In der Landesliga West hat sich der SK WIEHAG Altheim lange ordentlich gewehrt, am Ende setzte sich der SV Pöttinger Grieskirchen in der Kobe Arena aber klar mit 6:2 durch. Nach einem 2:2 zur Pause drehte der Gast nach dem Seitenwechsel auf und zog Tor um Tor davon. Co-Trainer Jürgen Offenzeller sah den Unterschied vor allem in der Konsequenz seiner Mannschaft: Sie habe von der ersten bis zur 90. Minute weitergespielt und den Auswärtssieg unbedingt gewollt.

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Aus Sicht von Jürgen Offenzeller legte SV Pöttinger Grieskirchen einen richtig guten Start hin. „Wir sind von Anfang an gut in die Partie gestartet“, sagte der Co-Trainer, und tatsächlich war schon früh zu sehen, dass die Gäste gleich nach vorne spielen wollten. Nach fünf Minuten jubelte SV Pöttinger Grieskirchen sogar schon einmal, als Matthias Leibetseder ein Traumtor machte, doch diese Szene wurde laut Offenzeller wegen Abseits richtigerweise zurückgenommen. Wenig später fiel die Führung dann doch, diesmal zählte der Treffer: In der 14. Minute brachte Matthias Leibetseder SV Pöttinger Grieskirchen mit 0:1 in Führung. Lange Ruhe brachte das aber nicht ins Spiel, denn SK WIEHAG Altheim kam immer besser hinein. Ivan Tankuljic glich in der 23. Minute zum 1:1 aus, doch die Antwort ließ keine Minute auf sich warten. Schon in der 24. Minute stellte Matthias Leibetseder auf 1:2 für SV Pöttinger Grieskirchen. „Wir hofften, mit dieser Führung in die Halbzeit zu gehen“, sagte Offenzeller, doch daraus wurde nichts. In der 38. Minute kam SK WIEHAG Altheim erneut zurück, wieder war Ivan Tankuljic zur Stelle. Offenzeller sprach von einem Eigenfehler seiner Mannschaft und einem guten Abschluss aus 16 Metern. So ging es mit einem 2:2 in die Pause, obwohl SV Pöttinger Grieskirchen nach Meinung des Co-Trainers insgesamt ordentlich begonnen hatte.
Der entscheidende Teil des Abends begann für SV Pöttinger Grieskirchen dann nach dem Seitenwechsel. „In der zweiten Halbzeit waren wir klar tonangebend“, sagte Offenzeller, und genau so entwickelte sich die Partie auch auf der Anzeigetafel. In der 52. Minute ging SV Pöttinger Grieskirchen wieder in Führung, als Xaver Falzberger nach einem Steckpass zum 2:3 traf. Das war der Treffer, der den Gästen endgültig wieder die Richtung vorgab. Acht Minuten später legte Milán Ángyán nach, Offenzeller sprach dabei von einer schönen Kombination, die zum 2:4 führte. SK WIEHAG Altheim bekam das Spiel in dieser Phase nicht mehr beruhigt, während SV Pöttinger Grieskirchen am Drücker blieb und weiter nach vorne spielte. In der 66. Minute nutzte Eldin Fejzic einen missglückten Rückpass zum 2:5 und sorgte damit für klare Verhältnisse. Doch damit war für die Gäste noch nicht Schluss. Offenzeller hob genau das als Schlüsselfaktor hervor: „Das Wichtigste war, dass wir von der ersten bis zur 90. Minute weitergespielt haben und nicht aufgegeben haben und selbst beim Stand von 2:5 noch auf das nächste Tor gegangen sind.“ Den Schlusspunkt setzte in der 78. Minute wieder Matthias Leibetseder, der einen Handelfmeter zum 2:6 verwandelte. Offenzeller nannte den Dreifachtorschützen an diesem Abend „hervorragend aufgelegt“ und sprach von einem aufgrund der zweiten Halbzeit hochverdienten Auswärtssieg.
Dass dieser 6:2-Erfolg für den SV Grieskirchen mehr war als nur ein Auswärtssieg am Beginn der Saison, machte Offenzeller in seinen Aussagen sehr deutlich. „Der Einsatz und die Bereitschaft, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen“, stellte er als das heraus, was seiner Mannschaft am Dienstagabend besonders gut gelungen sei. Dahinter steckt für ihn auch ein größeres Thema. „Da wir uns in den letzten Monaten auswärts leider selten mit Ruhm bekleckert hatten, war es für uns ein ganz, ganz wichtiges Zeichen. Jetzt wollen wir am Freitag unbedingt gleich in Eferding nachlegen“, sagte der Co-Trainer. Gerade deshalb bekam dieser Auftritt zusätzliches Gewicht, weil der SV nach dem 2:2 zur Pause nicht unruhig wurde, sondern das Spiel konsequent weiterzog. Dabei sparte Offenzeller auch nicht mit Anerkennung für den Gegner. Der SK Atheim sei „gut organisiert“, spiele „schnörkellos in die Spitze“ und habe vor allem in der ersten Halbzeit einen guten Eindruck hinterlassen. Diskussionen neben dem eigentlichen Spielverlauf sah er keine, im Gegenteil: „Schiedsrichter Feichtintger und sein Team waren ausgezeichnet.“ Für die Trattnachtaler bleibt damit vor allem ein Abend, der sportlich klar ausfiel und mental offenbar noch wichtiger war.