Regionalliga West

Nach Bonuspunkt am Tivoli: Richtungsweisendes Osterwochenende für den FC Pinzgau

Einen Punktgewinn hätten den FC Pinzgau Saalfelden bei seinem Gastspiel am Innsbrucker Tivoli nur die Wenigsten zugetraut. Mit dem Bonuspunkt im Gepäck wollen die Saalfeldener rund ums Osterfest erstmals im Frühjahr voll anschreiben. Die Duelle mit Lustenau und Lauterach sind richtungsweisend.


Erzielte beim 1:1 in Innsbruck ein Traumtor: Pinzgaus Philipp Zehentmayr (li.)
Foto: Adi Aschauer

 

Ein Tag zum Genießen am Tivoli

Es war schon eine coole Geschichte, die der FC Pinzgau am vergangenen Samstag am Innsbrucker Tivoli schrieb. Lediglich vier Tage nach der empfindlichen 0:4-Klatsche gegen Kitzbühel knöpften die Saalfeldener dem souveränen Tabellenführer Wacker Innsbruck ein Körndl ab. "Ich hab der Mannschaft gesagt, dass sie dieses Spiel genießen soll. Gegen so einen Gegner in so einem Stadion und vor diesen Fans spielst du nicht oft. Letztes Jahr war's Austria Salzburg, heuer ist's Wacker Innsbruck und nächstes Jahr gibt's das nicht mehr. Eventuell Steyr, aber das kannst du mit Austria Salzburg und Wacker nicht vergleichen", sagte Pinzgau-Trainer Adonis Spica.

 

"Tor des Jahres" sorgt für Achtungserfolg

Inwieweit die Mannschaft dieses Spiel bei all der Dominanz vom Spitzenreiter tatsächlich genießen konnte, bleibt ungewiss. Was sich aber fix sagen lässt: Die Saalfeldener blieben ihrem Matchplan von der ersten bis zur letzten Minute treu, verteidigten konsequent und gut - und nutzten einen der wenigen Offensivmomente. Nach einem Luftduell übernahm Philipp Zehentmayr die Kirsche volley und überraschte damit Wacker-Goalie Lukas Tauber - aus der eigenen (!) Hälfte. "Für mich ist das jetzt schon das Tor des Jahres", schwärmte Spica. Auch wenn's mit dem ganz großen Wurf - Joker Christopher Weinzierl bewahrte den Favoriten in der Nachspielzeit vor der zweiten Saisonniederlage - letztendlich nichts wurde, überwog im Lager der Pinzgauer der Stolz und die Zufriedenheit. "Vor allem weil wir nach der schlechten Leistung gegen Kitzbühel eine tolle Reaktion gezeigt haben", so Spica. Einziger Wermutstropfen: Joao Pedro, der auf den letzten Metern die Ampelkarte kassierte, ist am Karfreitag gesperrt.

 

Wichtige Punktesuche zu Ostern

Für den Tabellen-14. steht ein entscheidendes Oster-Doppel auf dem Programm. Spica bezeichnet bereits das Heimspiel gegen Lustenau (11.) als „wichtigstes Spiel des Jahres“. Doch auch die Partie am Ostermontag beim direkten Konkurrenten Lauterach (15.) hat kaum weniger Gewicht. Gewiss ist aber: Wer bei Wacker einen Punkt holt, kann auch Lustenau und/oder Lauterach schlagen.