Spielberichte

Robert Engl (Trainer Union Raika Regau): 'Sehr enttäuschende Niederlage'

Union Regau
ASKÖ Ebensee

In der 2. Klasse Süd lieferte sich die Union Raika Regau mit ASKÖ Ebensee ein enges Duell, das die Gäste mit 2:3 für sich entschieden. Regau führte durch Rade Dzajic und später Petar Cotic zweimal, doch Ebensee glich jeweils aus und stach ganz spät zum Sieg. Trainer Robert Engl sprach von einem verdienten Rückschlag und einer Phase, in der seine Mannschaft zu wenig aus dem Ballbesitz macht. „Wir kreieren viel zu wenig Chancen“, so Engl nach einem bitteren Samstag für die Hausherren.

Nahaufnahme eines Fußball beim Abstoß durch den Torwart

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Regau führt zweimal – Ebensee bleibt hartnäckig

Der 19. Spieltag brachte in Regau eine Partie, die über weite Strecken offen war. Robert Engl beschrieb ein Duell, in dem die Gäste zunächst tief standen und stabil verteidigten: „Es war insgesamt ein sehr ausgeglichenes Spiel. Ebensee stand sehr tief, hat gut verteidigt und wenig zugelassen. Wir haben immer wieder versucht, zu guten Angriffen zu kommen, aber es passierte zu wenig.“ Als sich wenig Räume boten, brauchte es eine Einzelaktion: In Minute 27 tankte sich Rade Dzajic durch und stellte auf 1:0 – der Trainer verteilte ein Extralob: „Das 1:0 war eine super Einzelaktion von unserem Oldie Rade Dzajic. Da muss ich ein großes Lob aussprechen.“ Die Freude währte nicht allzu lang, denn Miroslav Milosevic glich in der 34. Minute zum 1:1 aus. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause, Regau hatte zwar mehr vom Ball, aber noch nicht genug Durchschlagskraft.

Führung, Umstellung – und ein später Nackenschlag

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Regau, so schilderte es der Coach, noch einmal den Druck – und wurde zunächst belohnt. In Minute 58 besorgte Petar Cotic das 2:1 und gab den Hausherren den erhofften Schub. Engl und sein Team wollten anschließend das Spiel taktisch absichern: „Wir hätten dann versucht, taktisch umzustellen.“ Doch zehn Minuten später folgte der Rückschlag: Markus Hörmandinger traf in der 68. Minute zum 2:2, laut Engl nach einem Gestochere im Anschluss an einen Eckball. Je länger die Partie lief, desto schwerer tat sich Regau, aus dem Spiel heraus Chancen zu kreieren. „Wir sind momentan nicht wirklich griffig am Feld, haben wenig Selbstvertrauen und zu wenig Präsenz am Ball“, hielt Engl fest – und benannte die Konsequenz: „Somit haben wir verdient 2:3 verloren.“ Den entscheidenden Treffer setzte Simon Hörmandinger in der 89. Minute – für den Trainer ein „Lucky Punch ganz spät“, der die bittere Heimniederlage besiegelte.

Respekt für Ebensee, Schiri souverän – und ein deutlicher Ausblick

In seiner Analyse fand Robert Engl klare Worte zum Gegner. „Ebensee war sehr kampfbetont und zweikampfstark. Sie haben alles dafür getan, das Ergebnis auf ihre Seite zu ziehen – und das haben sie tadellos gemacht.“ Diskussionen über den Unparteiischen blieben aus, im Gegenteil: „Der Schiedsrichter hat eine souveräne Leistung gebracht“, so der Regau-Coach. In der Tabelle steht Union Regau aktuell bei 32 Punkten auf Rang vier, Ebensee hält bei 12 Zählern und rangiert auf Platz 13. Der Blick nach vorne fällt in Regau dennoch unmissverständlich aus. „Wir müssen aus diesem Tief herauskommen" kündigte Engl an. „Wir werden intern über die Leistung sprechen müssen."

2. Klasse Süd: Regau : ASKÖ Ebensee - 2:3 (1:1)

  • 89
    Simon Hörmandinger 2:3
  • 68
    Markus Hörmandinger 2:2
  • 58
    Petar Cotic 2:1
  • 34
    Miroslav Milosevic 1:1
  • 27
    Rade Dzajic 1:0