Vier Tage nach dem Halbfinaleinzug im Salzburger Landescup hat der SV Kuchl auch das Westliga-Heimspiel gegen die SVG Reichenau höchst erfolgreich bestritten. Die Tennengauer, bei denen Abwehrmann Maximilian Seiwald mit einer Knieverletzung ausschied, besiegten die Innsbrucker mit 3:0. Knackpunkt: SVK-Hexer Emre Erol parierte beim Stand von 2:0 einen Elfmeter, kurz darauf machte Trainersohn Alexander Hofer alles klar.
Foto: Adi Aschauer
Die Sonntagspartie zwischen Kuchl und Reichenau begann ohne Abtasten. Bereits nach zwei Minuten hatte Lukas Brückler die frühe Führung für die Gastgeber am Fuß, setzte seinen Heber jedoch neben das Tor. Wenig später machte es Horst Nestaval besser und traf nach einem Einwurf zur zu diesem Zeitpunkt überfälligen 1:0-Führung (11.).
„Die ersten 20 Minuten haben uns gehört. Danach hat Reichenau das Spiel in die Hand genommen und kontrolliert“, gestand Kuchl-Trainer Tom Hofer. Ein herber Rückschlag folgte Mitte der ersten Halbzeit, als Maximilian Seiwald mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste. „Das hat Spuren hinterlassen. Wir mussten hinten umstellen und unser System verändern.“
Reichenau kam durch Jakob Singer zu einer guten Ausgleichschance, blieb aber ohne Torerfolg. Stattdessen schlugen die Hausherren kurz vor der Pause erneut zu: In der vierten Minute der Nachspielzeit flog der Reichenau ein eigener Freistoß um die Ohren, im Konter stellte Justin Mühlbauer auf 2:0 – sehr zur Freude von Trainer Hofer, der von einem Treffer „zum idealen Zeitpunkt“ sprach.
Nach dem schwungvollen ersten Durchgang verlor die Partie nach der Pause etwas an Tempo. Reichenau presste nicht mehr so hoch wie zuvor, während die „Roten Teufel“ zwei ganz gute Möglichkeiten auf das 3:0 ungenutzt ließen.
Das hätte sich beinahe gerächt: Nach einem unglücklich verursachten Elfmeter bot sich den Gästen plötzlich die große Chance auf den Anschlusstreffer. Doch Heim-Goalie Emre Erol tauchte hinunter, parierte stark und bewahrte Kuchl vor dem Gegentor. „Das war der Knackpunkt. Danach war bei Reichenau der Glaube dahin“, erklärte Hofer.
Kurz darauf sorgten die Hausherren dann für klare Verhältnisse: Alexander Hofer machte in der 79. Minute nach Brückler-Assist alles klar und stellte auf 3:0. „Am Ende ein verdienter Sieg, weil wir viel mehr und die klareren Chancen hatten. Mit dem Einzug ins Landescup-Halbfinale und dem heutigen Sieg haben wir die richtige Antwort auf das Seekirchen-Spiel gegeben, wo wir danach schon sehr enttäuscht waren“, resümierte Hofer.
Weil Dornbirn in Schwaz verlor, konnten die Kuchler mit dem 3:0-Erfolg nicht nur den dritten Platz verteidigen, sondern diesen auch weiter absichern. Der Vorsprung auf die punktegleichen Verfolger Dornbirn und Bischofshofen beträgt nun fünf Punkte – zudem hat Kuchl noch ein Spiel weniger absolviert. Was die "Roten Teufel" in der Westliga noch so vor haben? "Alles, was jetzt noch kommt, ist Zugabe", grinste Hofer, der mit seiner Truppe am kommenden Wochenende zum direkten Vergleich nach Dornbirn muss. "Das wird ein spannendes Spiel."
👑 Die Besten bei Kuchl: Pauschallob
Sonntag, 19.04.2026, 15:30, Andreas-Wimmer-Arena Kuchl, Z: 200, SR: Armin Talic
Kuchl: Emre Erol, Rupert Kraft, Maximilian Seiwald, Raphael Rainer, Justin Mühlbauer, Lukas Brückler, Alexander Hofer, Manuel Seidl, Horst Patrick Nestaval (K), Sebastian Oberkofler, Thomas Mauberger Ersatz: Emil Sommer, Maximilian Ploner, Sanel Jukic, David Mandl, Anton Salchegger, Jakob Salchegger |
Reichenau: Salih Ayazoglu, Lukas Zangerl, Mahmut Bozkurt, Fynn Christian Fuchs, Stefan Pribanovic, Fabian Kraxner (K), Matteo Wöber, Lukas Caria, Max Forisch, Sebastian Pittl, Jakob Singer Ersatz: Patrice-Philippe Nagler, Ignacio Jauregui, Denis Dulic, Tobias Galuschka, Elias Werner, Abulfazl Sadeqi |
| Torfolge: | 1:0 Horst Nestaval (11.) |
| 2:0 Justin Mühlbauer (45.+4) | |
| 3:0 Alexander Hofer (79.) |