Der SV Kuchl geht mit einer besonderen Ausgangslage in die neue Saison: In der vergangenen Spielzeit sorgten die Tennengauer in der Regionalliga West für Furore und krönten eine starke Saison mit der sensationellen Vize-Meisterschaft. Im Sommer folgte allerdings ein großer Umbruch bei den Tennengauern, nachdem mehrere Leistungsträger den Verein verließen und einige Spieler vor dem Pflichtspielauftakt noch angeschlagen sind. Am Samstag wartet im ÖFB-Cup mit dem SK Vorwärts Steyr gleich ein spannender Auftaktgegner und zugleich ein Team, auf das Kuchl auch in der neuen Regionalliga Nord treffen wird. Ligaportal sprach mit Trainer Thomas Hofer über die Vorbereitung, die personellen Veränderungen und die Erwartungen an die kommende Saison.
Ligaportal: Hallo Thomas! Ihr startet am Samstag mit dem Cupspiel gegen den FC Pinzgau Saalfelden in die neue Pflichtspielsaison. Wie fällt dein Resümee zur bisherigen Vorbereitung aus?
Thomas Hofer: Die Vorbereitung ist bisher leider nicht so gut gelaufen, da wir einige angeschlagene Spieler haben, die zum Cup- und Saisonauftakt noch nicht dabei sein werden. Von daher müssen wir schauen, dass wir trotz der Ausfälle einen guten Start hinlegen. Danach werden im August sukzessive wieder wichtige Spieler zurückkommen und die Mannschaft verstärken.
Ligaportal: Nach der starken Vorsaison hat es im Kader einen größeren Umbruch gegeben. Wie schwer waren die personellen Veränderungen für euch zu kompensieren?
Thomas Hofer: Vom Kader her hatten wir nach der starken Saison im Vorjahr leider viele Abgänge, die schwer zu kompensieren sind. Wir haben natürlich versucht, diese Abgänge möglichst adäquat zu ersetzen. Das war für uns jedoch nicht leicht, da es durch die neue Ligareform mehr Konkurrenz auf dem Transfermarkt gibt und der Spielermarkt nicht so groß ist. Nichtsdestotrotz sind wir mit unserem Kader zufrieden. Es wird nur etwas dauern, bis wir aus den Vollen schöpfen können.
Ligaportal: Auch im Trainerteam gab es eine Veränderung. Wie habt ihr den Abgang von Andreas Berktold aufgefangen?
Thomas Hofer: Auf der Co-Trainer-Position ist nach dem Abgang von Andreas Berktold im Sommer eine Lücke entstanden, die wir mit Andreas Scherer schnell wieder schließen konnten. Andreas war bereits als Cheftrainer in St. Johann tätig und bereichert unser Trainerteam mit seiner Erfahrung.
Ligaportal: Nach der Vize-Meisterschaft in der Regionalliga West wartet nun die neue Regionalliga Nord. Wie schätzt du die Stärke der Liga ein?
Thomas Hofer: Momentan ist es natürlich noch schwierig zu sagen, wie stark die Liga sein wird. Die Salzburger Vereine kennen wir natürlich und wir wissen, dass sich Grödig zum Beispiel sehr gut verstärkt hat oder Seekirchen eine sehr eingespielte Gruppe hat. Diese beiden Teams kann man von den Salzburger Vereinen meiner Meinung nach schon favorisieren. Ansonsten ist es einfach schwer einzuschätzen, da wir viele Vereine nur aus Testspielen kennen. Wenn man jedoch auf die Transferaktivitäten blickt, kann man schon eine starke Liga erwarten.
Ligaportal: Welche Rolle kann der SV Kuchl nach dem Umbruch in dieser Liga spielen?
Thomas Hofer: Durch unseren Umbruch im Sommer haben wir schon einige Stützen in der Mannschaft verloren, darunter auch den Kapitän und den Vize-Kapitän. Deshalb wird es für uns sicherlich eine herausfordernde Spielzeit. Das ist uns vollkommen bewusst und wir müssen einfach von Tag eins an darauf hinarbeiten, dass wir nicht hinterherlaufen und idealerweise nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben.
Ligaportal: Was wird aus deiner Sicht entscheidend sein, damit ihr trotz der Ausfälle und Veränderungen gut in die Saison findet?
Thomas Hofer: Entscheidend wird sein, dass wir die Situation annehmen, als Mannschaft eng zusammenrücken und in den ersten Wochen möglichst stabil auftreten. Wir wissen, dass wir nicht sofort bei hundert Prozent sein werden, aber wir müssen trotzdem vom ersten Spiel an punkten und uns Schritt für Schritt weiterentwickeln.