Nach wichtigen Siegen zuletzt hatte die SPG Edelweiss/Neue Heimat vor Runde 15 in der LT1 OÖ-Liga noch alle Chancen auf die Winterkrone. Heute empfing man auf eigener Anlage den SV Zebau Bad Ischl – und feierte prompt den dritten überzeugenden Dreier in Serie. Somit fing man den SV Friedburg 1960, der in einem absolut verrückten Parallelspiel mit der UVB Vöcklamarkt die Punkte teilte (3:3), noch von der Tabellenspitze ab und überwintert als Herbstmeister.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Einen perfekten Start in dieses Kräftemessen erwischte der Favorit aus der Landeshauptstadt. Mit zwei ganz schnellen Treffern schockte man einen zu Beginn auffällig passiv agierenden Kontrahenten gleich doppelt. Nachdem Imran Sadriu mit einem gekonnten Abschluss seine Truppe bereits in der 2. Minute in Führung gebracht hatte, erhöhte Mittelfeldmann Simon Abraham auf absolut spektakuläre Art und Weise mit einem direkt verwandelten Freistoß nur wenige Augenblicke später auf 2:0 (6.). Auch danach blieb die SPG Edelweiss/Neue Heimat extrem dominant und zielstrebig, wenn es ins vorderste Drittel ging. Was sich die Mannschaft aber insbesondere in jener Phase vorwerfen lassen muss, ist die Tatsache, dass man in letzter Instanz nicht sauber genug agierte, sodass richtig dicke Chancen liegen gelassen wurden. Der SV Bad Ischl fing sich ab Minute 25 etwas, zwingend konnte man aber in der Offensive nicht werden.
Nach dem Seitenwechsel konnte der Gast aus dem Salzkammergut einem technisch überragenden Kontrahenten zumindest phasenweise fußballerisch die Stirn bieten. Die bis dato beste Gelegenheit ließ Oleksandr Lovyniuk aber ungenützt verstreichen. In der Folge war wieder die Stumpf-Truppe an der Reihe und setzte dem Gegner durch gnadenloses Umschaltspiel samt platzierten Abschlüssen enorm zu. In der 52. Minute markierte Ramic nach Vorlage von Bünyamin Karatas das 3:0. Fünf Minuten später schnürte der Stürmer und aktuell Führende der Torschützenliste den Doppelpack, indem er aus kurzer Distanz einschoss. Danach kreierte die SPG Edelweiss/Neue Heimat weitere Top-Chancen, David Pils, Karatas und Ramic verfehlten das anvisierte Ziel aber jeweils knapp. Der SV Bad Ischl wurde in einem Match, das längst gelaufen war, in der Offensive nicht mehr wirklich präsent.
Markus Auberger (sportlicher Leiter SPG Edelweiss/Neue Heimat):
„Wir haben in der Höhe verdient gewonnen. Das Einzige, was man der Mannschaft vorwerfen kann, ist die mangelnde Chancenauswertung. Spielerisch und technisch war das hervorragend. Wir sind als Titelfavorit in die Saison gegangen. Seit sechs bis neun Wochen haben wir immer performt. Das ist der Mannschaft hoch anzurechnen. Ich bin stolz auf das Trainerteam und die Mannschaft!“
Peter Halada (Trainer SV Bad Ischl):
„Edelweiss hat eine sehr hohe Qualität. Wir haben heute gegen eine Top-Mannschaft gespielt und verdient mit 0:4 verloren.“
Die Besten: Bünyamin Karatas (ZMF, SPG Edelweiss/Neue Heimat), David Pils (RMF, SPG Edelweiss/Neue Heimat)