Spielberichte

„Wir waren kompakter und haben die zweiten Bälle öfter gewonnen“ – Jeging belohnt sich mit 3:2

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TSU Jeging
USV Eggelsberg/M.

In der Bezirksliga West hat sich die TSU Jeging mit einem 3:2 gegen USV Raiffeisen Eggelsberg/Moosdorf für zuletzt knappe Niederlagen gegen starke Gegner belohnt. Sportlicher Leiter Thomas Winkler sah vor allem die Heimstärke, die größere Kompaktheit und die gewonnenen zweiten Bälle als Schlüssel. Gegen bis dahin ungeschlagene Gäste musste Jeging immer wieder Phasen überstehen, hatte am Ende aber die besseren Antworten.

Mehrere Fußbälle auf Rasen

Foto: Pixabay

Jeging legt vor und antwortet nach der Pause sofort

Winkler hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft gut in die Partie gefunden hat. „Wir sind ganz gut in die Partie gestartet und haben vor allem am Anfang die Hand auf dem Spiel gehabt“, sagte der sportliche Leiter nach dem Schlusspfiff. Ganz geradlinig lief es aus Jeginger Sicht trotzdem nicht, weil es auch jene kleinen Durchhänger gab, die Winkler offen ansprach. Dazu kam noch ein Moment, der das Spiel früh in eine andere Richtung hätte kippen lassen können: Eggelsberg ließ beim Stand von 0:0 einen Elfmeter aus. „Das hat uns sicher in die Karten gespielt, weil es ein sehr ungünstiger Zeitpunkt gewesen wäre. Das wäre das 1:0 für Eggelsberg gewesen“, meinte Winkler. Stattdessen ging Jeging in der 39. Minute durch Lukas Lugstein mit 1:0 in Führung und nahm dieses Ergebnis auch mit in die Pause. Direkt nach dem Seitenwechsel glich Franz-Lukas Reschenhofer zwar zum 1:1 aus, doch Jeging reagierte beinahe postwendend. Robert Hehedosh stellte in der 51. Minute wieder auf 2:1 und legte in der 67. Minute auch das 3:1 nach. Dass Philipp Felber in der 73. Minute noch auf 3:2 verkürzte, machte die Schlussphase zwar wieder eng, änderte aber nichts mehr am Heimsieg. Winkler selbst bekam nicht jeden Treffer direkt mit, hob aber zumindest „den schönen Freistoß vom Robert“ ausdrücklich hervor.


Diesmal fällt die Belohnung auf Jeginger Seite aus

Für Winkler war dieser Sieg nicht nur wegen der drei Punkte wichtig, sondern auch wegen der Entwicklung, die er in den vergangenen Wochen gesehen hat. Jeging hatte sich gegen Mannschaften aus dem oberen Bereich schon mehrfach teuer verkauft, stand aber am Ende oft mit leeren Händen da. Genau das war diesmal anders. „Man sieht es schön in den letzten Partien, das waren immer gegen sehr starke Mannschaften. Gegen Palting, gegen Senftenbach und jetzt gegen Eggelsberg haben wir sehr knappe Spiele gehabt. Heute haben wir uns endlich belohnen können“, sagte er. Diese Linie führt er auch auf die Arbeit des neuen Trainers zurück, dessen Einfluss in Winklers Aussagen klar herauszuhören war. „Die Handschrift unseres neuen Trainers sieht man. Er hat einen sehr guten Zugriff auf die Mannschaft und auch gewisse Positionen umgestellt.“ Dass dann noch ein Sieg herausspringt, passt für Winkler ins Gesamtbild: „Wie es im Trainerwesen so ist: Wenn man gewinnt, hat man recht – und das hat er heute hundertprozentig.“ Entsprechend gelöst war die Stimmung nach dem Schlusspfiff. „Wir freuen uns wirklich. Heute ist eine sehr ausgelassene Stimmung in Jeging.“

Gegen den Favoriten auf Augenhöhe geblieben

Dass dieser Erfolg für Jeging besonderes Gewicht hat, liegt auch am Gegner. Eggelsberg war vor dieser Runde noch ohne Niederlage, hatte sieben Siege und vier Unentschieden am Konto und reiste damit als klar besser platzierte Mannschaft an. Winkler sprach deshalb auch von einem Gegner, der „eine bärenstarke Saison“ spielt. Besonders die Kompaktheit und die Gefährlichkeit über die Außen hob er hervor: „Eggelsberg ist eine unglaublich kompakte Mannschaft und über die Außen sehr gefährlich.“ Umso mehr gefiel ihm, dass seine Elf trotzdem immer wieder Wege fand, um dem Favoriten wehzutun. „Wir haben immer wieder Lösungen gefunden“, sagte Winkler. Deshalb fiel seine Gesamtbewertung auch klar aus. Zwar sprach er von „Nuancen“, die den Unterschied ausgemacht hätten, im Kern sah er sein Team aber vorne: „Unterm Strich waren wir einfach kompakter und haben die zweiten Bälle öfter für uns entscheiden können.“ Dazu passte auch sein Eindruck vom gesamten Spiel. „Es war eine kämpferische Partie auf Augenhöhe“, sagte Winkler und ergänzte, man habe nicht gesehen, wer mit 25 und wer mit sechs Punkten dastand. Für Jeging ist dieser Nachmittag damit mehr als nur ein 3:2. Er zeigt, dass die Mannschaft gegen starke Gegner nicht nur mithalten, sondern sich diesmal auch wirklich belohnen kann.

Bezirksliga West: TSU Jeging : Eggelsb.-M - 3:2 (1:0)

  • 73
    Philipp Felber 3:2
  • 67
    Robert Hehedosh 3:1
  • 51
    Robert Hehedosh 2:1
  • 49
    Franz-Lukas Reschenhofer 1:1
  • 39
    Lukas Lugstein 1:0