Nach dem souveränen 3:0-Auftaktsieg in der LT1 OÖ-Liga gegen die Truppe aus Vöcklamarkt reiste die DSG Union HABAU Perg selbstredend mit einer breiten Brust zum SV Gmundner Milch. Davon war insbesondere in Hälfte eins aber wenig zu sehen. Am Ende wurden beim 1:1 die Punkte geteilt. Während die Perger somit ungeschlagen bleiben, schrieb der Aufsteiger aus dem Salzkammergut erstmals in der neuen sportlichen Umgebung an.
Vor fast 500 Zuschauern war vom Start weg offensichtlich, dass sich die Perger auf dem Kunstrasen brutal schwertaten. Man fand überhaupt nicht in den Rhythmus und begünstigte obendrein durch vermeidbare Fehler immer wieder die Offensivbemühungen des Kontrahenten. Der Liganeuling strahlte indes Dominanz aus und bespielte den Favoriten dank technischer Klasse und dem richtigen Timing für Tempoverschärfungen. Die beste Chance der Hausherren in den ersten 45 Minuten fand Florian Laska vor, der den Ball an die Innenstange setzte.
Die zweite Hälfte begann mit einem weiteren Alu-Treffer der Gmundner. Wieder war es Laska, der maximales Pech hatte, als die Kugel an die Innenstange klatschte. Erst danach wurde der Gast aus dem Mühlviertel allmählich munter, wobei nicht unterwähnt bleiben darf, dass sich die Hereinnahmen von Andre Schmid und Samuel Mader nach einer guten Stunde positiv auf das eigene Spiel auswirkten. Endlich konnte man auch die Tiefe bespielen und somit dem Kontrahenten gewissermaßen zusetzen. In einer guten Perger Phase schlug man dann zu, als Joker Schmid nach zielstrebigem Umschaltspiel zum 0:1 einschoss (71.). Der SV Gmundner Milch wählte danach eine noch offensivere Grundausrichtung und drückte auf den Ausgleich und den ersten Treffer seit der Rückkehr in die OÖ-Liga. Eine weitere nennenswerte Chance fanden aber die Perger vor, Manuel Mühlbachler ließ sie jedoch ungenützt verstreichen. In der Schlussphase drückten die Hausherren den Gegner noch einmal richtig rein und strahlten durch eine Standard-Serie eine brutale Gefahr aus. In der 2. Minute der Nachspielzeit belohnte man sich dann für einen insgesamt couragierten Auftritt mit dem 1:1 durch Innenverteidiger Moritz Würdinger, der nach einer Ecke erfolgreich war.
Markus Allerstorfer (Trainer SV Gmundner Milch):
„Aufgrund des Spielverlaufs, der Chancen und der Dominanz in Ballbesitz sind es zwei verlorene Punkte. Wir haben zwei Mal die Stange getroffen. Gegen eine Mannschaft, die in der vergangenen Saison um den Titel mitgespielt hat, war das eine sensationelle Leistung. Gottseidank haben wir uns am Schluss belohnt. Wir sind zufrieden mit dem Punkt in Anbetracht des Kaders, den wir zur Verfügung hatten.“
Jürgen Prandstätter (Trainer DSG Union Perg):
„Der Punkt geht so in Ordnung. Wir haben uns heute sicher nicht mehr verdient. Wir hatten mehr zwingende Chancen. Wir waren aber nicht präsent genug und im Spiel mit dem Ball sehr fahrlässig. Es war kein gutes Spiel.“
Die Besten: Moritz Würdinger (IV, SV Gmundner Milch), Phillip Gschwandtner (IV, DSG Union Perg)
Foto: Philipp Stockmaier