Am 26. Spieltag der 2. Klasse West-Nord feierte der UFC Raika Hartkirchen einen 2:0-Heimsieg gegen Union Suben. Nach torloser Pause und einer Roten Karte gegen die Gastgeber drehte die Partie in Hälfte zwei in eine überraschende Richtung: Stefan Königseder brachte Hartkirchen in Front, Lucca Seweroba legte kurz darauf nach. Der Sportliche Leiter Rüdiger Haider ordnete den Sieg mit klaren Worten ein: „Defensiv stabil und am Ende offensiv die Möglichkeiten genutzt.“ Für ihn war es ein Beleg für die Mentalität – und der richtige Abschluss einer fordernden Saison.

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Der Nachmittag begann zäh und konzentriert. Hartkirchen stand kompakt, Suben hatte mehr vom Ball – zur Pause hieß es 0:0. „Wir waren von Anfang an stabil, defensiv fokussiert“, schilderte der Sportliche Leiter Rüdiger Haider.
Nach der Pause kippte die Partie: In Minute 55 sah Hartkirchens David Hofer Rot, die Gastgeber mussten mit einem Mann weniger auskommen. Haider hakte die Szene schnell ab, der Blick ging sofort nach vorne. Und genau da schlug seine Mannschaft zu. In der 70. Minute nutzte Stefan Königseder eine Möglichkeit eiskalt und stellte auf 1:0. Nur zwei Minuten später legte Lucca Seweroba zum 2:0 nach – ein kurzer, aber harter Doppelschlag, der Suben den Stecker zog. „Nach dem 1:0 in Unterzahl hatte ich das Gefühl, dass es in unsere Richtung kippt“, sagte Haider.
In der Analyse kam Haider schnell auf den Kern. „Unsere größte Stärke lag im Willen“, betonte der Sportliche Leiter, und genau so wirkte der Auftritt: hinten ordentlich, vorne kaltschnäuzig, als die Räume aufgingen. Dass der Gegner Qualität hat, stellte er ausdrücklich klar: „Suben ist eine starke Mannschaft und nicht ohne Grund heuer bis zum letzten Spiel im Aufstiegsrennen dabei gewesen.“ Ein kleiner Ausschlag habe entschieden: „Wahrscheinlich war es am Ende das Quäntchen, das uns als Sieger hat dastehen lassen. Vielleicht waren sie ein bissel nervös aufgrund der tabellarischen Situation.“
Das passt auch zum Tabellenbild: Suben schloss die Runde mit 56 Punkten als Dritter ab, Hartkirchen landete mit 39 Zählern auf Rang sieben. Der Sieg gegen einen Spitzenklub bekam dadurch zusätzliches Gewicht – nicht, weil die Heimischen brillierten, sondern weil sie genau das lieferten, was es in so einem Spiel braucht.
Die Rot-Szene sorgte naturgemäß für Gesprächsstoff. Haider schilderte den Hartkirchner Blick auf die Entscheidung: „Bei der Roten Karte sind wir der Meinung, dass unser Tormann den Ball im Sechzehner mit der Hand hatte und nicht draußen. Da gab es lange Verwirrung.“ Wichtig war ihm aber auch die Fairness im Urteil: „Ansonsten kann man dem Schiedsrichterteam keine negativen Aspekte vorwerfen.“ Sportlich nutzte Hartkirchen die Unterzahl für einen starken Auftritt – zwei Treffer in kurzer Folge, anschließend blieb man stabil und brachte das Resultat sauber heim. Die Gefühlslage danach fasste Haider so zusammen: „Die Stimmung nach dem Schlusspfiff ist natürlich sehr gut. Einen besseren Abschluss von einer schwierigen, verletzungsgeplagten Saison kann man sich nicht wünschen.“
Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorne: „Wir freuen uns jetzt auf die Pause, werden die Aufbauzeit nützen, um unsere Fehler auszubessern und noch besser zu werden.“ Besonders freute ihn, dass viele Talente Verantwortung übernahmen: „Heute haben viele Junge gespielt und sie haben wieder gezeigt, was sie draufhaben und dass die Zukunft für unseren Verein gesichert ist.“