Nach dem 3:3 zwischen dem Team aus Grünau/Pettenbach 1b und Gschwandt 1b in der 2. Klasse Süd ordnet Trainer Patrick Bammer die Partie als körperlich, intensiv und von viel Einsatz geprägt ein – mit einer ordentlichen Portion Fortune. Er betont den ungebrochenen Kampfgeist seines jungen Kollektivs, räumt aber ein, dass Gschwandt über weite Strecken die besseren Spielanteile hatte. Die Stimmung: Respekt vor dem Gegner, Stolz auf die Moral – und Demut angesichts eines hart erarbeiteten Punktes.

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„Es war auf beiden Seiten kampfbetont, teilweise vielleicht eine Spur zu hart. Ein körperlich anstrengendes Spiel für beide Mannschaften“, sagt Bammer. Gschwandt legte schon in der 3. Minute vor, als Dominik Tober zum 0:1 einschob. In der 14. Minute erhöhten die Gäste per präzisem Freistoß durch Bastian Grill auf 0:2 – „ein Traumfreistoß genau ins Kreuzeck, da gibt es keine Abwehrchance“, anerkennt der Coach. Die Antwort der Gastgeber kam prompt: In der 16. Minute brachte Julian Nagl mit dem 1:2 seine Mannschaft wieder in Schlagdistanz. Zur Pause stand es 1:2 – ein intensives Spiel, in dem jede gelungene Aktion hart erarbeitet werden musste. „Gschwandt hatte sicher die besseren Möglichkeiten, vielleicht auch die eine oder andere hundertprozentige Chance, während unsere Gelegenheiten eher zufällig entstanden“, fasst Bammer zusammen.
Nach dem Seitenwechsel verschob sich das Kräfteverhältnis phasenweise. „Zwischen der 60. und der 80. Minute hatten wir deutlich mehr Ballbesitz und Raum“, bilanziert Bammer. Genau in diese stärkere Phase fiel der Ausgleich: Christoph Klinger traf in der 64. Minute zum 2:2. Doch Gschwandt blieb gefährlich und schlug spät zurück – Nedim Rizvanovic traf in der 87. Minute zum 2:3. Pascal Einfalt egalisierte in der 89. Minute zum 3:3. „Wir hatten dann auch das nötige Glück auf unserer Seite. Dieses Mal war das Glück bei uns – nächstes Mal kann es wieder anders aussehen“, so der Trainer.
Bammer stellt die Geschlossenheit über Einzelleistungen: „Bei uns ist es das Kollektiv.“ Personell musste erneut improvisiert werden: „Wir mussten wieder zwei Spieler ersetzen, die sich letzte Woche gegen Timelkam verletzt haben. Dafür haben wir zwei junge Spieler gebracht – inzwischen stehen neun U-18-Spieler in der Startelf.“ Auch beim Gegner fällt ihm vor allem die Breite auf – mit einem Zusatz: „Gschwandt hat, wie wir, ein sehr junges Team. Besonders stark war die Nummer 7, aber wie bei den 1b-Mannschaften sticht niemand allein heraus. Es sind Kollektiv, Ehrgeiz und der Wille aller Spieler.“
Für die kommenden Wochen steckt er die Leitplanken ab: „Meine Spieler kämpfen von der 1. bis zur 90. Minute, da gibt es kein Aufstecken. Arbeiten müssen wir am Spielerischen, Taktischen und am Stellungsspiel – da sind wir noch zu jung und unerfahren.“ Unterm Strich bleibt ein zähes, intensives 3:3, getragen von Moral und Kollektiv – und mit klaren Lernaufgaben für den nächsten Schritt.