Ein spätes Standardtor bewahrte den FC Spitz Attnang vor einer Niederlage in der Bezirksliga Süd gegen Union Thalheim. Trainer Benjamin Troppmair sprach von einem leistungsgerechten 1:1 in einer chancenarmen, aber fair geführten Auftaktpartie der Rückrunde. Zur Pause stand es 0:0; nach dem 0:1-Rückstand erhöhte seine Mannschaft den Druck, der Ausgleich fiel nach einem Freistoß. Troppmair hob die Wirkung der Umstellungen nach der Pause hervor, lobte das Schiedsrichterteam und richtete den Blick bereits auf die aus seiner Sicht harte Auswärtsaufgabe. Angesichts des Abstiegskampfes betonte er, dass Investition und Zweikampfstärke im kommenden Duell den Ausschlag geben dürften.

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Der Spielverlauf bestätigte Troppmairs Eindruck eines leistungsgerechten Remis. Nach einer torlosen 1. Halbzeit (0:0) brachte David Mayr Union Thalheim in der 58. Minute mit 0:1 in Führung. Attnang antwortete spät: Petar Orsulic stellte in der 85. Minute auf 1:1. „In Summe war es ein chancenarmes Spiel.“ Auch wenn seine Elf in den Schlussminuten zulegte, blieb die Partie insgesamt arm an klaren Möglichkeiten. Vor der Führung sah Troppmair Vorteile im Ballbesitz bei Thalheim; danach gewann Attnang an Spielanteilen, ohne dauerhaft zwingend zu werden.
Ein wiederkehrendes Motiv waren ruhende Bälle. „Beide Mannschaften sind vor allem nach Standardsituationen, speziell nach Eckbällen, gefährlich geworden.“ Für Attnang wurde ein Freistoß zum Kippmoment: „Wir haben aus einem Freistoß unser Tor gemacht – die Standardsituation war für uns der Schlüssel zum Ausgleich.“ Inhaltlich stellte Troppmair zudem heraus, dass seine Mannschaft nach Problemen mit Thalheims Dreieraufbau in der 1. Halbzeit ihr Anlaufverhalten anpasste und vorne konsequenter zustellte. Der Effekt war spürbar, blieb aber in der Durchschlagskraft begrenzt: „Dadurch wurde es besser, aber bis auf die letzten 10 Minuten waren wir nicht wirklich zwingend.“
Die Tonlage der Partie beschrieb Troppmair als robust, jedoch sauber geführt: „Es war die typische erste Partie in der Rückrunde und sehr kampfbetont.“ Strittige Szenen gab es aus seiner Sicht nicht: „Es war nie unfair und die Schiedsrichter haben eine sehr gute Leistung geboten.“ Inhaltlich richtet sich der Fokus nun auf das Auswärtsspiel in Zipf, auch vor dem Hintergrund der eigenen Lage: „Wir sind im Abstiegskampf“, so Troppmair, der erneut einen intensiven Nachmittag erwartet: „Zipf ist eine sehr zweikampfstarke Mannschaft. Es wird sicher kein schönes Spiel – die Mannschaft, die mehr investiert, wird das Spiel wahrscheinlich unterm Strich gewinnen.“