Warum es am Ende beim Remis blieb, fasste er so zusammen: „Wir waren vorne vielleicht ein bisserl zu verspielt. In den letzten zehn, fünfzehn Minuten waren wir klar am Drücker, aber der entscheidende Treffer ist nicht gefallen.“

Punkt hilft wenig – jetzt wartet der Tabellenführer

Mit Blick auf die Tabelle nimmt Mauerkirchen den Auswärtspunkt mit, doch der große Sprung bleibt aus. „In der Tabelle haben wir nix gut gemacht. Wir werden uns auch nicht mehr verbessern können, maximal einen Platz nach oben“, meinte Allinger nüchtern. Einfach wird es nicht, denn schon am Feiertag, 4. Juni, kommt der Spitzenreiter UFC Ostermiething Juniors nach Mauerkirchen. „Das wird ein sehr, sehr schwieriges Spiel. Ostermiething will gewinnen, das ist klar. Wir werden versuchen, dagegenzuhalten“, so Allinger. Nach dem beherzten Auftritt in St. Radegund fährt sein Team jedenfalls mit breiter Brust in die kurze Englische Woche.

2. Klasse Süd-West: St. Radegund : Mauerkirchen - 2:2 (1:1)

  • 60
    Philipp Schnaitl 2:2
  • 57
    Michael Hubauer 1:2
  • 25
    Philipp Schnaitl 1:1
  • 7
    Dominik Schrattenecker 0:1