Spielberichte

Goldtor gegen Lustenau: Eigenbauspieler Leo Ritter lässt Kitzbühel weiterhin auf Wolke sieben schweben

Nach den zwei Achtungserfolgen gegen den FC Pinzgau (4:0) und bei Tabellenführer Wacker Innsbruck (2:1) surft der FC Eurotours Kitzbühel auch weiterhin auf der Erfolgswelle. Im Heimspiel gegen den FC Lustenau 1907 sorgte das Goldtor von Eigengewächs Leonhard Ritter für einen knappen, aber verdienten und ungefährdeten 1:0-Sieg. Die Handschrift von Trainer Michi Baur ist mittlerweile gut erkennbar. Die Stimmung in der Mannschaft könnte nicht besser sein.


Foto: Wolfgang Sulzberger

 

Kitzbühel schnuppert schon vor der Pause am Führungstreffer 

"Blöd gesagt war das Spiel heute fast schwieriger als das Spiel in Innsbruck - vor allem von der Einstellung her", sagte Kitz-Sportchef Mathias Wallner. Zu seiner Freude zeigten die Gamsstädter genau die richtige Einstellung gegen einen unangenehm zu spielenden Aufsteiger.

Dass es im Sportstadion Langau relativ lange torlos blieb, war der mangelden Chancenverwertung der Hausherren geschuldet. Neo-Stürmer David Spak ließ zwei gute Chancen liegen, erzielte darüber hinaus ein Abseitstor. Auch Deniss Stradins, der ebenfalls den Führungstreffer verpasste, schien sein Visier nicht zu hundert Prozent justiert zu haben.

 

Ritter-Buam bringen frischen Wind - Leo avancierte zum Siegbringer

Die verletzungsbedingten Einwechslungen der beiden Ritter-Brüder, Thomas und Leonhard, verlieh den Baur-Jungs noch die nötige Würze. Goldenes Händchen: Zweitgenannter erzielte in der 58. Minute den zu diesem Zeitpunkt überfälligen Führungstreffer, als er Lustenau-Keeper Noah Küng mit einem Abschluss ins kurze Eck düpierte. Summa summarum sollte es das einzige Goal an diesem Fußballnachmittag bleiben. "Der Sieg war absolut verdient, am Ende ungefährdet. Lustenau hat bis auf einen Fernschuss keine Möglichkeiten gehabt", fand Wallner.

Einzig bitter: Nach Andreas Wörndl, der sich am Innsbrucker Tivoli einen Kreuzbandriss zugezogen hatten, schrieben sich auch Wowo Sagno und Mateus Kolenda (beide Muskelfaserriss) auf die Verletztenliste. Die Stimmung ist aber dennoch äußerst positiv: "Die Handschrift vom Trainer ist erkennbar und die Mannschaft ist jetzt eine richtige Mannschaft. Es ist ein gewisser Spaß dabei, was unglaublich wichtig ist", berichtete Wallner, der die sogenannten Legionäre warnt: "Ich bin einer, der auf regionale Spieler setzt. Für die kommende Saison hab' ich schon drei Zugänge aus der näheren Umgebung." Namen ließ sich der Sportchef aber nicht entlocken.

 

 

👑 Die Besten bei Kitzbühel: Pauschallob (herausragend: T. Ritter)

 

 

 Regionalliga West, 24. Runde 

Samstag, 11.04.2026, 16:00, Sportstadion Langau Kitzbühel, Z: 250, SR: Christoph Bauhofer

 

 FC Eurotours Kitzbühel 1:0 (0:0) FC Lustenau 1907 

Kitzbühel: Petar Vidas - Christoph Notdurfter (K), Rene Lukasser-Weitlaner, Luka Redek, David Spak - Wowo Sagno, Deniss Stradins, Raul Baur - Tim Feichtner, Mathias Madersbacher, Mateus Kolenda

Ersatz: Nazar Penkovets, Leonhard Ritter, Axel Krimbacher, Thomas Ritter, Joseph Junior Asante, Viktor Winter

FC Lustenau: Noah Küng (K) - Mats Seible, Joshua Küng, Adrian Mendes - Julian Mair, Emre Kadir Güven, Tamas Szin, Luis Hagspiel, Simon Häfele - Batuhan Karakas, Marcel Rizvanovic

Ersatz: Klaus Mendes, Pius Hagen, Carlos Köb, Dominik Rottmann, Simon Lukas Grabherr, Noah Moosbrugger

Tor: 1:0 Leonhard Ritter (58.)