In der Landesliga Ost musste sich die SPG Hama Trucks Rohrbach-Berg/Altenfelden bei der SPG St. Florian/Niederneukirchen mit 0:2 geschlagen geben. Für Trainer Christian Eisschiel lag der Knackpunkt weniger in einer schwachen Gesamtleistung als in der fehlenden Effizienz vor der Pause. Rohrbach-Berg hatte nach seiner Einschätzung mehr vom Spiel, ließ die eigenen Möglichkeiten aber ungenutzt, während St. Florian die Partie mit zwei Treffern von Lorenz Gruber auf seine Seite zog.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Rohrbach-Berg kam laut Eisschiel ordentlich in die Partie und hatte trotz eines sehr unangenehmen Gegners zunächst das Gefühl, das Spiel in weiten Teilen zu kontrollieren. "Wir haben eigentlich sehr gut begonnen. Man hat gemerkt, dass Sankt Florian sehr aggressiv war, sehr aggressiv verteidigt hat und sehr aggressiv in den Zweikämpfen war, aber wir hatten mehr vom Spiel", sagte der Trainer. Genau daraus leitete sich für ihn auch die Erklärung der Niederlage ab, denn aus dieser Phase nahm seine Mannschaft nichts Zählbares mit. "Wir haben aus 2 Torschüssen aus 25 Metern zwei Tore bekommen und hätten in der ersten Halbzeit eigentlich mindestens drei Tore machen müssen", sagte Eisschiel. Dann wäre die Partie in eine andere Richtung gelaufen, doch genau das gelang den Gästen nicht.
Der erste Treffer fiel in Minute 41, als Lorenz Gruber St. Florian mit 1:0 in Führung brachte. Mit diesem Rückstand ging Rohrbach-Berg auch in die Pause, und genau das veränderte die Aufgabe für die Gäste spürbar. Eisschiel sagte, dass seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit nicht mehr so zwingend war, sich nicht mehr so viele Chancen erarbeitete und sich im Ballbesitz zu viele Fehler leistete. "Wir waren in der zweiten Halbzeit dann vor allem nicht mehr so zwingend, haben uns nicht mehr so viele Chancen erarbeitet und zu viele Fehler im Ballbesitz gemacht", erklärte er. Dazu kam, dass "St. Florian nach dem Führungstreffer natürlich in der zweiten Halbzeit die Zeit von der Uhr nehmen wollte und wir in keinen Spielfluss mehr gekommen sind!". Eine strittige Szene wollte er ebenso wenig ausmachen. Vielmehr blieb er bei seiner Linie: Der Unterschied lag in der Verwertung. Während Rohrbach-Berg seine Möglichkeiten liegen ließ, machte Gruber mit dem 2. Torschuss des Gegners den 2. Treffer in der 82. Minute und den 2:0-Endstand fix.
Dass die sechste Saisonniederlage aus Sicht des Trainers so klar erklärbar war, zeigte auch seine knappe Antwort auf die Frage, was der Gegner besser gemacht habe: "Sie waren effektiver." Später führte er das noch deutlicher aus: "Wir haben aus fünf Chancen leider kein Tor gemacht. Der Gegner hat aus zwei Chancen zwei Tore gemacht und das war der Unterschied." Damit war für Eisschiel nicht nur dieses Spiel zusammengefasst, sondern auch ein Thema angesprochen, das seine Mannschaft durch den Herbst begleitet hat. Mit 25 Punkten ist die Hinrunde für ihn "in Ordnung", auch wenn er meinte, es seien "wahrscheinlich doch drei oder vier Zähler zu wenig". Als Grund nannte er fehlende Konstanz als gesamte Mannschaft aber auch bei einzelnen Spielern und den Umbruch im Sommer. Gerade deshalb soll im Winter an Details gearbeitet werden, "die Sommervorbereitung war kurz, im Winter geht es dann um akribische Arbeit bei den Abläufen im letzten Drittel und in der Defensivarbeit". Schon im Dezember beginnt die SPG Rohrbach-Berg/Altenfelden laut Eisschiel mit vereinzelten Trainingseinheiten, ehe im Jänner die normale Vorbereitung startet. Die Basis passt aus seiner Sicht, die Mannschaft hat Entwicklungspotenzial und ist sehr willig, der nächste Schritt soll nun über mehr Konstanz und bessere Entscheidungen in den entscheidenden Zonen kommen.