Beim erfolgreichen Coach des Frauenklasse-Zweiten, Andreas Kronegger, erkundigte sich das Ligaportal über den aktuellen Stand bei den Aufsteigerinnen:
Ligaportal: Andreas, traf Euch der Aufstieg durch die Umstände in der Landesliga eher unerwartet?
Andreas Kronegger: „Der Aufstieg kam schon etwas überraschend, wobei ich schon insgeheim damit etwas „spekuliert“ hatte, nachdem wir uns knapp vor der SPG HÖGL Taufkirchen/Münzkirchen in der Frauenklasse Süd/West den 2. Platz sichern konnten“.
Umso größer sind die Freude und Euphorie jetzt, nehme ich an, wird das auch im Training sichtbar?
„Ich persönlich sehe es schon aus sportlicher Sicht sehr positiv, mit mir auch einige Mädels. Es gibt aber auch ein paar Spielerinnen, die die Meinung vertreten, dass man nur als Meister aufsteigen sollte. Die Trainings sind schon in Ordnung, wie zahlreich sie derzeit besucht sind“.
Ihr betreut im Quartett: Du wirst von den 2 „Co`s“: Ernst Angerer und Mario Batek sowie Torhüterinnen- Trainer Horst Zwicklhuber unterstützt, wie teilt Ihr Euch die Agenden auf?
„Da muss ich Dich stark korrigieren: wir stellen jetzt ein Trainerteam mit drei Personen mit gleicher Entscheidungskraft: Mario, Ernst und ich, Horst arbeitet meistens einmal pro Woche mit unseren Torfrauen und ist auch bei allen Spielen dabei“.
Wann habt Ihr wieder begonnen mit der Vorbereitung, wie oft übt Ihr?
„Wir sind am 1. Juli wieder mit dem Training gestartet und halten zwei Übungseinheiten pro Woche ab“.
Welche Veränderungen gibt es in Eurem Kader?
„Der Kader ist größer geworden. Es sind ein paar Spielerinnen zu uns gewechselt, drei Mädels, welche eine Auszeit genossen, sind auch wieder aktiv geworden. Von unserer MHL -Mannschaft sind auch einige im Kader dabei, wo ich denke, dass sie der Mannschaft helfen können.
Haben Schlüssel-Spielerinnen ihre Laufbahn beendet?
„Leider haben wir auch zwei Abgänge, welche uns sicher fehlen werden, die „Team-Stützen“ Sarah Feichtinger und Annika Dopona, bei denen wir uns herzlich bedanken für ihren Einsatz, ihre Spielfreude und ihren Teamgeist!“
Mit den „Sparring-Partnern“ SPV Kematen - Piberbach / Rohr und der SG Steyr Damen seid Ihr Eurer Linie, immer von „Größeren“ gefordert werden zu wollen, treu geblieben, oder sehr ich das falsch?
„Das wir gegen höherklassige Vereine spielen, war eigentlich nicht wirklich geplant, hat sich aber erfreulicherweise zufällig so ergeben. Wir werden aber auch noch ein Testspiel am 15. August gegen Hellmonsödt bestreiten, des Weiteren hätten wir im Juli auch noch gegen Elsbethen gespielt, dieses Aufbauspiel kam aber leider nicht zustande“.
In der Landes-Liga gibt es ein Wiedersehen mit den SV- Gmunden-Frauen und der SPG HÖGL Taufkirchen/Münzkirchen, „locken“ da etliche Punkte?
„Diese Spiele werden sicher wieder interessant und auch sehr schwierig, aber ich denke, es sind Spiele wie gegen alle anderen Gegner auch. Wir werden einfach versuchen, unsere bestmögliche Leistung abzurufen, und dann hoffen wir, dass wir etwas Zählbares mitnehmen können“.
Im Herbst empfängt Ihr 2 Titel- Favoriten, Biogena Peuerbach und USV St. Oswald daheim, eine „günstige“ Auslosung?
„Es ist natürlich schön, gegen diese Mannschaften im Herbst ein Heimspiel zu haben, aber wir haben eigentlich in der letzten Saison in der Fremde mehr Punkte geholt als zuhause“.
Union Weibern, die Gegnerinnen im Voest-Alpine-Ladies-Cup, sind Euch bekannt aus den Vorsaisonen, Euer Ziel im Pokal?
„Weibern kennen wir natürlich, und freuen uns auf das Spiel. Wir wollen natürlich versuchen, eine Runde weiterzukommen, aber es wird sicher eine schwierige Aufgabe. Ich sehe es mehr als ein Testspiel, denn das Hauptaugenmerk liegt natürlich beim Meisterschafts-Bewerb“.
Wer betreut Euer MHL-Team?
„Das MHL -Team wird jetzt von Ronald Tröbinger und Josef Fischereder betreut. Ich werde natürlich auch meistens bei den Spielen dabei sein, und ab und zu auch bei den Trainings, weil auch meine zwei Töchter, Anika und Marlene, dort aktiv sind“.
Mit welcher Erwartung geht Ihr in die neue Meisterschaft?
„Unser Hauptziel wird es natürlich sein, uns in der Liga zu halten. Um das zu erreichen, müssen wir ab dem ersten Spieltag natürlich versuchen, gute Leistungen zu erbringen. Falls uns das gelingt, bin ich schon optimistisch, dass wir unsere Ziele erreichen werden!“
Vielen DANK für Deine präzisen Antworten, ich wünsche Euch ganz viel Spielglück und dass Ihr von schweren Verletzungen verschont bleibt!
Helmut Pichler