In der 2. Klasse West-Nord hat Union Stroheim das Derby gegen Union Raiffeisen Prambachkirchen mit 1:3 (0:2) verloren. Der Tabellenführer legte vor der Pause mit Treffern von Mario Rogy und Lukas Mayr vor, Stroheim kam nach Seitenwechsel durch Daniel Schwertberger heran, ehe Richard Öberseder spät alles klarmachte. Co-Trainer Ramush Gashi sprach von einem verdienten Sieg durch Kaltschnäuzigkeit: "Wir waren eiskalt vor dem Tor." Zugleich lobte er den kämpferischen Gegner und eine ordentliche Schiedsrichterleistung.

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Prambachkirchen erwischte den besseren Start und setzte das Derby früh auf seine Schiene. Nach einer halben Stunde war der Bann gebrochen: In Minute 31 netzte Mario Rogy zum 0:1, Gashi ordnete es klar ein: "Das erste Tor war nach einem Standard." Kaum hatten sich die Hausherren gesammelt, legten die Gäste nach. Nur vier Minuten später erhöhte Lukas Mayr in der 35. Minute auf 0:2 – ein Angriff, der in Erinnerung blieb. "Das zweite Tor war super ausgespielt, am Ende kam ein Stangenpass, und Lukas Mayr musste nur mehr einschieben", beschrieb der Co-Trainer den gelungenen Auftritt seiner Offensive. Dass zur Pause "verdient 2:0 geführt" wurde, lag auch daran, dass die Gäste "in der ersten Halbzeit sehr gut begonnen" hatten. Und doch haderte Gashi mit der Chancenverwertung: "Wir hatten noch ein, zwei Möglichkeiten, den Sack zuzumachen, vielleicht 3:0 oder 4:0, aber das ist uns nicht gelungen." So ging es mit 0:2 in die Kabinen – eine klare Führung, die das Spielbild der ersten 45 Minuten gut abbildete.
Nach dem Seitenwechsel stemmte sich Stroheim energisch gegen die drohende Derby-Niederlage. "In der zweiten Halbzeit wollten wir hinten nichts zulassen, haben aber trotzdem den Anschlusstreffer bekommen. Da war es noch einmal eng", gab Gashi offen zu. In der 61. Minute traf Daniel Schwertberger zum 1:2 und brachte die Hausherren zurück ins Spiel. Der Co-Trainer zeigte sich fair: "Stroheim war nach der Halbzeit eigentlich die bessere Mannschaft." Prambachkirchen blieb jedoch gefährlich und lauerte auf den Moment zur Entscheidung. Der kam in Minute 84: Richard Öberseder stellte auf 1:3 – und genau darauf verwies Gashi. "Nach dem 3:1 war’s dann klar." Die Gastgeber gaben sich dennoch nicht geschlagen. "Stroheim hatte am Schluss noch die Chance zum 3:2, der Ball ging über die Latte", schilderte Gashi die Endphase. Weil die Gäste ihre große Gelegenheit nutzten und danach nichts mehr anbrennen ließen, blieb es beim Auswärtssieg der Gäste.
In seiner Analyse ließ Gashi keinen Zweifel daran, warum seine Mannschaft die drei Punkte mitnahm: "Wir waren effizienter als der Gegner. Wir waren eiskalt vorne." Zugleich blieb der Blick selbstkritisch. "Es tut uns weh, dass wir die vielen Chancen nicht noch besser ausnutzen. Wenn wir früher die Tore machen, ist das Spiel früher entschieden." Das passt zum Bild aus Halbzeit eins, in der die Gäste mehrere gute Möglichkeiten liegen ließen. Besonders positiv äußerte sich der Co-Trainer über den Gegner: "Stroheim hat viele junge Burschen. Die haben in der zweiten Halbzeit richtig gekämpft und alles probiert. Man muss ihnen gratulieren, sie machen mit eigenen Spielern eine gute Arbeit." Auch die Schiedsrichterleistung bekam ein sachliches Lob mit kleinem Zusatz: "Der Schiedsrichter hat eine ordentliche Leistung gezeigt. Sicher gab es die eine oder andere Szene, in der man früher Gelb geben kann, aber er hat nichts verpfiffen." Zwischen Effizienz und Respekt für den Rivalen blieb der Ton bei Gashi geerdet und fair.
Mit dem 3:1 in Stroheim untermauert Prambachkirchen seine Rolle an der Tabellenspitze: Nach 22 Spielen halten die Gäste bei 51 Punkten, während Stroheim als Zwölfter bei 16 Zählern steht. Der Sieg passt zur Linie, die Gashi skizzierte: kompakt stehen, nach vorne schnörkellos und gefährlich bleiben. Dennoch richtet der Co-Trainer den Blick nach innen. "Wir müssen weiter hart arbeiten, Chancen besser nutzen, hinten stabil stehen und unser Spiel durchziehen. Dann sind wir gegen jeden Gegner gefährlich." Für das Derby lieferte seine Mannschaft die passende Antwort: ruhige Hand in einer starken ersten Hälfte, Widerstand nach dem Anschluss und die kalte Dusche mit dem 3:1 zum richtigen Zeitpunkt. So bleibt das Spitzen-Team auf Kurs – mit klaren Hausaufgaben für die nächste Trainingswoche.