Die SV Donau hat nach dem gelungenen Frühjahrsauftakt in der Regionalliga Ost den nächsten Sieg nachgelegt. Nach dem Erfolg in der Vorwoche gegen den SV Horn setzte sich die Mannschaft aus Kaisermühlen in der 20. Runde auch bei Schlusslicht TWL Elektra durch – musste dafür am Raxplatz jedoch lange kämpfen. Erst Torjäger Miroslav Beljan konnte seine Mannschaft mit dem späten Treffer erlösen. Am Ende stand ein hart erarbeiteter Auswärtssieg, der Donau den zweiten Erfolg im zweiten Spiel des Frühjahrs beschert, während TWL Elektra erneut ohne Punkte bleibt.

Von Beginn an war zu erkennen, dass sich beide Teams nichts schenken würden. Dennoch blieben klare Torchancen zunächst Mangelware. Die erste Halbzeit war vor allem von einem taktischen Abtasten geprägt, in dem sich TWL Elektra – in Weiß – und der ganz in Blau auftretende SV Donau über weite Strecken neutralisierten. Auch der holprige Rasen machte beiden Mannschaften zu schaffen und erschwerte ein präzises Kombinationsspiel. Die beste Möglichkeit vor der Pause hatte Miroslav Beljan in der 38. Minute mit einem Distanzschuss, doch TWL-Keeper Pirmin Strasser war zur Stelle und hielt sicher. So ging es nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte folgerichtig mit einem torlosen 0:0 in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst kaum. Die Gäste aus Kaisermühlen wurden zwar etwas aktiver, blieben aber weiterhin auf eine gut organisierte Defensive der Hausherren angewiesen. In der 52. Minute kam Donau dem Führungstreffer nahe, als Beljan nach einer sehenswerten Kombination nur die Latte traf. TWL Elektra hatte seinerseits in der 58. Minute eine große Gelegenheit: Ein Chipball hinter die Abwehr sorgte für Gefahr, doch Donau-Schlussmann Belmin Jenciragic reagierte stark und verhinderte den Rückstand.
Die entscheidende Szene der Partie ereignete sich schließlich in der 88. Minute. Nach einem Foulspiel sah Mansur Isaev von TWL Elektra die Gelb-Rote Karte, wodurch die Gastgeber die Schlussphase in Unterzahl bestreiten mussten. Der SV Donau nutzte die sich bietende Überzahl konsequent aus.
Nur eine Minute später fiel die Entscheidung: Ensar Muminovic setzte sich auf der linken Seite stark durch und spielte den Ball ideal in den Strafraum, wo Miroslav Beljan aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste. Mit diesem Treffer sicherten sich die Gäste einen knappen, aber letztlich verdienten 1:0-Auswärtssieg. TWL Elektra fehlten in der Nachspielzeit die Kräfte, um noch einmal entscheidend zurückzukommen.
Stimme zum Spiel:
Jürgen Halper (Trainer SV Donau):
"Wir wussten von Anfang an, dass es kein leichtes Match wird. Wenn man auswärts antritt und weiß, dass man gewinnen muss, entsteht automatisch ein gewisser Druck. Die Mannschaft hat diesen aber von Beginn an angenommen und den Kampf über die gesamten 90 Minuten geführt – es war bis zum Schluss ein echtes Mentalitätsspiel.
Man hat auch gemerkt, dass wir seit längerer Zeit wieder auf Naturrasen gespielt haben, damit tun wir uns aktuell noch etwas schwer. TWL hat es zudem sehr gut gemacht, ist sehr tief gestanden und hat mit viel Einsatz verteidigt.
In der zweiten Halbzeit haben wir dann auf zwei Stürmer umgestellt und versucht, noch mehr Druck zu erzeugen. Am Ende war der Sieg vielleicht nicht unbedingt glücklich, aber wir sind bis zum Schluss drangeblieben und haben immer daran geglaubt. Außerdem zeichnet es unsere Mannschaft aus, dass wir einen großen Kader haben und von der Bank immer noch Qualität nachlegen können."