Regionalliga West

"Durchaus machbar": Lauterach peilt nach XXL-Umbruch einstelligen Tabellenplatz an

Nach einer gebrauchten Saison, die der intemann FC Lauterach als Tabellenletzter beendete, soll in der Regionalliga West nun ein Neuanfang gelingen. Mit 15 Neuzugängen und elf Abgängen wurde der Kader nahezu komplett umgebaut. Gewünscht wird ein Platz im einstelligen Tabellenbereich.


Foto: FC Lauterach

 

"Bescheidene Saison": Lauterach beendete Spieljahr auf dem letzten Platz

Mit lediglich 23 Punkten beendete Lauterach die Saison auf dem letzten Tabellenplatz. Entsprechend fällt das Fazit von Sportchef Zlatko Jurcevic aus: „Es war eine bescheidene Saison, mit der wir natürlich nicht zufrieden sind.“ Im Laufe der Spielzeit sorgte zudem Unruhe innerhalb des Vereins für zusätzliche Herausforderungen. „Einige Spieler, die uns im Sommer verlassen haben, haben sich dem Verein gegenüber nicht so verhalten, wie man sich eigentlich verhalten sollte“, erklärt Jurcevic. 

Weil es in der vergangenen Saison keinen Absteiger gab, fielen die Störfaktoren für Lauterach letztlich weniger ins Gewicht. In den letzten fünf Spielen griff das damalige Westliga-Kellerkind auf fünf Spieler aus der eigenen U16 zurück. „Letztendlich haben wir es kaum erwarten können, dass die Saison endlich zu Ende ist“, sagt Jurcevic rückblickend. 

 


Foto: FC Lauterach

 

Neustart mit frischem Elan und neuem Kader

Nach der enttäuschenden Vorsaison haben die Lauteracher einen Schlussstrich gezogen, nur um mit neuer Energie durchzustarten. „Die Stimmung jetzt und die Stimmung vor ein paar Wochen ist eine ganz andere. Die Trainingsqualität ist deutlich höher und auch der Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft ist groß“, berichtet Jurcevic. Mit insgesamt 15 Neuzugängen plus neuem Trainerteam hat sich der Verein personell nahezu komplett neu aufgestellt. Entsprechend blickt man optimistisch auf die bevorstehende Saison. „Grundsätzlich wollen wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre, denke ich, durchaus machbar“, sagt Jurcevic.

Den Kader sieht der Sportchef im Vergleich zur Vorsaison verbessert. „Wir haben uns mit erfahrenen Spielern und vielen jungen Talenten verstärkt. Die Mischung sollte ganz gut passen“, sagt er. Allerdings hat nicht nur Lauterach auf dem Transfermarkt kräftig zugeschlagen. Auch zahlreiche Ligakonkurrenten haben ihre Mannschaften umfassend verstärkt. „Was heuer am Transfermarkt abgegangen ist, hat es schon lange nicht mehr gegeben. Gerade deshalb ist die Liga im Vorfeld extrem schwer einzuschätzen“, so Jurcevic.

 


Foto: FC Lauterach

 

Nach dem WAC ist vor Röthis

Beim ersten Pflichtspiel, dass im Zuge des ÖFB-Cups gegen Bundesligist WAC mit 1:5 verloren ging, konnte Jurcevic bereits einige positive Erkenntnisse gewinnen. „Das Ergebnis sieht deutlicher aus, als der Spielverlauf tatsächlich war. Wir hätten 2:0 in Führung gehen können, letztlich hat der WAC seine ganze individuelle Klasse ausgespielt“, analysiert er.

Über weite Strecken verkaufte sich Lauterach gegen den Bundesligisten teuer – eine Leistung, die Selbstvertrauen für den Ligastart geben soll. Zum Auftakt wartet allerdings mit Aufsteiger Röthis gleich eine anspruchsvolle Aufgabe. „Das ist eine eklige Mannschaft, die sehr heimstark ist“, erwartet Jurcevic einen schwierigen Saisonstart. Dennoch reist Lauterach mit Zuversicht nach Röthis. Mit einer engagierten Leistung sollen die ersten Punkte der neuen Saison eingefahren werden – mit leeren Händen möchte man die Heimreise am kommenden Sonntag jedenfalls nicht antreten.

 

  

 intemann FC Lauterach 2026/27 

Ziel: einstelliger Tabellenplatz
Zugänge: Fikret Mert Aras (Berg/Deutschland), Felix Oberwaditzer (Austria Lustenau), Marko Martinovic, Tyler-Ryan Linder (beide SW Bregenz), Andrej Gavric (Fussach), Fabio Kristo, Daniel Sigg (beide AKA Vorarlberg U18), Jonas Emre Sensoy, Tristan-Kan Schatz (beide SW Bregenz II), Muhammed Canazlar (Bruck/Mur), Ömer Efe Tas (Dornbirner SV), Kruno Basic (Brühl/Schweiz), Djamel Yachir (Lindau/Deutschland), Leon Tahric, Luca Poirier (beide Lauterach II)
Abgänge: Felipe Becegato de Mello (Ruggell/Schweiz), Luis Kronberger (Ravensburg/Deutschland), Markus Siller (Fussach), Felix Oberwaditzer (Grand Canyon/USA), Emre Özberk (Viktoria Bregenz), Lukas Kusche, Danijel Gasovic (beide Lochau), Özkan Demir (FC Dornbirn), Dominique Chiste (Karrierepause), Andre Wiedl, Pascal Forster (neuer Verein jeweils unbekannt)