Spielberichte

Rüdiger Haider (Sportlicher Leiter UFC Raika Hartkirchen): "Der Gegner wollte den Sieg einfach mehr"

Union St. Aegidi
UFC Hartkirchen

Die 22. Runde der 2. Klasse West-Nord brachte für UFC Raika Hartkirchen einen bitteren Nachmittag: Bei Union St. Aegidi setzte es ein klares 5:0 (4:0). Die Gastgeber stellten schon früh die Weichen, Hartkirchen kam trotz einer Anfangschance nicht ins Spiel und haderte später mit einer Roten Karte. Sportchef Rüdiger Haider sprach von zu wenig eigener Leistung und von einem Gegner, "der den Sieg einfach mehr wollte".

Rote Schalensitze einer Fußballtribüne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

St. Aegidi legt früh los und trifft vor der Pause viermal

Nach einem munteren Beginn mit der von Rüdiger Haider erwähnten Großchance für die Gäste übernahm St. Aegidi rasch das Kommando – und nutzte die Gelegenheiten eiskalt. Bereits in der 10. Minute traf Pavel Fris zum 1:0, zehn Minuten später legte derselbe Angreifer das 2:0 nach. Hartkirchen bekam in dieser Phase keinen Zugriff und musste noch vor der Pause weitere Nackenschläge hinnehmen: Marek Ufrla erhöhte in der 37. Minute auf 3:0, nur drei Minuten danach stellte Raphael Lindorfer auf 4:0. Mit diesem deutlichen Zwischenstand ging es in die Kabinen. Im zweiten Durchgang kontrollierten die Hausherren das Geschehen, Hartkirchen mühte sich zwar, fand aber kaum Durchschlagskraft. Spät setzte St. Aegidi noch einen drauf: In der 83. Minute sorgte erneut Raphael Lindorfer für das 5:0 und den Endstand. Dass Hartkirchen ab der 39 Minute in Unterzahl agieren musste, machte die Aufgabe zusätzlich schwer.

Haider über die Rote und die Gründe: "Völlig überzogen"

Nach dem Spiel ordnete Hartkirchens Sportlicher Leiter die Niederlage klar ein. "Wir hatten am Anfang gleich eine richtig gute Chance", sagte Rüdiger Haider, "danach haben wir leider eine schlechtere Phase erwischt." Zusätzlich haderte er mit einer Entscheidung des Unparteiischen: "Unser Verteidiger klärt per Geätsche zum Eckball. Der Schiedsrichter pfeifft, alle erwarten einen Eckball, als er plötzlich Freistoß gibt und eine gelbe Karte zieht." Anschließend kam es zu einer Diskussion zwischen Spielern und dem Schiedsrichter. Haider beschreibt die Szene so: "Der Spieler sagte dann wörtlich zum Schiedsrichter, das ist doch ein Wahnsinn, worauf er die zweite Karte wegen Kritik erhielt. Wenn dieser Wortlaut eine gelbe Karte rechtfertigt, dann ist das für mich mehr als fehlendes Fingerspitzengefühl". Gleichzeitig nahm er die eigene Mannschaft in die Pflicht: "Es war einfach zu wenig, der Gegner war besser." Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen beiden Teams meinte er schlicht: "Der Gegner wollte den Sieg einfach mehr als wir." Weitere Kommentare zur Schiedsrichterleistung wollte er nicht abgeben: "Zur Schiedsrichterleistung möchte ich sonst nichts sagen."

Tabelle, Einordnung und Ausblick nach dem 0:5

Auch die Rahmenbedingungen waren aus Haiders Sicht schwierig: "Wir waren aufgrund einiger Sperren und verletzter Spieler ein bisschen dezimiert. Für uns war es keine leichte Partie, das haben wir im Vorhinein gewusst." In der Tabelle hält Hartkirchen nach 22 Runden bei 30 Punkten und liegt auf Rang 6, St. Aegidi liegt mit ebenfalls 30 Zählern direkt dahinter auf Platz 7. Am klaren Ergebnis dieses Nachmittags ändert das wenig: Die Gastgeber nutzten ihre Chancen, ließen hinten wenig zu und legten nach der Pause noch einmal nach. Für Hartkirchen geht es nun darum, die Köpfe frei zu bekommen, den Kader zu stabilisieren und wieder kompakter aufzutreten.

2. Klasse West-Nord: St. Aegidi : Hartkirchen - 5:0 (4:0)

  • 83
    Raphael Lindorfer 5:0
  • 40
    Raphael Lindorfer 4:0
  • 37
    Marek Ufrla 3:0
  • 20
    Pavel Fris 2:0
  • 10
    Pavel Fris 1:0