Die Jungen Wikinger Ried hatten das nächste Heimspiel vor der Brust. Im Rahmen der 13. Runde der Regionalliga Nord kam es zum Innviertler Derby gegen die Union Raiffeisen Gurten. Beide Mannschaften hatten zuletzt mit Siegen Selbstvertrauen für die brisante Begegnung getankt. Insbesondere die Gäste konnten mit einem Dreier auf den dritten Tabellenrang springen. Dieses Vorhaben setzten die Gurtner auch in die Tat um: In einer umkämpften Partie feierten sie einen knappen, aber verdienten 0:1-Derbysieg.

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Gurten spielbestimmend, aber noch ohne Torerfolg
Vor einer tollen Kulisse mit rund 500 Zuschauern waren die Gäste vom Anstoß weg präsent, kontrollierten über weite Strecken das Spielgeschehen und nahmen die Partie in die Hand. Die Jungen Wikinger konzentrierten sich zunächst auf eine stabile Defensive und versuchten, über Umschaltsituationen Nadelstiche zu setzen. Insbesondere Boguo und Sissoko sollten dabei im vorderen Drittel für Gefahr sorgen. Doch abgesehen von vereinzelten Konterversuchen gelang es den Hausherren kaum, offensive Akzente zu setzen. Stattdessen zeichneten sich die Madritsch-Schützlinge für die gefährlicheren Torraumszenen verantwortlich. Mindestens vier gute Möglichkeiten standen für den Tabellennachbarn zu Buche. Allerdings ließen die Gäste vor dem gegnerischen Kasten die nötige Coolness und Genauigkeit vermissen. Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit gelang es den Riedern kaum, sich ins letzte Drittel vorzuarbeiten. So ging es torlos in die Kabinen.
Kapitän Reiter beschert Gurten spät drei Punkte
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Statik der Begegnung wenig. Die Union Gurten blieb das aktivere, diszipliniertere und insgesamt bessere Team. Die Gäste suchten weiterhin nach kreativen Lösungen, um den Bann zu brechen und den Führungstreffer zu erzielen. Ab der 50. Minute wurde die Aufgabe für die Hausherren zusätzlich erschwert: Edin Shabani sah innerhalb von nur 120 Sekunden zweimal Gelb und musste mit Gelb-Rot vom Platz. Die Jungen Wikinger hatten sich den zweiten Spielabschnitt sicherlich anders vorgestellt und waren nun gezwungen, ihren Matchplan anzupassen und noch tiefer zu verteidigen. Gurten erhöhte daraufhin den Druck und kam zu weiteren aussichtsreichen Einschussmöglichkeiten. Drei- bis viermal boten sich den Gästen hochkarätige Chancen, doch die nötige Effizienz ließ weiterhin auf sich warten. Die Omic-Elf versuchte ihrerseits, über Umschaltsituationen gefährlich zu werden. Zweimal musste die Gurtner Defensive in letzter Instanz eingreifen, um einen Gegentreffer zu verhindern. Letztlich belohnte sich die Auswärtsmannschaft für ihren Aufwand und ihre Offensivbemühungen: In der 86. Minute stieg Kapitän Thomas Reiter nach einem Standard am höchsten und köpfte zum 0:1 ein. In der Schlussphase gelang es den personell geschwächten Riedern nicht mehr, eine Antwort zu finden und den Ausgleich zu erzwingen. Damit sicherte sich Gurten einen verdienten Derbysieg und drei wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Tabellenplätze.
Stimme zum Spiel
Peter Madritsch (Trainer, Union Raiffeisen Gurten):
„Wir haben von Anstoß weg die Richtung vorgegeben. Meine Mannschaft hat den Kampf angenommen und die Matchidee sehr gut auf den Platz gebracht. Dementsprechend war es schade, dass wir in der ersten Hälfte noch nicht getroffen haben. In der zweiten Hälfte war es eine ähnliche Situation. Mit der Roten Karte ist der Gegner noch tiefer geworden. Ich bin sehr froh, dass wir mit einem Standard das Ergebnis auf unsere Seite gezogen haben. Es war ein absolut verdienter Sieg. Schlussendlich gibt es drei Punkte, und ich bin zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Die Entwicklung stimmt mich sehr positiv. Wir werden flexibler und nehmen weitere Spielanlagen an, die wir bestmöglich umzusetzen versuchen.“