Trotz Blitzstart und früher Führung musste die SVG Reichenau gegen den FC Lustenau 1907 eine deutliche 1:4-Niederlage hinnehmen. Nach mehreren folgenschweren Eigenfehlern zogen die Tiroler den Kürzeren, während der Aufsteiger vor dem Derby gegen den FC Dornbirn noch einmal viel Selbstvertrauen tankte.
Foto: FC Lustenau 1907
Die Reichenau befand sich in den vergangenen Wochen quasi im Dauereinsatz. Das Heimspiel gegen Aufsteiger Lustenau war das vierte Pflichtspiel binnen elf Tagen. Und dieses ging aus der Sicht der Innsbrucker gut los. In der 10. Minute spielte Sebastian Pittl Gegenspieler Bence Szin regelrecht einen Knoten in die Beine und schlenzte das Leder präzise zur frühen Führung ins lange Eck. „Wir haben eine gewisse Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden. Die Mannschaft ist aber ruhig geblieben“, analysierte Lustenau-Sportchef David Grabher. Bis zur Pause schlug sich die Reichenau selbst. Rückpässe zum Innenverteidiger und zum Goalie fielen viel zu kurz aus - erst sagte Abdülkerim Kalkan (12.), später Julian Mair (45.) danke.
Die Lustenauer packten zu Beginn der zweiten Halbzeit noch einen drauf: Hüseyin Zengin bediente Kalkan, der mit seinem zweiten Goal an diesem Fußballabend auf 1:3 stellte (47.). In der Folge probierten die Tiroler alles, um doch noch einmal ins Spiel zurückzukommen. „Sie haben ordentlich gedrückt, sind vor allem über Standards gefährlich geworden“, fand Grabher. Scheppern sollte es allerdings auf der anderen Seite. Im Nachschlag sorgte Adrian Mendes mit seinem direkt verwandelten Freistoß (95.) für das Tüpfelchen auf dem Lustenauer i. „Die Vorzeichen mit dem Kunstrasen und der Anfahrtszeit unter der Woche waren schwierig. Die Mannschaft hat es aber richtig gut gemacht und meiner Meinung nach verdient gewonnen. Wir sind mehr als zufrieden“, so Grabher weiter.
Viel Zufriedenheit löst auch die Gesamtsituation aus. Nach der Punkteteilung gegen die Altach Juniors und den vollen Erfolgen gegen Seekirchen und Reichenau bleibt der Aufsteiger im Frühjahr weiter ungeschlagen. Warum es momentan so gut läuft? „Weil unsere Spieler körperlich auf einem Top-Niveau sind. Wir haben in der Winterpause konsequent gearbeitet und belohnen uns nun für die Arbeit, die wir im Herbst verrichtet haben“, erklärt Grabher. Somit gehen die Lustenauer bestens gerüstet ins Derby gegen Dornbirn. Die Reichenauer, die wieder Spieler verletzungsbedingt verloren, müssen nach Lauterach.
👑 Die Besten bei Lustenau: Hagen, Kalkan
Mittwoch, 25.03.2026, 18:30, Sportplatz Reichenau, Z: 150, SR: Tayfun Yilmaz
Reichenau: Matthias Schmidhofer, Lukas Zangerl, Mahmut Bozkurt, Stefan Pribanovic, David Stoppacher, Matteo Wöber, Max Forisch, Mario Kleinlercher (K), Sebastian Pittl, Jakob Singer, Lukas Hupfauf Ersatz: Patrice-Philippe Nagler, Fynn Christian Fuchs, Luca Ben Kallinich, Jonathan Singer, Lukas Caria, Tim Wöber |
Lustenau: Noah Küng (K) - Serhan Arslan, Julian Hagen, Adrian Mendes - Julian Mair, Emre Kadir Güven, Dominik Rottmann, Bence Szin, Simon Häfele - Abdülkerim Kalkan, Hüseyin Zengin Ersatz: Klaus Mendes, Tamas Szin, Luis Hagspiel, Yasir Mihci, Mats Seible, Elias Vetter |
| Torfolge: | 1:0 Sebastian Pittl (10.) |
| 1:1 Abdülkerim Kalkan (12.) | |
| 1:2 Julian Mair (45.) | |
| 1:3 Abdülkerim Kalkan (47.) | |
| 1:4 Adrian Mendes (95.) |