Der FC Lustenau 1907 bleibt weiter in Topform: Die Vorarlberger, die mit zwei Siegen und zwei Unentschieden ungeschlagen in den Pinzgau gereist waren, setzten sich dort souverän mit 3:1 gegen den FC Pinzgau Saalfelden durch - und jubelten über die ersten Punkte in Salzburg.

Foto: FC Lustenau 1907
0:6 in Seekirchen, 3:6 in Wals-Grünau und 0:4 in Bischofshofen – bisher waren die Ausflüge des FC Lustenau nach Salzburg wenig erfreulich. Nun konnten die Blau-Weißen, die nahezu perfekt aus der Winterpause gestartet waren, endlich die ersten Punkte auf Salzburger Boden einfahren. „Endlich, wobei wir mit unserem Auftritt nicht ganz zufrieden sein können. Es hat sehr viel Energie gebraucht, um die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen“, resümierte Sportchef David Grabher nach dem 3:1-Sieg.
Im Trainerteam des FC Lustenau war laut Sportchef David Grabher von einem Pflichtsieg die Rede – doch die Partie in der SaalfeldenArena gestaltete sich alles andere als einfach. In einer ausgeglichenen ersten Hälfte gerieten die Vorarlberger zunächst durch einen Treffer von Domagoj Galesic in Rückstand. Zuvor hatte Saalfeldens Semir Gvozdjar nach einem feinen Pass von Zehentmayr schon die Führung auf dem Fuß gehabt.
In der 25. Minute schlugen die formstarken Gäste zurück: Joao Victor überlistete die heimische Defensive mit einem Chipball, und Abdülkerim Kalkan tunnelte Goalie Nick Jurescha zum 1:1. „Ein schlechtes Stellungsspiel unserer Innenverteidiger“, räumte Pinzgau-Trainer Adonis Spica den vermeidbaren Fehler ein.
Nach der Pause übernahmen die Pinzgauer zunächst die Kontrolle, doch Gvozdjar vergab per Kopf die beste Chance auf die neuerliche Führung. Auch eine 3-gegen-2-Situation blieb ungenutzt. „Das hätten wir viel besser lösen müssen“, ärgerte sich Pinzgau-Trainer Adonis Spica, für den es kurz vor Beginn der Schlussviertelstunde knüppeldick kam, als Kalkan nach einem leichtfertigen Ballverlust der Saalfeldener der entscheidende Turnaround glückte (74.). Und nur sechs Minuten später machte der überragende Lustenau-Angreifer mit seinem Triplepack alles klar (80.). „Mit dem war’s dann erledigt“, atmete Sportchef David Grabher auf. Einziger Wermutstropfen für die Gäste: Paulo Victor musste wegen anhaltender Rückenschmerzen ausgewechselt werden und wird das Spiel am Montag gegen Wals-Grünau verpassen.
Bei den Pinzgauern überwog indes der Frust über eine vermeidbare Niederlage. „Wir haben ihnen den Sieg geschenkt, sozusagen Ostergeschenke verteilt“, kommentierte Spica. Am Montag wartet das wichtige Duell gegen Tabellennachbar Lauterach. „Die haben zwar gegen Dornbirn hoch verloren, aber wir werden uns verbessern müssen“, gab Spica die Marschroute vor, um einen Absturz in die Abstiegszone zu verhindern.
👑 Der Beste bei Lustenau: Kalkan
Freitag, 03.04.2026, 19:00, SaalfeldenArena, Z: 190, SR: Armin Talic
FC Pinzgau: Nick Jurescha, Marko Colic, Domagoj Galesic, Andreas Lovrec, Dzejlan Halilovic, Philipp Zehentmayr (K), Felix Adjei, Semir Gvozdjar, Branimir Barisic, Simon Kozak, Alexander Wangler Ersatz: Elias Hupf, Julian Rechenmacher, Elmin Delimehic, Ramzan Dudaew, Kauä Cesar De Souza Pinheiro, Ratan Dudaew |
Lustenau: Noah Küng (K) - Serhan Arslan, Mats Seible, Alin Mutu, Adrian Mendes - Julian Mair, Emre Kadir Güven, Paulo Victor Rodrigues De Souza, Simon Häfele - Abdülkerim Kalkan, Hüseyin Zengin Ersatz: Klaus Mendes, Luis Hagspiel, Batuhan Karakas, Yasir Mihci, Julian Hagen, Joshua Küng |
| Torfolge: | 1:0 Domagoj Galesic (19.) |
| 1:1 Abdülkerim Kalkan (25.) | |
| 1:2 Abdülkerim Kalkan (74.) | |
| 1:3 Abdülkerim Kalkan (80.) |