Der Wiener Sport-Club hat im Spitzenspiel der 12. Runde der Regionalliga Ost ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt. Vor einer beeindruckenden Kulisse von mehr als 4.000 Zuschauern setzten sich die Hernalser gegen Tabellenführer FC Marchfeld Donauauen mit 2:0 durch und verkürzten damit den Abstand zur Spitze. Rene Kriwak brachte die Gastgeber früh in Führung, ehe Eren Keles nach dem Seitenwechsel für die Vorentscheidung sorgte. In einer intensiven Begegnung mit zahlreichen Zweikämpfen überzeugte die Mannschaft von Trainer Daniel Seper vor allem durch ihren Einsatz, eine stabile Defensive und ihre Entschlossenheit in den entscheidenden Momenten.

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Die Voraussetzungen für einen stimmungsvollen Fußballabend waren gegeben. Mehr als 4.000 Zuschauer sorgten für eine besondere Atmosphäre, während auf dem Rasen zwei Mannschaften aufeinandertrafen, die über reichlich spielerische Qualität verfügen.
Marchfeld erwischte zunächst den etwas gefährlicheren Start und kam in der Anfangsphase zu guten Möglichkeiten. Doch Christoph Haas war im Tor des Wiener Sport-Clubs hellwach und verhinderte mit starken Paraden einen frühen Rückstand.
Die Gastgeber ließen sich davon nicht beeindrucken und fanden zunehmend besser in die Begegnung. In der 14. Minute gelang schließlich der Führungstreffer: Nach einem Einwurf auf der linken Seite kombinierten sich die Hernalser über mehrere Stationen nach vorne. Der Ball gelangte zu Rene Kriwak, der am ersten Pfosten zur Stelle war und zum 1:0 einschob.
Der Treffer gab dem Wiener Sport-Club zusätzlichen Auftrieb. Die Hausherren präsentierten sich zweikampfstark, arbeiteten geschlossen gegen den Ball und suchten bei Ballgewinnen immer wieder den schnellen Weg nach vorne.
Ein spielerischer Leckerbissen war die Begegnung allerdings nicht durchgehend. Beide Mannschaften leisteten sich zwischenzeitlich ungewohnt viele Ballverluste, wodurch der Spielfluss immer wieder unterbrochen wurde. An Intensität mangelte es dem Spitzenspiel dafür keineswegs.
Marchfeld versuchte, seine spielerischen Qualitäten zur Geltung zu bringen, fand gegen die gut organisierte Defensive der Hernalser aber zunehmend seltener die nötigen Räume. Gleichzeitig blieb auch der Wiener Sport-Club offensiv gefährlich und nahm die knappe Führung mit in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung, in der beide Mannschaften um jeden Meter arbeiteten. Der Wiener Sport-Club blieb defensiv aufmerksam und versuchte, die sich bietenden Räume für schnelle Gegenangriffe zu nutzen.
In der 65. Minute wurden die Gastgeber für diese Spielweise belohnt. Nach einem Ballgewinn schalteten die Hernalser schnell um. Darijo Pecirep wurde in die Tiefe geschickt und scheiterte zunächst am gegnerischen Schlussmann. Der Abpraller landete jedoch wieder bei den Gastgebern und wurde ideal für Eren Keles aufgelegt, der zum 2:0 vollendete.
Damit war Marchfeld unter Zugzwang. Der Tabellenführer versuchte, noch einmal zurückzukommen, doch die Defensive des Wiener Sport-Clubs blieb weitgehend stabil. Besonders nach den gefährlichen Aktionen der Anfangsphase gelang es den Gästen nur noch selten, die Hausherren ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Auf der Gegenseite boten sich den Hernalsern mit zunehmender Spieldauer weitere Räume. Bei mehreren Gegenstößen wäre sogar ein dritter oder vierter Treffer möglich gewesen, doch die Gastgeber konnten diese Gelegenheiten nicht mehr verwerten.
Am verdienten Erfolg änderte das nichts mehr. Der Wiener Sport-Club brachte den Vorsprung über die Zeit und durfte gemeinsam mit seinen zahlreichen Anhängern einen wichtigen Sieg gegen den Tabellenführer feiern.
Mit dem 2:0 gegen Marchfeld unterstrich der Wiener Sport-Club, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Zwar gelang es den Hernalsern nicht über die gesamte Spielzeit, ihre spielerischen Qualitäten vollständig auszuschöpfen, doch Einsatzbereitschaft, defensive Stabilität und die nötige Effizienz machten letztlich den Unterschied.
Besonders erfreulich aus Sicht der Gastgeber ist, dass sie durch den Erfolg wieder näher an die vorderen Tabellenplätze heranrücken und den Kontakt zu Marchfeld halten konnten.
Stimme zum Spiel:
Daniel Seper (Trainer Wiener Sport-Club):
„Ich glaube, dass wir heute am Ende auch verdient gewonnen haben. Marchfeld hatte am Anfang ein paar gute Möglichkeiten, bei denen uns Christoph Haas mit starken Paraden im Spiel gehalten hat. Danach waren wir aber eigentlich sehr stabil und haben uns selbst gute Chancen herausgespielt. Gerade in der zweiten Halbzeit hätten wir bei unseren Kontern durchaus noch das dritte oder vierte Tor machen können. Insgesamt war das schon ein richtig gutes Spitzenspiel. Vielleicht nicht über die gesamten 90 Minuten auf allerhöchstem spielerischem Niveau, weil beide Mannschaften zwischendurch auch einige Ballverluste gehabt haben, aber mit viel Qualität, Intensität und einem richtig guten Fight. Wir beschäftigen uns natürlich mit den Stärken unserer Gegner und bereiten uns entsprechend darauf vor. Aber wir machen uns deshalb nicht verrückt. Auch gegen eine Mannschaft wie Marchfeld entscheiden wir selbst, wie wir unsere Zweikämpfe führen, wie viel Energie wir auf den Platz bringen und wie wir unsere eigenen Stärken einsetzen. Das haben wir heute sehr gut gemacht. Wir hatten in dieser Saison schon Phasen, in denen uns das richtig gut gelungen ist, aber natürlich auch Spiele, in denen wir nicht unser bestes Gesicht gezeigt haben. Viel hängt eben auch von unserer Tagesverfassung ab. Wenn wir so auftreten wie heute, können wir in dieser Liga jede Mannschaft schlagen. Wenn wir das nicht schaffen, wird es gegen jeden Gegner schwierig. Umso schöner ist dieser Sieg natürlich vor mehr als 4.000 Zuschauern. Diese Kulisse und die Euphorie rund um den Verein sind schon etwas Besonderes. Dass wir jetzt wieder näher an die Spitze heranrücken und an Marchfeld dranbleiben können, freut uns sehr. Wir haben noch drei Runden vor uns und wollen in diesen drei Wochen noch einmal alles herausholen.“