Nach zuletzt drei Pleiten am Stück landete die UVB Oberbank Vöcklamarkt am vergangenen Wochenende am absoluten Tabellenende der LT1 OÖ-Liga. Die letzte Möglichkeit, die rote Laterne noch vor der Winterpause abzugeben, gab es für die Schatas-Truppe am Freitagabend, als man vor heimischem Publikum den neuen Spitzenreiter SV Lugstein Cabs Friedburg 1960 empfing. Zwar knöpfe man schlussendlich dem haushohen Favoriten sogar einen Zähler ab und brachte ihn somit um den Herbstmeistertitel, den letzten Platz wurde man selbst aber damit auch nicht los.
Foto: Michael Zehetner
Vor rund 400 Zuschauern tat sich in der Anfangsphase dieser Begegnung, in der es durchwegs für beide Mannschaften um etwas ging, noch überschaubar wenig. Dabei waren es allerdings schon die Gäste aus Friedburg, die über den ersten Durchgang hinweg ein Übergewicht in Sachen Ballbesitz und Torchancen entwickelten. Jedoch muss man sich im Lager der Öbster-Truppe den Vorwurf gefallen lassen, jene Feldüberlegenheit schlichtweg nicht bzw. einfach zu wenig in Zählbares umgemünzt zu haben. So gingen die Öbster-Schützlinge erst in Minute 39 in Führung – Ben-Travis Wörndl markierte das 1:0 mit einem präzisen Abschluss aus gut und gerne zwanzig Metern. Doch die UVB ließ sich daraufhin nicht lange lumpen und hatte in Person von Mate Vida noch vor der Pause die ideale Antwort parat – der Ausgangszustand war dementsprechend wiederhergestellt.
Kurz nach dem Seitenwechsel war es dann gar das Tabellenschlusslicht, das nach einem schlichtweg ungeschickten Defensivverhalten des Gastes um ein Haar das Spiel auf den Kopf gestellt hätte – die Schatas-Truppe ließ zum Leidwesen der zahlreichen heimischen Fans diese Chance jedoch ungenützt verstreichen. Nach etwas mehr als einer Stunde holte dann dafür wiederum der Kontrahent aus Friedburg zum Rundumschlag aus – und das gleich in doppelter Manier. So stellte man binnen vier Minuten – jeweils nach einer Standardsituation – durch Treffer von Marius Lehner und Leonard Jigalov auf 1:3. Wer nun von einer Vorentscheidung sprach, wurde von den Heimischen nur Sekunden später ein weiteres Mal an diesem bereits jetzt schon denkwürdigen Abend eines Besseren belehrt: Gabor Tamas Barta versenkte das runde Leder wenige Momente darauf das runde Leder nach einem feinen Spielzug zum erneuten Anschlusstor im Gehäuse. Und auch danach gab man sich im Lager der UVB noch keineswegs geschlagen, bewies eine beeindruckende Moral und wurde schlussendlich mit dem abermaligen Ausgleich belohnt – Torschütze war nach mustergültigem Steckpass ein weiteres Mal Gabor Tamas Barta. Während die Gastgeber somit einen, zumindest aus moralischer Sicht, erfolgreichen Abschluss einer alles in allem verkorksten Herbstsaison verbuchten, ging der SV Friedburg im indirekten Duell um den Herbstmeistertitel leer aus – dieser geht an die Mannen aus der Landeshauptstadt.
Gerhard Schimpl (Sportlicher Leiter (UVB Vöcklamarkt):
„Es war ein unter dem Strich verdientes Unentschieden aus meiner Sicht. Leider haben wir erneut zwei Tore aus Standardsituationen bekommen. Das verfolgt uns leider etwas durch den Herbst. Mit der Hinrunde können wir natürlich nicht zufrieden sein. Wir wissen aber, dass es die Mannschaft grundsätzlich draufhat. Die anderen Teams im Abstiegskampf sind auf jeden Fall in Reichweite, dementsprechend haben wir im Frühjahr alles selber in der Hand.“
Die Besten: Gabor Tamas Barta (ST, UVB Vöcklamarkt) bzw. Alexander Peter (ZMF, SV Friedburg)