In der 2. Klasse Süd hat ASKÖ Ebensee gegen SPG Grünau/Pettenbach 1b deutlich mit 1:5 verloren. Die Gäste führten bereits zur Pause 2:0 und legten direkt nach dem Seitenwechsel entscheidend nach. Trainer Patrick Bammer sprach danach von einem Auftritt, in dem seine Mannschaft dem Gegner von Beginn an ihr Spiel aufgezwungen und vor dem Tor endlich die Effizienz gezeigt habe, die zuletzt gefehlt hatte.

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Patrick Bammer musste nach dem Auswärtssieg nicht lange überlegen, wo der Unterschied lag. „Wir waren von Anfang an sehr gut im Spiel und konnten dem Gegner unser Spiel aufzwingen“, sagte der Trainer. Nach seiner Einschätzung hatte seine Mannschaft viel Ballbesitz, trat sehr gierig auf und kam schon früh zu guten Möglichkeiten. Auf der Anzeigetafel zeigte sich das ab der 19. Minute, als Florian Fekete das 0:1 erzielte. Nur sieben Minuten später legte Fekete das 0:2 nach. Die Gäste hatten damit schon vor der Pause genau jene Effizienz, die dem Team in den vergangenen Wochen laut Bammer zu oft gefehlt hatte. „Dieses Mal waren wir eiskalt“, sagte er und verwies darauf, dass seine Mannschaft diesmal fast jede gute Möglichkeit auch in ein Tor ummünzte.
Entscheidend war aus Bammers Sicht nicht nur die Führung, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel weitermachte. Schon in der 47. Minute stellte Stefan Prielinger auf 0:3, damit war die Partie endgültig klar in Richtung der Gäste gekippt. „Ich wusste eigentlich schon in der Halbzeit, dass dieses Spiel sicher für uns ausgehen wird“, meinte der Trainer, weil seine Mannschaft weiter viel Raum bekam und das eigene Spiel so aufziehen konnte, wie es geplant war. Christoph Karl Klinger erhöhte in der 58. Minute auf 0:4, sechs Minuten später traf Prielinger mit seinem zweiten Tor auch noch zum 0:5. Den Schlusspunkt setzte zwar Leo Samardzic mit dem Ebenseer Treffer zum 1:5 in der 87. Minute, am klaren Bild dieses Nachmittags änderte das aber nichts mehr.
Bammer führte den klaren Sieg vor allem auf Dinge zurück, an denen seine junge Mannschaft zuletzt intensiv gearbeitet hatte. Das erste und zweite Tor seien „sehr gut herausgespielt“ gewesen, sagte er, insgesamt seien die Treffer aus genau jenen Situationen entstanden, die man im Training mit Pressing, Raumgewinn und dem tiefen Pass vorbereitet habe. Dazu kam aus seiner Sicht die läuferische Stärke seiner Mannschaft. „Wir sind läuferisch sehr stark. In der 80. Minute können meine Spieler noch genauso einen Sprint anziehen wie in der ersten oder zweiten Minute“, sagte der Trainer. Gerade das sei ein Punkt, der seine Mannschaft bis zum Schlusspfiff gefährlich mache. Über den Gegner verlor Bammer dabei ebenfalls klare Worte. Ebensee sei aus seiner Sicht an diesem Tag nie wirklich zwingend gewesen, abgesehen von einer Standardsituation und dem späten Treffer zum Endstand.
So deutlich der Sieg auch ausfiel, ganz ohne Mahnung wollte der Trainer den Auftritt nicht stehen lassen. „Wir müssen noch stabiler und konzentrierter werden“, betonte Bammer und verwies dabei auf das junge Alter seiner Mannschaft. Über mehrere Wochen hinweg fehle noch die Konstanz, auch wenn er überzeugt ist, dass sich genau das mit der Zeit verbessern werde. Gleichzeitig machte er keinen Hehl daraus, wie gerne er mit dieser Gruppe arbeitet. „Es macht großen Spaß, mit dieser jungen Mannschaft trainieren und spielen zu können. Wenn unsere jungen Spieler weiterhin zusammenhalten, gemeinsam arbeiten und als Mannschaft diesen Weg weitergehen, werden wir noch sehr viel Freude mit ihnen haben. Sie brauchen Zeit, Vertrauen und Zusammenhalt, um sich weiterzuentwickeln. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam noch einiges erreichen können. Die Zukunft gehört dieser jungen Mannschaft“, sagte er. Viele dieser Spieler begleitet er schon seit Jahren, und er sieht nach eigenen Worten von Monat zu Monat einen großen Fortschritt. Auch bei den Rahmenbedingungen hatte Bammer nichts auszusetzen: Strittige Szenen habe es keine gegeben, die Leistung des Schiedsrichters sei aus seiner Sicht in Ordnung gewesen. Der 5:1-Erfolg in Ebensee war für ihn deshalb mehr als nur ein gutes Ergebnis, sondern auch ein weiterer Hinweis auf das Potenzial dieser Mannschaft. Bitterer Beigeschmack zum Sieg ist die schwere Verletzung vom Abwehrspieler Finn Kunter, der sich gleich nach wenigen Minuten das Kreuzband gerissen hat. „Wir wünschen ihm alles Gute und eine baldige Genesung!“