
Der Doppeltorschütze war in bestechender Form.
Die Partie begann mit viel Tempo – und einer Szene, die das Spiel bereits früh in eine klare Richtung lenken sollte. In der 9. Minute sah Angelo Nenadic nach einer Notbremse die Rote Karte. Der Lafnitzer Verteidiger verhinderte damit zwar eine klare Torchance, brachte seine Mannschaft jedoch früh in massive Schwierigkeiten.
Der SC Kalsdorf ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen. Angeführt von einem spielstarken Mittelfeld um Daniel Steinwender, Christoph Urdl und Luca Pichler übernahmen die Hausherren sofort die Kontrolle. Ballbesitz, Spieltempo und Zweikampfführung – alles lag klar auf Seiten der Elf von Trainer Mag. Jörg Schirgi.
Lafnitz, betreut von Marco Wimmer, versuchte sich in der Folge tief zu staffeln und über Konter Nadelstiche zu setzen. Doch gegen die kompakte Defensive rund um Theodor Wlattnig und David Reinhold Burger war kaum ein Durchkommen möglich.
In der 20. Minute war es dann soweit: Daniel Steinwender krönte die druckvolle Anfangsphase mit dem 1:0. Nach einer sehenswerten Kombination im Mittelfeld kam der Ball in den Strafraum, wo Steinwender eiskalt abschloss und Lafnitz-Keeper Gabriel Georg Suprun keine Chance ließ.
Die Gastgeber blieben am Drücker – und legten nur sieben Minuten später nach. Wieder war es Steinwender, der zur Stelle war und nach einem schnellen Angriff auf 2:0 erhöhte (27.). Spätestens jetzt war klar, dass Kalsdorf das Spiel fest im Griff hatte.
Doch damit nicht genug: In der 31. Minute setzte Christoph Urdl den nächsten Nadelstich. Nach einer starken Ballzirkulation landete das Spielgerät bei Urdl, der überlegt zum 3:0 einschob und damit bereits vor der Pause für die Vorentscheidung sorgte.
Auch Thomas Hirschhofer und David Slavec waren immer wieder in Offensivaktionen eingebunden und sorgten dafür, dass die Lafnitzer Defensive kaum Luft zum Durchatmen bekam.
Nach dem Seitenwechsel nahm der SC Kalsdorf etwas Tempo aus der Partie, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Die Gastgeber ließen Ball und Gegner laufen und zeigten eine abgeklärte Leistung, wie man sie sonst eher von etablierten Topteams kennt.
Lafnitz versuchte mit Wechseln – unter anderem kamen Bajram Syla, Martin Lang und Ziga Dajcman – frische Impulse zu setzen, doch echte Torchancen blieben Mangelware. Die Unterzahl machte sich weiterhin bemerkbar, während Kalsdorf defensiv kaum etwas zuließ.
Auf Seiten der Gastgeber kamen ebenfalls neue Kräfte ins Spiel: Leon Kobald, David Zulj und Paul Anton Leopold Stark durften sich noch zeigen und fügten sich nahtlos in das kompakte Mannschaftsgefüge ein.
Einziger kleiner Makel aus Sicht der Heimelf waren Gelbe Karten für Daniel Steinwender und Markus Farnleitner, die jedoch den souveränen Auftritt nicht trübten.
Die Spielleitung von Schiedsrichter Michael Steindl, unterstützt von Philipp Schauer und Jörg Hofgartner, blieb in einer insgesamt fairen Partie unauffällig.
Mit diesem Sieg bleibt der SC Kalsdorf weiterhin ganz vorne mit dabei und bestätigt eindrucksvoll seine starke Premierensaison in der Regionalliga Mitte. 45 Punkte nach 23 Runden – das kann sich mehr als sehen lassen.
Die Mannschaft wirkt eingespielt, taktisch diszipliniert und vor allem in Heimspielen enorm schwer zu schlagen. Besonders die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt aktuell perfekt.
Ganz anders die Situation beim SV Licht-Loidl Lafnitz, der nach dieser Niederlage im Tabellenmittelfeld bleibt und vor allem mit der frühen Roten Karte hadert.
„Ich denke, wir haben heute von Anfang an sehr fokussiert gespielt. Die frühe Rote Karte hat uns natürlich in die Karten gespielt, aber trotzdem musst du so ein Spiel erst einmal sauber zu Ende bringen – und das hat meine Mannschaft wirklich gut gemacht.
Wir haben den Ball kontrolliert, geduldig gespielt und uns die Chancen erarbeitet. Das 3:0 ist aus meiner Sicht absolut verdient. Besonders gefallen hat mir, dass wir trotz Überzahl nicht hektisch geworden sind, sondern unseren Plan durchgezogen haben.
Trotzdem muss man sagen: Gegen zehn Mann ist es immer auch eine Frage der Disziplin. Da darfst du nicht nachlassen, und das haben die Jungs heute sehr professionell gelöst. Kompliment an die Mannschaft – wichtiger Heimsieg für uns.“
Bereits am kommenden Freitag wartet die nächste Herausforderung auf die Kalsdorfer: Auswärts beim SV Velden(24.04., 19:00 Uhr) will man den nächsten Schritt in Richtung Top-Platzierung machen.
Der SV Licht-Loidl Lafnitz empfängt zeitgleich die LASK Amateure OÖ – eine Gelegenheit zur Wiedergutmachung nach diesem gebrauchten Abend.
Der SC Kalsdorf zeigt einmal mehr, warum man als Aufsteiger aktuell zu den absoluten Topteams der Liga zählt. Nach der frühen Roten Karte spielte die Elf von Mag. Jörg Schirgi ihre Überlegenheit abgeklärt und konsequent aus.
Ein verdienter Sieg, eine reife Leistung – und ein weiteres Ausrufezeichen im Kampf um die Spitzenplätze.
Bericht Florian Kober