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„Wir haben es verpasst, das Tor zu machen“ – Ennser Sportklub lässt gegen St. Ulrich zwei Punkte liegen

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Ennser Sportklub
USV St. Ulrich

In der Landesliga Ost hat der Ennser Sportklub am Freitag gegen den USV St. Ulrich trotz klarer Überlegenheit nur ein 0:0 geholt. Aus Sicht von Trainer Robert Pervan war vor allem die fehlende Konsequenz vor dem Tor ausschlaggebend. Enns war früh am Drücker, blieb über weite Strecken das aktivere Team und ließ den Gegner nur selten zur Entfaltung kommen, belohnte sich aber erneut nicht.

Spieler rutscht mit Ball auf Rasen

Image by Jörg Struwe from Pixabay


Drei Möglichkeiten gleich zu Beginn

Für Enns war der Abend aus Sicht des Trainers schnell in eine klare Richtung gegangen. „Wir waren am Anfang sehr am Drücker und eigentlich das ganze Spiel überlegen“, sagte Pervan nach dem 0:0. Besonders die erste Phase blieb ihm hängen, weil seine Mannschaft in den ersten zehn Minuten gleich drei Top-Chancen hatte. Genau dort sah er den ersten großen Knackpunkt. „Wenn wir da ein Tor machen, wird das Spiel sicher leichter“, meinte er. Statt einer frühen Führung stand zur Pause aber weiter ein 0:0 auf der Anzeigetafel, obwohl Enns laut Pervan über weite Strecken mehr vom Spiel hatte.

Viel Aufwand, kein Ertrag

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich die Grundrichtung nach seiner Schilderung nicht wesentlich. Enns blieb das aktivere Team, kam immer wieder zu guten Möglichkeiten, brachte den Ball aber erneut nicht im Tor unter. Für Pervan ist das kein einmaliges Thema, sondern eines, das seine Mannschaft schon länger begleitet. „Wir haben es wieder verpasst, das Tor zu machen. Das ist derzeit unser größtes Manko“, sagte der Trainer. Dazu komme, dass sich sein Team aus guten Spielphasen zu selten den entscheidenden Ertrag hole. „Wir müssen diese Killermentalität entwickeln“, forderte Pervan und sprach damit genau den Punkt an, der Enns auch diesmal zwei Zähler kostete.

Remis passt für Pervan nicht zum Spiel

Entsprechend klar fiel auch seine Einordnung des Endstands aus. Mit der Punkteteilung konnte Pervan wenig anfangen, weil er die Kräfteverhältnisse deutlich anders gesehen hatte. „Ich glaube nicht, dass das Unentschieden in Ordnung geht“, sagte er offen und legte nach: „Das hätte eigentlich ein deutlicher Sieg sein müssen. Das Ergebnis ist nicht gerecht, aber wir sind selber schuld.“ Gerade dieser zweite Teil war ihm wichtig, weil er die Verantwortung nicht wegschob. Der Gegner habe kompakt verteidigt und sei „relativ gut“ gewesen, schlechter machen wollte er St. Ulrich also nicht. Gleichzeitig blieb seine Kernaussage deutlich: Enns habe dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt und St. Ulrich aus seiner Sicht nicht viele Möglichkeiten gegeben.

Die Richtung stimmt, die Tore fehlen noch

Trotz des erneuten Rückschlags vor dem Tor sieht Pervan bei seiner Mannschaft nicht alles negativ. „Wir werden von der Spielanlage immer besser“, sagte er, und genau darin liegt für ihn die Basis für die nächsten Wochen. Nach seiner Einschätzung hat sich Enns bereits aus dem Tabellenkeller herausgearbeitet, nun gehe es darum, in der Winterpause und in der Vorbereitung den letzten Schritt zu machen. „Wir müssen uns auch belohnen und wirklich bis zum Endzweck gehen“, so Pervan. Nebengeräusche gab es für ihn diesmal kaum, auch den Unparteiischen fand er „überraschend gut“. Der Fokus bleibt damit klar: Das Spiel ist da, nun müssen die Treffer folgen.