In der 26. Runde der Regionalliga Ost traf der FC Marchfeld Donauauen auf den SC Retz und konnte sich in einem spannenden Spiel knapp mit 1:0 durchsetzen. Der einzige Treffer der Partie fiel kurz vor der Halbzeitpause, was den Gastgebern letztendlich den Sieg sicherte.
Marchfeld übernahm von Beginn an die Kontrolle und trat mit viel Selbstvertrauen auf. Die Gastgeber bestimmten über weite Strecken das Geschehen, fanden gegen die gut organisierte Defensive der Retzer jedoch zunächst kaum Lösungen im letzten Drittel. Trotz spielerischer Überlegenheit blieben zwingende Torchancen Mangelware.
Die Gäste aus Retz präsentierten sich diszipliniert, standen kompakt und machten die Räume eng. Offensiv konnten sie nur selten Akzente setzen, hielten das Spiel aber lange offen und verlangten den Hausherren alles ab.
Kurz vor dem Pausenpfiff fiel dann doch die entscheidende Szene: Nach einem Moment der Unachtsamkeit in der Defensive der Gäste nutzte David Oroshi die Gelegenheit eiskalt und brachte Marchfeld mit 1:0 in Führung – ein Treffer, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits angedeutet hatte.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hausherren nochmals das Tempo und waren über rund 20 bis 25 Minuten klar tonangebend. In dieser Phase verpasste es Marchfeld jedoch, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen und den zweiten Treffer nachzulegen.
Retz blieb zwar offensiv weiterhin ohne wirklich zwingende Torchancen, doch bei dem knappen Spielstand war die Partie bis zum Schluss offen. Ein einzelner Moment hätte jederzeit für den Ausgleich sorgen können.
So blieb es bis in die Schlussphase hinein spannend, ehe Marchfeld den knappen Vorsprung über die Zeit brachte. Am Ende steht ein verdienter Sieg in einem erwartet schwierigen Spiel – und eine wichtige Erkenntnis: Solche engen Partien muss man für sich entscheiden. Genau das gelang diesmal, nachdem man in der Hinrunde noch Punkte liegen gelassen hatte.
Stimme zum Spiel:
Michael Ettenauer (Sportlicher Leiter FC Marchfeld Donauauen):
"Es war ein sehr schwieriges Spiel, Retz hat das wirklich diszipliniert und engagiert gemacht. Vor der Pause hatten wir zwar mehr vom Spiel, konnten uns aber kaum zwingenden Torchancen erarbeiten. Wir haben aber trotzdem vor der Pause noch das Tor gemacht. Nach dem Seitenwechsel waren wir dann etwa 20 bis 25 Minuten klar besser, haben es aber verpasst, frühzeitig den Deckel draufzumachen.
Retz selbst hatte zwar keine großen Möglichkeiten, aber bei so einem Spielstand kann jederzeit etwas passieren. Unterm Strich ist es ein verdienter Sieg, auch wenn wir genau so eine schwere Partie erwartet haben. Solche Spiele musst du gewinnen – und das ist uns diesmal gelungen, im Gegensatz zur Hinrunde."