Im Heimspiel der 2. Klasse Süd zwischen ASKÖ Raiffeisen Gosau und ASKÖ Ebensee stand der Kampf im Mittelpunkt. Trainer Josip Lucic sprach von einem körperbetonten Duell auf engem Platz, sah sein Team nach der Pause „klar die bessere Mannschaft“ und hob die Wirkung dreier Wechsel hervor. Zwischen Zufriedenheit über die Nervenstärke nach dem Seitenwechsel und Ärger über einen strittigen Elfmeter gegen sein Team schwankte die Stimmung – am Ende überwog die Erleichterung nach einem 3:2 zu Hause, verbunden mit klaren Zielen für kommende Auswärtsauftritte.

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Lucic beschrieb ein intensives, von vielen Zweikämpfen geprägtes Spiel auf einem kleinen Spielfeld. In den ersten 20 Minuten setzte Ebensee die Hausherren mit zahlreichen Standards und weiten Einwürfen stark unter Druck. Aus dieser Phase resultierten zwei schnelle Gegentreffer: Dominik Neuhuber traf in der 15. Minute zum 0:1, Slavko Pavlovic legte in der 29. Minute das 0:2 nach. „Die erste Halbzeit war aus unserer Sicht nicht zufriedenstellend“, bilanzierte Lucic – zur Pause stand es 0:2.
Nach dem Wiederbeginn stellte der Coach personell und taktisch um. „Die drei Wechsel haben Ruhe ins Spiel gebracht. Wir haben den Ball flach gehalten und die Partie kontrolliert“, so Lucic, der das Ballbesitzverhältnis nach der Pause auf etwa 70:30 zugunsten Gosaus einschätzte. Der steigende Druck zahlte sich aus: Miroslav Grom verkürzte in der 62. Minute auf 1:2. In der Schlussphase avancierte Josip Maric mit einem Doppelpack zum Matchwinner – er glich in der 84. Minute aus und drehte die Partie in der 89. Minute zum 3:2. Folgerichtig kürte Lucic den Doppel-Torschützen zum Spieler des Spiels.
Standardsituationen prägten die Partie. Ebensees Einwürfe wurden durch ihre enorme Reichweite immer wieder gefährlich, und auch nach Eckbällen brannte es im Gosauer Strafraum – einer führte nach Lucics Eindruck zum Gegentor. Nach der Pause erzeugte Gosau seinerseits mehr Gefahr bei ruhenden Bällen und bekam laut Lucic auch einen Strafstoß zugesprochen. Für Diskussionen sorgte zudem eine Entscheidung gegen die Hausherren: Der gegen Gosau gepfiffene Elfmeter sei strittig gewesen, weil der Torhüter seiner Ansicht nach den Ball ohne Foul gesichert hatte.
Aus dem Nachmittag leitet der Trainer klare Trainingsakzente ab: Die Nervosität der jungen Spieler müsse besser kontrolliert, mehr Ruhe am Ball gefunden werden. Am eigenen Platz sieht er sein Team stark – die Heimstärke habe man bestätigt. „Auswärts wollen wir künftig konkrete Ergebnisse einfahren und Punkte mitnehmen“, formulierte Lucic zum Abschluss.